1. November 2019

1. Aberia Open – Taktikfeuerwerk zum Abschluss

Letzter Tag in Wien und letzte Runde des 1. Aberia-Opens. Der Wettergott gibt nochmal alles. Sonne und 22 Grad, und das Ende Oktober, Die Partie muss schnell beendet und das Schachkid ins Kaffeehaus, ehe der Flug geht.

Heute spielt das Schachkid gegen einen echten Klischeealbaner, wie er im Buche steht. Die breiten Schultern, das rauhe Gesicht, der Bart, die Hakennase – als sei er aus einem Buch von Karl May entsprungen.

Das Schachkid möchte gerne am Königsflügel angreifen. Der Gegner nutzt die Gelegenheit, die Dame des Schachkids hin und her zu jagen. Aktiv, aber kein wirklicher Plan. Der Einschlag 22. … Sxg2 sieht jedoch ganz fürchterlich aus und lässt das Schachkid erstmal ratlos am Brett hocken. Im Zweifelsfall helfen nur Gegendrohungen. Der Gegner macht auch gleich mit h5 einen Fehler. Das Schachkid greift nun an. Übersieht aber leider das schöne Matt 28. Txg7+ Kxg7. 29. Se7#.

Dauert die Partie nun doch länger. Eine Stunde Kaffeehaus weniger. Im Endspiel setzt das Schachkid auf seine Bauern. Überraschenderweise wird es nochmal ganz schön knapp. Plötzsich versucht Schwarz, am Königsflügel Freibauern zu bilden. Ein Tempo weniger und das Schachkid hätte noch verloren. Der Gegner schreibt schon seit 20 Zügen nicht mehr mit, hofft im Endspiel aber noch Remis. Aber das Endspiel hat sich das Schachkid mal angeschaut, Remis ausgeschlossen.

Der Gegner beglückwünscht das Schachkid und meint, er habe schlecht gespielt. Seit zwei Tagen Kopfschmernen und Schnupfen. Das versteht das Schachkid dann aber doch nicht, warum die Leute immer Ausreden bringen und nicht einfach akzeptieren, dass sie schlecht gespielt haben. Wenn man sich nicht gut fühlt und krank ist, bleibt man daheim im Bett und spielt kein Schachopen mit. Aufbauen tut er auch nicht. Das kann das Schachkid gerade leiden.

Dem Schachkid ist es egal. Mit 3,5 aus 7 Punkten ist das Schachkid recht zufrieden. Und die Zeit reicht noch dafür, ob noch im Cafe Landsmann zu sitzen, ein traditionsreiches Cafe an der Wiener Ringstraße. Mit hervorragenden Wiener Schnitzel, Fiaker (Cafespezialität) und Nusstorte.

Wien ist auf jeden Fall eine Reise wert, zudem Wien auch eine reiche Schachtradition aufweisen kann. Das Aberia-Open wird das Schachkid nicht noch einmal spielen. Das Spiellokal war etwas außerhalb und der Rundenbeginn sehr spät. Aber nette Leute da. Und Wien hat noch einige Schachopen zu bieten.

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