9. November 2019

2. Ludwigsfelder Herbstturnier 2019 – Sonne befördert Remis

Das 2. Ludwigsfelder Herbstturnier steht am 21. September 2019 an. Ein Gruppenturnier mit 3 langen Partien. Da hat das Schachkid Ambitionen, die 1600 DWZ zurück zu erobern. Der Schachwizard auch, der will die 2100 knacken. Er spielt seit langem mal wieder ein Turnier mit und ist müde, aber motiviert.

Das Event findet im Waldhaus statt. Kein Ausflugslokal, wie der Name vermuten lässt, sondern ein Gemeindehaus im in Ludwigsfelde. Waren es im Jahr 2018 noch 24 Spieler, erlebt die 2. Auflage des Turnieres einen wahren Ansturm. 50 Spieler sind da, nicht alle Interessierte konnten spielen. Es ist etwas eng, aber man richtet sich ein. Der gastgebende Verein hat Ambitionen und hofft, im Folgejahr in größeren Räumlichkeiten mehr Spieler begrüßen zu dürfen.

Das Schachkid ist mit bekannten und unbekannten Gegnern in der Gruppe. Sollte zu gewinnen sein. Nach einer Stunde ist der Traum schon ausgeträumt. Das Berliner Talent Phuc Nhat Nguyen spielt noch mehr Turniere als das Schachkid und ein taktisches Angriffsschach dazu. Vor Opfern auf h7 schreckt er nicht zurück. Der Mehrbauer wird nicht ins Endspiel gerettet, sondern die Partie wird am Königsflügel abgekürzt.

Der Schachwizard ist der Stärkste seiner Gruppe, hat es aber auch mit Nachwuchs zu tun. Mit Jim Sohr, ein Königsjäger, der will auch erst einmal besiegt werden. Was dann doch schnell gelingt.

Die 2. Partie der Gruppe scheint noch länger zu dauern. Das Schachkid sucht sich einen Edeka zwecks Wocheneinkauf. Ein Asiate bietet Gin zum Verkosten an. Das Schachkid lässt sich nicht lange bitten. Leider erwähnt er erst später, dass man die Flasche nicht bei ihm, sondern an der Kasse zahlen muss. Da ist das Schachkid gerade an der Kasse durch.

Oha, die 2. Runde läuft schon. Das Schachkid eilt geschwind zum Brett. Der Schachwizard werkelt auch schon an der 2. Runde. Der Gegner des Schachkids ist ein alter Bekannter. Leider wartet das Schachkid noch auf einen Sieg gegen ihn. Sein Sohn spielt eine Gruppe höher. Wie so oft kam dieser Papa über den Sohn zum Schach. Und oft werden diese schachspielenden Väter richtig gut.

Vor der Tür wird das Schachkid von einem Leser dieses Blogs angesprochen. Das freut das Schachkid doch sehr, dass dieser Blog tatsächlich gelesen wird, Man philosophiert, warum fast jeder Schachspieler besser werden will, nicht besser wird und nach Jahren trotzdem seine Ambitionen nicht fallen lässt. Vermutlich fehlt es im Schach an ausgefeilten Trainingsprogrammen im Gegensatz zu anderen Sportarten.

Weiß hat sich derweil einen Freibauern bilden können. Der Angriff des Schachkids am Damenflügel war wohl keine kluge Idee. Das Schachkid bietet vorsichtshalber Remis an, was der Gegner auch annimmt.

Der Schachwizard verzieht derweil ständig das Gesicht. Das ist bei ihm immer ein schlechtes Zeichen. Dann ist er unzufrieden. Turmendspiele kann er aber, was den zweiten Punkt einbringt.

Die Siegerehrungen finden draußen statt. Die Turnierleitung lässt heute ständig die Pokale fallen. Die sind aber offenbar sehr widerstandsfähig.

Michael Lehmann ist der letzte Gegner. Man ist sich schnell einig, dass man die Sonne genießen muss. Nur 1 aus 3 Punkte. Aber manchmal muss man einfach die Herbstsonne genießen.

Caro-Cann-Hauptvariante. Die kann das Schachkid, hat danach aber keinen Plan, wie es weiter geht. Draußen scheint die Sonne. Das Schachkid glänzt heute nicht durch übergroßen Ehrgeiz und bietet Remis an. Der Gegner überlegt 10 Minuten, will dann aber wohl auch chillen.

Das Schachkid sitzt schon in der Sonne. Da hat der Schachwizard noch nicht mal die 3. Runde angefangen. Und den schwersten Gegner hat er noch. Moritz Petersen ist eher in stillen Kellern unterwegs, der Mann wird Pathologe. Ist aber heute am Brett heute sehr lebendig unterwegs. Es wird eine lange Partie und ein äußerst komplexes Endspiel Nach Stunden herrscht das Gebot der Vernunft. Man einigt sich auf Remis. Gruppensieg für den Schachwizard dank seiner zähen Endspieltechnik, während das Schachkid in der Sonne chillt.

Ein schönes Turnier in einem etwas beengten Turniersaal mit einem netten gastgebenden Verein.

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