Murphys Gesetzt schlägt zu – Ramada-Cup in Köln

Getreu Murphys Gesetz, das schiefgehen wird, was nur schiefgehen kann, und zwar mit größtmöglichen Schaden, ging auch die Anreise nach Köln gleich gut los. Das Telefon des Schachkids klingelt, die Umzugsfirma sagt ab.

Das Schachkid bestellt sich ein Taxi zur Firma, um sich zum Bahnhof kutschieren zu lassen, Das Taxi ist da, das Schachkid 5 Minuten später auch, da fährt das Taxi gerade wieder los, und ohne das Schachkid. Auf telefonische Nachfrage erklärt der Taxifahrer Guido Podstawa , man habe es nicht nötig, 5 Minuten auf den Kunden zu warten.

Resultat: Das Schachkid ruft ein anderes Taxi. Der Regio ist weg, der Anschlusszug nach Köln auch. Im selbigen sitzt Anja, die mitreisende reizende Brieserin und hat das Ticket mit Zugpreisbindung.

Das Schachkid wartet auf den nächsten Regio und versucht, via Bahnapp ein neues Zugticket zu buchen. Fünfmal versucht, fünf Fehlversuche. Der Puls des Schachkids steigt. Zuerst wird ein Sparpreis angezeigt, den das Schachkid bucht, der dann aber plötzlich ausverkauft ist. Zwischendurch bricht ständig das Handynetz zusammen, und zwar grundsätzlich vor dem letzten Buchungsschritt.

Also müssen die 10 Minuten Aufenthalt am Berliner Hauptbahnhof genutzt werden, um am Automaten fix ein Ticket zu buchen. Natürlich hat nun der Regio, indem das Schachkid sitzt, Verspätung, Der vorherige Zug, wo das Schachkid mal eine Verspätung brauchte, hatte natürlich keine Verspätung. Tolle Bahn. Die App geht nicht, 5 Minuten zum Umsteigen und Ticket kaufen. Das Schachkid, der gewiefte Krisenmanager, kriegt es hin.

Im ICE macht sich neben dem Schachkid ein junges Mädchen breit. 1,50m hoch ist die Dame, blockiert aber mit der riesigen Handtasche den Sitz. Das Schachkid geht vor die Tür, um mit der Umzugsfirma zu verhandeln. Im Zug zurück hat sich das junge Mädel in einen Senior verwandelt. Dieser entschuldigt sich für die Optik, die dem Schachkid nun entgangen ist. Der Senir blockiert dafür nicht den Sitz.

Anja hat derweil mit dem IC schon 15 Minuten Vorsprung. Aber das Schachkid braust im ICE mit 250 km/h dahin und überholt die Anja auf den rechten Gleis. Das Schachkid muss gar auf Anja in Hannover warten. Glückliche Wiedervereinigung auf dem Bahngleis.

Es geht übrigens zum Ramada-Cup in Köln. Des Schachkids Freund und Schachtrainer hat dem Schachkid zuvor zwei dicke Moralpredigten gehalten. Länger nachdenken solle das Schachkid, nicht so schablonenhaft spielen und nicht alles planlos abtauschen. Das Schachkid will es versuchen, ist aber schon total planlos ob der chaotischen Anreise und des geplatzten Umzugs. Ein entspanntes Turnier sieht anders aus. Immerhin, das Schachkid hat sich an den Trainingsplan des Schachwizards gehalten und täglich was gemacht.

Die weitere Anreise verläuft überraschend glatt. Keine Bombendrohungen wie im letzten Jahr. Ein Taxi ist auch zur Stelle. Gut, der Regio nach Brühl ist übervoll. Man kuschelt mit den Jecken und knüpft freundliche Kontakte. Das Schachkid verkündet, dass man sich als preußische Touristen verkleidet habe. Anja weigert sich, den Bären an seinen Schwanz zu ziehen.

Merkwürdig, das Taxi zum Hotel kostet im Vergleich zum Vorjahr nur die Hälfte. Der gechillte Mitarbeiter vom Vorjahr steht wieder an der Rezeption. Gegenseitige Wiedersehensfreude.

Abends um 23.00 Uhr – Man trifft auf Bekannte. Der Springer ist da, der Guido. Er macht eine Schirinorm und hat offensichtlich noch großes als Schiri vor.

Kommentieren