10. Juli 2022

41. St. Veiter Jacques-Lemans-Open – Und ewig lockt das Schlenkerla

Ja, spielt das Schachkid denn noch Schach, fragt sich der geneigte Leser. Ja, das tut es. 2022 gab es schon reichlich Gelegenheit  dazu. Die deutsche Schachamateurmeisterschaft  in Potsdam (lief mittelmäßig), das Harald-Lieb-Gedenkturnier in Zehlendorf (lief überhaupt nicht), das Rudolf-Teschner-Gedenkturnier in Berlin (lief amüsant) und das Debüt des Schachkids in der Landesliga (lief super).

Das Schachkid hatte jedoch wenig Lust zum Schreiben, sozusagen eine Schreibblockade. Und mentale Schwierigkeiten beim Schachspiel, wenig Motivation und erst recht keine Lust. Aber das ist Vergangenheit. Das Schachkid ist mit dem dicken Doktor, des Schachkids bärtige Muße, beim 41. St. Veiter Jacques-Lemans-Open. Der baldige FM, sonst ein treuer Mitreisender, ist nun Student und hatte Prüfungen und musste nun zu Hause bleiben. Was sehr schade ist, dafür ist er aber mittlerweile auch FM und wird daher künftig nur noch „Der FM“ heißen. Den Titel „Baldiger IM“ muss er sich erst noch verdienen.

Vor dem Turnier hat der liebe Gott 1.000 km Fahrt angesetzt. Das Schachkid fährt schon mal am Freitag los und kommt genau bis zu McDonalds. Kenner, besonders der dicke Schachwizard wissen, wo  das ist. Da muss das Schachkid umdrehen, das Laptop liegt daheim. Das geht gut los, den ganzen Tag gearbeitet, erst um 16.30 Uhr losgefahren und eine halbe Stunde für die Katz.

Bamberg ist eine Stadt, in der die Preise durch die Decke gehen. Also  schläft das Schachkid im Hotel Göllner in Hirschaid auf dem Land. Das Hotel hat um 20.30 Uhr keine Küche mehr, es gibt nicht mehr mal Bier. Nur an der Rezeption kann der hausgemachte Bockbbierlikör erworben werden, der nun nicht satt macht. Auch die benachbarte Tankstelle hat schon geschlossen, drei Kundinnen sind fassungslos. Personalmangel allerortens.

Bleibt der Weg zum dicken Doktor. Dieser offeriert Nüsschen und ein Schlenkerla. Sein Kühlschrank ist eine Wüste. Der dicke Doktor versucht es mit einer Ernährungsumstellung. Vorher hat er offenbar alles weggefuttert. Immerhin das Schlenkerla bleibt, was zumindest das Schinken riecht. Es ist ein Drama.

Im Hotel angekommen feiert Hirschaid ein Dorffest. Man spielt Musik von den Ärzten und arbeitet sich dann zur neuen Deutschen Welle vor. Der dicke Doktor, ein ausgesprochener Kenner und Analyst von Dorffesten warnt vor Phase 3 – der Ballermannphase.  Die gibt es in Hirschaid nicht, ein Restkultur hat sich Franken offenbar bewart.

Bleibt nir das Hoffen auf Österreich.

 

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