Die ersten Tipps des Trainers

Man möge dem Schachkid eine andere Spotart zeigen, wo so etwas möglich ist. Dass der Trainer wesentlich jünger und besser ist als der Trainierende. So ist eben Schach.

Das Schachkid hat seine erste Trainingssession überstanden. Nun, es hat seinen Preis, macht aber großen Spaß. Es ist durch nichts zu ersetzen, wenn man Fragen stellen kann und sofort ein Feedback bekommt. Das kann kein Buch und keine interaktive DVD leisten.

Vom Feedback des Trainers war das Schachkid überrascht. Seit 9 Monaten hat sich das Schachkid ein Eröffnungsrepertoire aufgebaut, ein sehr passives und positionelles. Dummerweise spielt das Schachkid lieber taktisch und auf Angriff. Also muss ein neues Eröffnungsrepertoire her, meint der Trainer. Da ist das Schachkid erstmal frustriert. Neun Monate Arbeit für die Katz? Nun, manchmal läuft man eben Umwege zum Ziel.

Der Trainer gab den Tipp, Eröffnungen mittels des Chesspositiontrainers zu lernen. Mit dieser Software traininert man faktisch das Auswendiglernen einer Eröffnung. Ähnlich wie ein Karteikasten beim Vokabel lernen wiederholt das Programm Stellungen und Varianten so oft in verschiedenen Abständen, bis man sie drauf hat. Dieser Ratschlag des Trainers hat das Schachkid überrascht. Es dachte immer, pures Auwendiglernen sei der falsche Weg. Ein grundsätzliches Verständnis typischer Pläne sei ausreichend. Nun, vermutlich ist es ein gesunder Mittelweg, der es bringt.

Sehr angetan war das Schachkid von dem Hinweis des Trainers, dass es pures Taktiktraining nicht bringt. Vielmehr sei es notwendig, zu wissen, warum man bestimmte Züge spielt. Dem kann das Schachkid nur zustimmen.

Der dritte Ratschlag war schließlich, nach jedem Zug die Bedenkzeit aufzuschreiben. Dem wird das Schachkid umgehend beim nächsten Punktspiel folgen. Der Trainer möchte analysieren, wo das Schachkid zu kurz oder zu lange nachdenkt. Das macht irgendwie Sinn.

Das Schachkid freut sich schon auf das nächste Training.

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