12. Juli 2021

40. St. Veiter Jacques-Lemans-Open – Start mit Hindernissen

Impfen vor Schachopen ist keine gute Idee. Was das Schachkid schon gemerkt hat, bekommt der dicke Doktor nun zu spüren. Völlig breit liegt er nach schlafloser fibrieger Nacht auf der Rückbank des Autos und kriegt keinen Ton mehr raus, während das Schachkid gemütlich Richtung München zockelt. Der baldige FM ist gut gelaunt und zieht singend durch die Strassen Bambergs. Das Auto ist erfüllt vom Knackerduft. Das Schachkid hat beim Fleischerlä beim dicken Doktor ums Eck einen Großeinkauf gemacht und sogar noch 5 Knacker kostenlos als Dreingabe bekommen.

Dieses Jahr keine Staus Dank Google Maps, das flexibel um die Staus herum routet. Das clevere Google schickt das Auto mit seiner Besatzung über die Grenze auf dem platten Land. Clever, hier ist Österreich plötzlich da. Auf der Autobahn steht die Polizei und kontrolliert die Einreise. Nicht, dass man noch wegen Knackerschmuggel angehalten wird.

Kurzer Ärger am Rasthof. Das Schachkid will tanken, die Zapfsäule ist blockiert. Die dicke Wuchtbrumme, die aussieht wie Walter aus der RTL-Serie „Hinter Gitern“, nur dicker und tätowierter, weigert sich beharrlich, die Zapfsäule freizuschalten. Der dicke Doktor und der baldige FM pausieren neben einer illegalen Chemiemüllhalde. Deutsche Autohöfe können einladend sein.

Vor Ort zeigen sich unerwartete Probleme. In Österreich müssen keine Masken getragen werden. Nur in Supermärkten ist das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht. Abstand ist auch nirgends ein Thema. Die Ösis setzen auf 3G – nicht die Internetgeschwindigkeit, sondern Gestestet, genesen oder geimpft. Ohne Testnachweis oder Impfpass geht gar nix. Im Hotel ist dies vorzuzeigen, im Restaurant und jeden Tag beim Turnier. Der baldige FM und das Schachkid bekommen beim Turnier einen grünen Pass und haben Narrenfreiheit, da geimpft.

Kompliziert wirds beim dicken Doktor. Dessen Impfung ist zu „neu“ und zählt noch nicht. Also braucht er jeden Tag einen Test. Praktischerweise ist neben dem Hotel ein Testzentrum.  Was überlastet ist. In Apotheken darf der dicke Doktor nicht. Fürs Testcenter online anmelden kann er sich mangels österreichischer Adresse auch nicht. Seine Testergebnisse bekommt er mangels österreichischer Telefonnummer nicht aufs Handy. Der dicke Doktor sieht aus, als ob er gleich die Rückreise antritt. Per Direktnonstopflug via Abwurf mit Fallschirm über Bamberg. Der baldige FM berichtet später ängstlich von bösen Blicken des Doktors.  Und so ist es bei dem Stress kein Wunder, dass der dicke Doktor die erste Runde abends schnell verliert und nach einer übersehenen Kombonation gegen einen FM früh zu Bett geht.

Das Hotel glänzt dieses Jahr auch nicht. Der Wellnessbereich hat zu. Und auch die Hotelbar. Wegen Corona. Das Schachkid hält das für eine schlechte Ausrede. Restaurants sind schließlich offen. Das Schachkid fragt sich, wo es am Nachmittag seinen Zweigelt trinken soll.

Dafür läuft es schachlich. Der baldige FM ist nach drei Stunden mit seinem Gegner fertig. Das Schachkid hat einen sehr lustigen Rentner zugelost bekommen, der aber seine Entwicklung nicht abschließt.

Da hat das Schachkid kein Problem, das auszunutzen und den Gegner elegant zusammenzuschieben und mit einem hübschen Abschluss matt zu setzen. Offenbar hat sich das Training mit dem dicken CM gelohnt.

Der Abnd wird im Hirtenstubl bei guten österreichischen Bier beschlossen.  Die Kellnerin entschuldigt sich, dass die 0,2l Biergläser aus seien und die daher ein 0,5l Bierglas bringen müsse. Probleme haben die Ösis…

 

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