27. Juli 2021

Czech Open in Pardubice – Schachkid sieht nix

Der erste Gang des Tages führt das Schachkid zu Rezeption. Der Reinigungssservice hat das Zimmer des Schachkids vergessen. Die M&Ms in der Minibar werden knapp.

Nach dem Frühstück wird erstmal das gestrige Restaurant negativ bewertet. Das Schachkid kommt gerade im Restaurant an, als die Kellnerin einen Gast mit einem Glas Limonade begießt. Balance halten ist nicht ihr Ding. Das Schachkid bestellt bei eben dieser Kellnerin Bier und Essen. Ziemlich flott kommt die Kellnerin mit 6 Suppen anbalanciert, wobei sie die vollen Suppentassen aufeinander gestapelt hat. Da balancieren nicht ihr Ding ist, schafft sie es gerade so zum Tisch des Schachkids. Die Suppenlöffel landen auf der Strasse bzw. dem Bürgersteig. Nun hat das Schachkid eine Suppe, aber keinen Löffel und sitzt auch sonst auf dem Trockenen. Das Bier kommt erst einige Zeit nach dem Essen. Das Schachkid kann sich gut vorstellen, was der Schachwizard dazu sagen würde, der das professionell macht, das Servieren.

Zum Mittag wird ein Restaurant gesucht – natürlich landet das Schachkid wieder hier. Das kann sich das Schachkid nicht erklären. Heute wird vor der Runde kein Alkohol getrunken, denkt sich das Schachkid. Und bestellt sich einen Beafeater mit gesunden Gürkchen.

Im Second Hand Laden noch eine Schallplatte von Edith Piaf und ein Schachbuch gekauft, das Schachkid kann es nicht lassen, dann gehts weiter.

Heute spielt das Schachkid gegen Natasa Richterova. Lustigerweise gibt es zwei Damen diesen Namens im Turnier, eine WIM im A-Open und eine Dame im C-Open. Das Schachkid wählt die Sparvariante.

Es wird eine Partie, wo das Schachkid reihenweise Siegeschancen liegen lässt, wie die  Varianten in der obigen Partie zeigen. Das Schachkid spielt langsam, versucht alle Züge zu durchdenken, bleibt während der Partie größtenteils am Brett sitzen. Und sieht trotzdem nix. Im Gegenteil bleibt dem Schachkid kurz nach 29. … Sxd5 das Herz stehen, als die Leichtfigur nicht wieder genommen werden kann. Zum Schluss nach allen übersehenen Siegeschancen hat das Schachkid einen Turm mehr, steht aber im Dauerschach.

Es regnet passend zur schlechten Laune des Schachkids. Da kann auch das Hotelrestaurant mit seinem miesen Essen nix retten. Es bleiben Frust beim Schach und Frust beim Essen. Zumindest vorbei sind die Zeiten, als dem Schachkid die Partien egal waren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.