Kleiner Körper, Großer Denker

„Kleiner Körper, Großer Denker“ – gelesen auf dem Shirt eines Minikids. Dieser Spruch gefällt dem Schachkid sehr. Zeigt er doch das Schöne am Schach. Man darf seinen Gegner niemals unterschätzen. Egal ob Senior oder Kind, jeder kann gewinnen.

Die 3. Partie des Schachkids gegen Ralf Döhne aus Eisenhüttenstadt war fast ein Heimspiel. Briesen und Eisenhüttenstadt liegen nicht weit auseinander. Das Schachkid brachte einen Engländer aufs Brett. Irgendwie fuhr sich die Struktur fest. Das Schachkid fand nie richtig in die Partie und nahm dankbar das Remis des Gegners an. Schwarz steht klar besser. Die beiden schwarzen Springer sind mobiler als die weißen Leichtfguren. Die weißen Bauerm a4 und c4 sind sehr schwach. Das Schachkid weiß nicht recht, wieso die Partie so zäh verlief. Hier verläuft wohl die Grenze zur Denke besserer Spieler, die solch eine Stellung anders einschätzen und anders angehen würden.

Chefää erzielte sein übliches Ergebnis, Remis und das relativ zügig. Brauni kämpfte lange, verlor aber gegen ein kleines motiviertes Schachkid.

Wie richtet man als Besucher im Spielsaal Chaos an? Man laufe durch die Reihen, stoße beim Vorbeigehen eine Wasserflasche um, die natürlich mitten aufs Brett fällt und die Stellung demoliert. Der Zuschauer stellt hektisch die Figuren wieder auf und entschuldigt sich. Und der schwarze Spieler fragte sich, ob der weiße Bauer wirklich schon auf a3 stand. So beobachtet in der F-Gruppe.

Das Schachkid war zur Erholung da und besuchte kurzerhand eine Thaimassage. Darin enthalten war auch eine Kopfmassage. Diese Prozedur kann das Schachkid sehr empfehlen. Mit durchmassierten Verstand ging es in die Nachmittagsrunde.

Karl Friedrich aus der nahen Umgebung musste gegen das Schachkid ran. Slawisch kam aufs Brett. Slawisch hatte sich das Schachkid extra angeguckt. Im 5. Zug wollte es Lf5 spielen, docch wwas tun, wenn der Gegner 6. Db3 spielt? Die Bauern f7 und b7 hängen. Hier hat das Schachkid noch erheblichen Nachholbedarf.

Durch eine kleine Kombination konnte das Schachkid eine Figur gewinnen und den Punkt einfahren.  Das Schachkid ist total überrascht, nun drei aus vier Punkten zu haben, da es nur mit einem Punkt im Open gerechnet hatte.

Chefää gewann relativ schnell gegen seinen dauerbemützten Gegner aus Hamburg. Brauni  hatte einen sehr starken Königsangriff, wieder einmal gegen ein Schachkid. Dieses verteidigte sich ausgesprochen zäh, sodass die etwas unglückliche Brauni mit Remis vorlieb nehmen mussste.

Das Schachkid erspähte derweil am Stand des anwesenden Schachhändlers Chessware Chessbase 13 und schlug zu, also kaufte die Software. Im Grunde genommen weiß das Schachkid nicht recht, was es damit soll. Chessbase13 könnte beim Training aber nützlich sein. Das Schachkid wird an anderer Stelle davon berichten.

Der Abend klang zuerst im Wellnessbereich, dann am Buffet und letztendlich an der Bar, hier wieder duch Rollmops verstärkt, aus. Der Wellnessbereich besteht übrigens aus einem nierenförmigen Planschbecken, einen Whirlpool ohne Wasser und aus einer Minisauna, wo nur eine Person rein passt. Im ganzen Wellnessbereich finden sich keine Handtücher. Geschweige denn, nette Hintergrundmusik oder eine schöne Atmosphäre. Das können andere Hotels besser.

Die Bardame riß es wieder raus. Sie mixte dem Schachkid, dass sich nicht an den Cocktails der Karte entscheiden konnte, einen eigenen Cocktail mit geheimen Zutaten. Das fand das Schachkid super und möchte die Bar im Ramada Magdeburg ausdrücklich empfehlen.

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