30. August 2020

39. St. Veiter Jacques-Lemans-Open – Das wars

Letzter Tag, Abfahrt, das wars. Der Dr. Dave will pünktlich um neun los und rollt mit dem Koffer zum Empfang. Der zukünftige FM und das Schachkid schauen aus dem Frühstückssaal nach oben, sehen den Dr. Dave vorbei ziehen und beißen in ein Brötchen. Da kann der Dr. Dave auf sein Frühstück verzichten und noch so viel Hektik verbreiten wie er will, das Schachkid hat den Autoschlüssel.

Mit der Abfahrt wird es sowieso erstmal nichts. Im Urlaub ist es ja immer so, dass man mehr zurück bringt als man mitgenommen hat. So auch beim Schachkid. Einen zukünftigen FM hat das Schachkid mitgebracht, zwei zukünftige FM fährt das Schachkid zurück. Zwei verpeilte Jugendliche mit einer sehr beachtlichen Elo sind trotzdem verpeilt und haben den Zug verpasst. Die kommen nun erstmal zum Hotel gewackelt und dann wird beratschlagt, die man die beiden transportieren könne. Das Auto vom Schachkid ist voll. Zum Glück sind noch ein paar Hamburger da, die den zweiten Jugendlichen mitnehmen.

Das Gepäck wird derweil umgepackt und die beiden zukünftigen FMs auf der Rückbank hocken zwischen Bier, Wein und stark duftender Salami. 1.000 km, 10h Autofahrt liegen an. Das Schachkid ist froh, dass es der Fahrer ist. Als Beifahrer stellt sich das Schachkid das sehr langweilig vor. Die beiden künftigen FMs haben sich gesucht und gefunden, schlafen abwechselnd oder fachsimpeln stundenlang über Eröffnungen. Da ist der vordere Teil des Autos raus.

Stau an der Grenze, Corona zeigt seine Zähne, Grenzkontrolle und spontane Tests auf der deutschen Seite. Das Schachkid umkurvt elegant die Grenzpolizei über die Raststätte. An dieser gibt es einen Automaten mit Haschkeksen.

Auf der deutschen Seite wird der nächste Stau umfahren, um in einen Stau reinzufahren. Der Dr. Dave schläft und schaut zwischendurch immer wieder sehr skeptisch aus dem Autofenster. Auf der deutschen Seite wird getankt, natürlich ohne Maske. Das ist das Schachkid nach einer Woche in Österreich ohne Maskenpflicht nicht mehr gewohnt. Das Schachkid wird von der überforderten Servicekraft des Gebäudes verwiesen. Das Schachkid fragt dreimal nach, wie es denn zahlen solle. Die Servicekraft erklärt dreimal, ohne Maske ginge nix. Das Schachkid erklärt dreimal, dass es keine Maske hat und bietet beim vierten Mal nachfragen an, ohne Bezahlung weiter zu fahren. Die Servicekraft holt die Chefin. Diese lässt das Schachkid nun endlich zahlen. Die Diskussion hat 10 Minuten gedauert, der kontaktlose Bezahlvorgang 10 Sekunden. Das hätte die Servicekaft auch kürzer haben können. Augen auf bei der Personalauswahl sagt da das Schachkid nur…

Mit dem Open sind alle mehr oder weniger zufrieden. Das Schachkid hat nix wesentliches versemmelt und ein paar Punkte gewonnen. Der künftige FM hat kein schlechtes Turnier gespielt, gegen einen GM war ein Remis drin. Aber er selbst sieht das Turnier auch nicht als überragend an. Richtig zufrieden ist eigentlich nur der dicke Dr. Dave, der eine tolle Turnierleistung hatte.

Einige Tage nach der Rückfahrt, Email aus St. Veit – ein Teilnehmer hat sich doch irgendwie und irgendwo mit Corona infiziert. Der künftige FM brät noch an der Ostsee am Strand, während der Dr. Dave und das Schachkid schon wieder mehr oder weniger arbeiten. Kurze Konferenz bei Whats App, alle fühlen sich gut, offenbar muss nienamd in Quarantäne.

Das nächste Schachopen wird schon einmal geplant. In diesen Zeiten ist Planungssicherheit ein Fremdword. Und wenn man seinem Hobby nachgehen will, muss man flexibel sein. Das nächste Open ist Sachsen lockt…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.