28. November 2019

Die Brandenburger Schachjugend und der Vorsitzende des AfD – Kreisverbandes Barnim Teil 3

Am 21.10.19 hat Schachfreund Peter Harbach den Beitrag „Politik in der Schachjugend“ auf der Seite der Brandenburger Schachjugend wie folgt kommentiert:

„Ich habe erst jetzt diese Diskussion um die Unterstützung eines Trainings mitbekommen und finde die Auseinandersetzungen dazu spannend. Zunächst zum Förderverein – ich bin stellvertretender Vorsitzender dieses Vereins und bemängele, dass Herr Weingardt ohne Abstimmung mit mir über diese Unterstützung entschieden hat, so kann eine gute Vereinsarbeit nicht funktionieren. Als ich erfuhr, dass Herr Weingardt nicht nur ein engagierter AfD-Politiker ist, sondern auch vor Verfälschungen der Geschichte nicht zurückschreckt (“Die Linken wissen ganz genau, was sie tun und warum es ihnen so wichtig war, die National-Sozialisten den Rechten in die Schuhe zu schieben.”), beendete ich meine Zusammenarbeit mit Herrn Weingardt und übernahm in Übereinstimmung mit den Mitgliedern die Leitung der Schachfreunde Groß Schönebeck. Der Förderverein ist seitdem praktisch nicht mehr handlungsfähig, da ich das Einwerben von Geldern (ich habe ca. 90% der Gelder eingeworben) einstellte. (Praktisch ergaben sich daraus keine Probleme, die Spenden sprudelten reichlich weiter und flossen unserem Verein direkt zu.) Eine für das Training unserer Schachfreunde Groß Schönebeck ursprünglich vereinbarte Unterstützung des Fördervereins lehnte ich ab und übernahm die Kosten selbst. Von Herren, die Politiker wie den Brandenburger AfD-Chef Kalbitz hofieren, der u.a. mit Worten wie „Wir werden auf ihren Gräbern tanzen“ in Erscheinung trat und damit politisch Andersdenkende meinte, nehme ich kein Geld an. Und eine solche Gesinnung werde ich auch meinen Jugendlichen nicht vermitteln. Ich freue mich auch über die engagierten Meinungen, die sich nicht hinter der Neutralität des Sports verstecken – das nahm vor 80 Jahren mal ein böses Ende.

Peter Harbach
Schachfreunde Groß Schönebeck“

Ich kann Peter Harbach nur  meinen Respekt für diese Worte und seine Entscheidung zollen.

Anfang September 2019  gibt der Chef des Deutschen Feuerwehrverbandes der Lausitzer Rundschau ein Interview. Er warnte vor einer Unterwanderung von gesellschaftlichen Verbänden und Organisationen durch die AfD. Seine These ist, dass die AfD versucht, die Gesellschaft so nach rechts zu rücken, Einfluss auf die Jüngsten der Gesellschafz zu nehmen.

Dagegen muss sich eine Demokratie wehren. Zivile Organisationen müssen sich wehren und die Präsenz der AfD verhindern und anprangern, wo es nur geht. Peter Harbach hat es getan, dafür hat er meinen tiefsten Respekt.

Die Brandenburger Schachjugend lässt diese Distanzierung nach wie vorher vermissen!

 

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