10th International Chess Festival “ISCHIA the Green Island”

Lucky, der Schachwizard und das Schachkid haben sich aufgemacht, um in fernen Gefilden, auf Ischia, zu urlauben und Schach zu spielen.Im Laufe der Woche wird noch der Superdave nachkommen und moralische Unterstützung liefern.

Das 10th International Chess Festival “ISCHIA the Green Island” scheint ein kleines überschaubares Turnier mit moderaten Schwierigkeitslevel zu sein. Man spielt eine A- oder eine B-Gruppe. Daneben gibt es noch ein kleines Schnellschach- und ein Blitzturnier. Wie die Turnierseite zeigt, verirren sich ein paar Titelträger ins A-Open. Wobei der einsame FM und die CMs doch sehr moderate Zahlen aufweisen. Da sollte der Schachwizard durchaus gute Chancen haben.

Der Lucky überlegt noch, ob er die Herausforderung im A-Turnier sucht oder doch lieber entspannt im B-Turnier Urlaub macht. Dort hätte er Siegesschancen, muss aber natürlich am Schachkid vorbei, dass immerhin auf Platz 8 gesetzt ist.

Das Turnier findet im Hotel „Villa Angela“ statt, eine durchaus schöne Anlage mit Pools und vielen Blumen. Leider liegt das Hotel direkt an der Hauptstraße, die mächtig lärmt. Kaum zu glauben, was für eine Rush Our es auf einer kleinen Insel geben kann.

Überhaupt der Verkehr, für ordnungsliebende Deutsche ein einziger Alptraum. Der Italiener fährt per se chaotisch, jedenfalls aus deutscher Sicht. Die Italiener haben bestimmt ein System. Man gibt Gas, egal wie eng die Straße ist. Ganz dem Klischee entsprechend sind Roller omnipräsent. Die natürlich links und rechts überholen. „Der Kopf muss gehen wie eine Rundumleuchte.“ hat der Fahrlehrer seinerzeit dem Schachkid gesagt. Das ist hier überlebenswichtig. Auf der Insel sind die Straßen eng. Mehr als 40 kann man faktisch nicht fahren. Busse hupen vor Kurven, um vor sich selbst zu warnen. Fährt man wie das Schachkid aus Versehen in eine Nebenstrasse, dazu noch mit einem breiten 1er BMW, wird es ganz spannend. Die Strasse reicht kaum für ein Auto, hat trotzdem Gegenverkehr und dazu noch einen 40 Grad steilen Anstieg.

Das Essen ist auch nicht so doll, aber man hat kurze Wege zum Spielgeschehen. Und die Leute des Hotels sind sehr freundlich und hilfsbereit.

Ischia ist mit 46 m2 die größte Insel im Golf von Neapel und hat einen eigenen Vulkan, den Mounte Epomeo mit einer Höhe von 789 m. Auf diesen ist man natürlich geich am dritten Tag raufgestiegen. Also raufgestiegen sind der Lucky und der Schachwizard. Das Schachkid hat mal wieder seine körperliche Fitness unter Beweis gestellt und hat sich langsam mit vielen Pausen hinauf bewegt, um oben halbtot das Gipfelrestaurant zu erstürmen.

Sonst bietet die Insel viel Natur und Thermen. Die Strände sind auf dem ersten Blick klein und sehr voll. Das Schachkid ist sich noch nicht ganz sicher, ob es die Insel gut findet oder nicht.

Das Hotel hat auch eine Leinwand und Fernseher und überträgt die Fussball-WM. Das Schachkid  guckt sonst nie Fussball, ist aber mit dem Schachwizard und Lucky solidarisch. Das Schachkid guckt das erste mal seit 10 Jahren Fussball und wird ausgerechnet Zeuge von der historischen WM-Pleite der Deutschen Nationalmannschaft. Das ist schade. Etwas Fussballfieber wäre das Sahnehäubchen auf dem Urlaub gewesen.

Das Schachkid hat sich noch kein rechtes Turnierziel überlegt. Keine Remis und eine Platzierung in den Top 10 wären aber ein adäquates Ziel.

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