23. August 2021

Regionnalliga West – PSV IV – Empor Schenkenberg

Nach gut 1,5 Jahren wird der, bedingt durch die Pandemie, unterbrochene Ligabetrieb fortgesetzt. Viel ist im Vorfeld diskutiert wurden, ob  das Sinn macht. Im März 2020 fand die 7. Runde statt, Runde 8 und 9 stehen noch aus. Es scheint schwer, eine sinnvolle Auf- und Abstiegsregelung zu finden.

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern hat sich Brandenburg entschlossen, die letzten beiden Runden im August – mitten in der Urlaubszeit – nachzuholen. Das Schachkid findet, dass dem Landesschachbund hier der Mut gefehlt hat. Besser findet das Schachkid den Weg des Thüringer Schachverbandes. Dort wurde unter den Schachverein eine Umfrage gemacht. Die Mehrheit war für den Abbruch der Ligen, was der Thüringer Schachbund auch konsequent tat.

Die Ergebnisse in Brandenburg schwanken zwischen skandalös und desaströs. Manche Vereine haben kein Spiellokal mehr, andere Vereine keine Spieler. Diese sind verstorben, umgezogen, genießen den Urlaub – die Gründe sind vielfältig. Andere Vereine wie Fürstenwalde haben sich gleich ganz aufgelöst. Das Ergebnis – viele Mannschaften treten erst gar nicht an, andere kommen mit der Häfte der Spieler. Das macht allen Beteiligten keinen Spaß und verwässert die Ergebnisse der Ligen.

Der PSV Schachverein hat erfreulicherweise Spiellokal und Leute. Und so ist es schön, mal wieder Turnierluft zu schnuppern und die Atmosphäre eines Punktspiels zu fühlen. Wobei  es dem Schachkid nicht an Turnierluft mangelt. Es geht gegen Empor Schenkenberg. Von dem Verein hat das Schachkid noch nie was gehört. Die Mannschaft kommt auch nur zu sechst – da ist die Führung von 2:o schonmal sicher.

Das Schachkid hat einen Gegner erwischt, der nett ist, aber reichlich nervös und in einigen Dingen ziemlich unangenehm. Das Schachkid hält wenig davon, wenn der Gegner Käsestangen, Muffins und sonstige Dinge am Brett mampft. Das sollte man dann schon woanders machen. Das Schachkid mag es auch nicht, vom Gegner heftig angeatmet und von einer Zigarillowolke umgeben zu sein, wenn der Gegner aus der Raucherecke zurück kehrt. Und erst recht mag es das Schachkid nicht, wenn der Gegner ständig nervös auf seinem Arm herum trommelt.

Zur Strafe wird der Gegner vernichtet.

Auffällig ist, wie passiv Weiß die Partie  spielte. Er greife sonst an, erklärte der Gegner. Aber bei der hohen DWZ  (1650) des Schachkids wolle er lieber verteidigen. Damit gibt er das Heft des Handelns aus der Hand. Das Schachkid empfiehlt, keine Angst vor Zahlen zu haben.

Das Schachkid versucht, die Zentrumsbauern voran zu treiben und durch Damenmanöver am Damenflügel Schwächen zu erzeugen. 27. … d3 übersieht das Schachkid. Aber der Gegner wird mehr oder weniger zusammengeschoben. Irgendwann kann das Schachkid eindringen. Der Gegner wird hektisch. Das nimmt das Schachkid auf und spielt absichtlich sehr schnell. Der Gegner ruft „Halt, Halt“ und kommt nicht mit dem Schreiben mit und wird nervöser. Und kann gerade noch von Mannschaftskameraden davon abgehalten werden, sich einen Zigarillo am Brett anzuzünden. Schließlich kämpfen Dame und Läufer gegen zwei Türme. Zum Schluss wird noch der Turm stehengelassen.

Ein krönender Abschluss der Liga, die mit 3 aus 5 Punkten vom Schachkid beendet wird.

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