25. Blickpunkt-Open in Frankfurt (Oder) – ein Desaster…

Text folgt!

 

25. Blickpunkt-Open in Frankfurt (Oder)

Das Schachkid machte sich auf, um von 15. bis 17. September das 25. Open in Frankfurt (Oder) mitzuspielen. Dieses Open ist recht klein und gemütlich und daher immer eine Reise wert. In diesem Jahr fehlen die ganz großen Spieler. Das Feld hat dafür eine angenehme Breite, wo jeder einen gleichwertigen Gegner findet.

Die 1. Runde lässt das Schachkid aus um fit in die zweite Runde einzusteigen. Es geht gegen Andreas Winkler, Der Preuße, er ist vom SC Preußen, hat mit dem Schachkid schon fünf Mal die Klingen gekreuzt. Mal ging es Remis, mal gewann der eine und mal der andere.

Das Schachkid kommt wie immer auf den letzten Pfiff, genauer gesagt zwei Minuten nach der Karenzzeit, was er Gegner dankenswerterweise toleriert. Er hätte durchaus auf den Gewinn bestehen können, ein feiner Zug vom Andreas.

Es kommt der klassische Najdorf auf Brett.  Mit 12.Lf3 setzt Weiß nicht konsequent fort. Im Najdorf gilt es, aggressiv zu spielen.  12.g4 wäre auf Angriff gepolt gewesen. 14. B4 begeistert nicht, denn es lässt einen Bauern stehen. Das Schachkid ist begeistert und hofft, langfristig noch den Bc3 zu gewinnen. 23. Tg3 hat das Schachkid völlig übersehen. Wenn noch 24. De5 kommt, muss Schwarz schon mit Txd4 die Qualität geben.

Die Partie entwickelt sich gut. Es gelingt Schwarz, den gegnerischen schwarzfeldrigen Läufer abzutauschen. Nun fix überlegt und durchgezählt. Der Bc3 ist dreimal angegriffen, aber nur zweimal verteidigt. Schwarz nimmt begeistert den Bauern, aber Weiß nimmt einfach mit den Turm zurück und Schwarz kann nicht wieder nehmen. Dumm gelaufen… Mit 29. …Te4 hätte Schwaz einen zweiten Bauern gewonnen und anschließend gutes Spiel gehabt.

Mittagspause, Zeit die rustikalen Köstlichkeiten der Sportlerkneipe auszutesten. Die Bar empfiehlt Potsdamer, Bier mit roter Fassbrause. Das kennt das Schachkid noch nicht findet es aber großartig. Die Frage nach etwas Süßen kontert der Barkeeper mit Eierlikör im Schokobecher. Zwei gehen mindestens.

Das Schachkid startet leicht beschwingt, um nicht zu sagen am schwankenden Brett in die 2. Runde gegen Cordelia Koppe aus dem schönen Rüdersdorf, was heute lange nicht mehr so staubig wie zu DDR-Zeiten ist.Mittlerweile sitzt man im Nebenzimmer, wo quasi die genullten Spieler hin müssen. Dafür sitzt man bequemer.

Schottisch, kleine Zugumstellung, Blumenfeldtangriff. So fühlt es sich also an, wenn man sich in einer Eröffnung auskennt und man ein gewisses Stellungsgefühl hat. Das muss der Schachwizard, des Schachkids Ex-Trainer wohl gemeint haben, als er gang verzweifelt predigte, das Schachkid solle sich Eröffnungen anschauen.

Die gegnerische Dame wird gegen drei Leichtfiguren eingetauscht. Das kann Schwarz durchaus noch spielen- Ständig muss Weiß auf seine Dame achten. Aber nach 20. H2 wird Schwarz wohl doch noch eine Leichtfigur einbüßen. Schwarz übersieht jedoch ein einzügiges Matt. Alte Männerweisheit, vor Damen aus dem Hiterhalt muss man sich hüten.

 

 

5. Amateurcup in Berlin

Amateurcup in Berlin. 55 Voranmeldungen gab es, weiter 35 Spieler kamen spontan, also 80 insgesamt. Getuschel in der Küche. Essen für so viele Leute ist nicht geplant. Lucky will ja eh einen Döner essen gehen. Wollte er schon Frühstück um neun in der U-Bahn.

Jörg Schulz, Geschäftsführer der Deutschen Schachjugend ist auch da, steht aber nur draußen und raucht Zigarillos. Wieso? Sollte er der Jugend nicht hier ein Vorbild sein?

In der ersten Runde gleich an Brett eins, da kommt das Schachkid nie wieder hin. Weiß spielt das Morra-Gambit. Nach 5 Zügen ist Weiß verwirrt und setzt sich erstmal eine Brille auf, um die Scharfsicht herzustellen. Das Schachkid gibt vorsichtshalber nach 10 Zügen auf und geht an die frische Luft, um einen Terrier mit Schleifchen und den Aufdruck VIP zu bewundern. Allein das Hundevieh flüchtet beim Anblick des Schachkids. Immerhin Lucky gewinnt.

1.Runde gegen Bekim…, das Schachkid ist zu faul, sich nach vorne zu begeben und den korrekten Namen zu lesen. Der Gegner spielt nur in seiner Freizeit Schach, das aber sehr gut. Gott sei Dank übersieht er die taktischen Einsteller des Schachkids, sodass es gerade so zum Punkt reicht. Lucky hat sich komischerweise an Brett 3 platziert, und gewinnt auch noch.

2. Runde gegen Philipp Geiß. Das Schachkid gewinnt gegen den Nachwuchs die Qualität, um dann diese und dann noch einen Läufer einzustellen. Das Turnier geht so los, wie das gestrige aufgehört hat, nur schlimmer.

In der vierten Runde nun gegen eine kleine Dame. Die neu Gelernte Eröffnung macht sich bezahlt. Und bums, ist durch einen kleinen taktischen Kniff der gegnerische Läufer eingesackt und dann der Punkt. Auch wenn das Schachkid wieder bis zum Matt spielen muss. Lucky am ersten Brett gegen Veit Godoij hat es schwer, gewinnt aber schon wieder. Vier aus vier, nicht dass er noch das Turnier gewinnt.

Am Nebenbrett spielt Schwarz mit zwei schwarzfeldrigen Läufern. Ist halt ein Amateurturnier. Des Schachkids Gegnerin wünscht einen Jungen eine fiese Partie. Ja, was sich liebt, das neckt sich.

Die fünfte Runde hat das Schachkid vergessen, zu schlimm war das. Lucky muss gegen Henry Oelmann am ersten Brett ran. Es reicht zum Remis, aber der Abstieg zum zweiten Brett beginnt. Wo er schon wieder gewinnt. Lucky spielt das Turnier seines Lebens.

Nach dem Mittag hat das Schachkid Energie getankt und  Falko Maxim wird umgehauen. Bei diesem Turnier sind die Gegner alle nett. Sind ja auch Amateure.

Frank Kiesewalter ist in der 7. Runde schwächer als das Schachkid, verliert folgerichtig einen Bauern und bietet Remis. Das Schachkid will gewinnen, lehnt ab und lässt sich zwei Züge später einzügig mattsetzen. Das Teeniemädchen am Nachbarbrett das Gesicht. Die ist auch noch fällig. Lucky spielt gegen den an Nr. 1 gesetzten Spieler. Und muss einsehen, dass dieser zu Recht die Nummer 1 ist.

Der Samy Hamdad spielt nur in der Schule ein wenig Schach. Das Schachkid hat trotzdem große Mühe zu gewinnen. Entweder wird das Schachkid immer schlechter oder die Amateure immer besser. Belastend.

An die letzte Runde kann sich das Schachkid gar nicht mehr erinnern. Es ging aber verlustig.

Der Amateurcup ist ein sehr gemütliches Turnier. Da es doch sehr ungezwungen einher geht. Und eine prima Werbemaßnahme für den gastgebenden Verein. Das Turnier richtet sich ausdrücklich an Amateure und nicht im Verein gemeldete Spieler. Was prompt dazu führt, dass sich nach dem Turnier etliche Spieler beim Gastgeber anmelden.

Das Schachkid hat nur Käse gespielt und landet verdient weit hinten im Feld. Lucky hat lange ganz vorne mitgespielt und musste gegen die Plätze 1-4 spielen. Nach einer kleinen Schwächephase reicht es für einen stolzen 6. Platz.  Das kann wiederholt werden.

15. Schlacht zu Dennewitz

Das Schachkid machte am 9. September 2017 sich auf, die Schlacht zu Dennewitz zu schlagen. Nicht die Originalschlacht. Am 6. Semptember 1813 schlug hier eine zahlenmäßig unterlegene preußische Armee Napoleon in die Flucht.

Das Schachkid hat Dennewitz kurz hinter Potsdam vermutet, ist aber doch fast eine Stunde unterwegs. Das Wirtshaus zum Grafen Bülow scheint im nirgendwo zu liegen. Das Turnier findet in einem rustikalen Dorfsaal statt, wo es einfach nur kalt ist.

Hier muss in den letzten Jahrzehnten Dorfleben gefeiert worden sein, wie man es sich klischeehaft vorstellt. Ein Einheimischer hat hier wohl seine Taufe gehabt, dann die Jugendweihe, dann die erste Liebe kennengelernt, diese geheiratet, zwischendurch mal Fasching und diverse runde Geburtstage und Hochzeitstage, um dann als Geist den eignen Leichenschmaus zu verfolgen. Alles im gleichen Dorfsaal. Man atmet Geschichte.

Staatliche vier Großmeister haben den Weg ins beschauliche Dennewitz gefunden, sogar ein GM aus Solingen ist dabei namens Naumannn, Deutscher Vizemeister im Schnellschach. Dazu ein paar niedere Titelträger, die üblichen Berliner sind auch da, die wie das Schachkid auch alles mitspielen, was nicht bei drei auf dem Baum hockt. Ansonsten eine breite Brandenburger Seniorenmischung mit ein paar wenigen irritiert schauenden Berliner Jugendlichen. Spieler im mittleren Alter fehlen fast völlig. Man sieht es ganz deutlich, die Brandenburger Schachszene ist überaltert und hat ein riesiges Nachwuchsproblem.

Die erste Runde geht es mit Weiß gegen Walter Günter von Lok Brandenburg. Besonders anstrengen muss er sich nicht. Er gewinnt relativ einfach zwei Bauern. Der Rest ist Endspieltechnik.

Das Schachkid stellt fest, dass es auf Platz 35 von 42 gesetzt ist. Da wird es wohl heute nicht viel zu holen geben. Besser als Platz 35 ist dann wohl auch das Turnierziel.

Zweite Runde, diesmal keine Einsteller.  Nadine Naumann, die einzige Dame im Feld, kann mit ihrer 1877 DWZ trotzdem besser Endspiele als das Schachkid und bringt ihren Freibauern mittels Turmopfer eher durch.

In der dritten Runde ist das Schachkid schon am vorletzten Brett angekommen. Mit Richard Biller gibt es einheimischen Nachwuchs. Der Kleine ist ca. 12 und hat einen überraschend kräftigen Händedruck. Das Kind hat vermutlich mehr Muskeln als das Schachkid. Nach einem schnellen Sieg recherchiert das Schachkid zu smarten Körperwaagen. Ab 40 muss man dringend was für die Gesundheit tun, hat das Schachkid im aktuellen Focus gelesen.

In der vierten Runde schaut der Günter Idcazek doch sehr irritiert, als da Schachkid hoffnungsvoll seinen Läufer in den schwarzen Königsflügel hinein opfert. Fünf später war zwar die eigene Dame weg. Zum großen Rechnen hat das Schachkid heute aber keine Lust.

Alle kriegen Mittag, nur das Schachkid nichts. Jemand hat sich des Schachkids Rostbrätl geschnappt, der es nicht bestellt hatte. Die Küche liefert nach. Die drei Rentner, die beim Schachkid Platz nehmen, zeigen sich jedoch beeindruckt und ordern Rostbrätl. Zwei der Senioren haben 1961 rüber gemacht, berührende Lebensgeschichte.

Nach dem Essen sieht das Schachkid gar nix mehr und glaubt, gegen Maximilian Diekmann einen Turm stehengelassen zu haben. Der Gegner nimmt erstaunt die Aufgabe zur Kenntnis und zeigt dem Schachkid, wie der Turm einzügig gedeckt werden kann. Das Schachkid hat dann wohl böse geguckt. Jedenfalls entschuldigt sich Maximilian eilig.

Konstantin Boje beweist in der 6. Runde den Trend zu Doppelnamen, indem er keinen hat und spielt auch besser als seine Zahl, übersieht aber eine Springergabel. So richtig glücklich ist das Schachkid mit dem Punkt gegen einen wehrlosen Jugendlichen nicht. Neben dem Schachkid sitzt der Schachfreund Schlittermann aus Berlin, der heute anscheinend auch keinen guten Tag erwischt hat und unter gewohnten Niveau spielt.

7, Runde, das Schachkid begibt sich zum Brett und friert sich fast zu Tode. In Briesen wird zu Schachturnieren wenigstens geheizt. Allerdings ist das Schachkid auch eine Mutti und hat es gerne molllig.  Mit Alexander Luis Naumann hat das Schachkid nun auch den letzten einheimischen Nachwuchs durchgenudelt. Nervig, wenn die Kinder immer mit drei Figuren weniger bis zum Matt spielen.

Nun geht es gegen Klaus Müller von Lok Brandenburg in Runde 8. Der Mann hat entweder keinen Humor oder ist total auf die Partie fokussiert. Nur beim Handschlag schaut man sich kurz an, sonst kein Blick nix. Das Schachkid hat die Qualität und zwei Bauern mehr sowie die Türme auf der 7. Reihe. Der Senior gibt nicht auf und legt das Schachkid tatsächlich mit dem Freibauern rein. Das Schachkid weiß wirklich nicht, was nerviger ist. Kinder oder Senioren, die nicht aufgeben. Oder man selber, der den Gewinn nicht auf die Reihe bekommt.

Schnellschachturniere sind gut geeignet, um frisch erlernte Eröffnungen auszutesten. Frank Stemmler macht in der letzten Runde beim Schotten mit. Es wird der Blumfeldt-Angriff. Irgendwo geht es dann doch schief. Schwarz hat irgendwann zwei Leichtfiguren mehr. Aber die Eröffnung scheint wirklich sehr scharf zu sein.

Dem Schachkid hat es nicht so gefallen. Was einerseits am Teilnehmerfeld lag, was sehr ehrgeizig und stark wahr. Und nicht viel hergab. Der Spielsaal war dem Schachkid zu kalt und düster, es fehlte an Gemütlichkeit. Aber das ist ja immer eine Frage des Geschmacks.

 

19. Briesener Open – Remis überall

3.  Tag beim Briesener Open. Der Tag beginnt um 6.30 Uhr im Hotelbett mit einem Anruf bei 1&1, wo erstmal klargestellt wird, dass diese Seite doch bestehen bleibt und die ausgesprochene Kündigung zu widerrufen ist. Ausnahmsweise gerät das Schachkid mal an einen kompetenten und freundlichen Mitarbeiter, was bei 1&1 normalerweise gar nicht so einfach ist.

Auf den Tag wird sich eingestimmt mit Witzen von Wolfgang von der Lippe und Dr. Eckard von Hirschhausen. Das Schachkid ist ein Fan.

Das Schachkid ist heute etwas früh dran und räumt erstmal Kugelschreiber und Pullover ans Schachbrett. Danach erstmal Kaffee trinken und mit Vereinskollegen palavern und zurück ans Brett. Der Pullover ist weg. Wer bitte schön klaut denn einen Pullover? Später findet ihn das Schachkid in der Küche aufgehängt. Eine besorgte Mutter hat ihn gefunden und weggeräumt. Vor besorgten Müttern ist offensichtlich nichts sicher.

Heute geht es gegen Paul Schmidt. Das Schachkid hat gegen den sympathischen Mecklenburger bereits beim Neubrandenburger Open die Klingen gekreuzt. Damals einigte man sich auf Remis. Heute spielt Paul einen Drachen, das Schachkid kontert mit Maroczy.

Nach 13. … b5 sieht sich das Schachkid genötigt, doch mal nachzudenken. Es scheint allerlei zu drohen. Ta1 steht in der Läuferdiagonalen rum, Sc3 scheint doppelt und dreifach durch Turm, Dame und Läufer angegriffen zu sein. Das Schachkid holt sich einen Kaffee und beklagt sich bei der Frau des Vereinschefs über das drohende Ungemach.

Nach Abtausch scheint aber alles in Butter. !5. … Sd7 versteht das Schachkid nicht, es hätte eher mit Sxe4 gerechnet. So spielt das Schachkid zügig 17. Tac1 und hat leider das folgende Lb2 nicht gesehen. Wieder ein Zug zu wenig gerechnet, die alte Schwäche. 17. Scd4 wäre es wohl gewesen. Der Mecklenburger hat auch keine Skrupel, sich die Qualität zu nehmen. Immerhin kann sich das Schachkid die Qualität sichern.

Das Schachkid ist verschreckt, bietet probehalber Remis und ärgert sich später darüber. Es fehlt wieder einmal der Ehrgeiz am Brett. Fehlende Qualität hin oder her, Weiß hat das Läuferpaar. Und die verbundenen Freibauern auf der a- und b-Linie muss Schwarz erstmal aufhalten. Die Stellung ist vermutlich für beide Seiten chancenreich und ausgeglichen. Der Mecklenburger sieht es ähnlich und willigt vorsichtshalber ins Remis ein.

Muss also wieder die letzte Runde entscheiden, ob es ein gutes oder schlechtes Turnier wird. Problem nur dabei, in der letzten Runde ist das Schachkid immer so demotiviert. Es fehlt der Biss, das Schachkid hat keine Lust, sich noch anzustrengen.

Christine Gebhardt vom SC  Friedrichshagen wirkt dagegen sehr motiviert. Dieser Schachclub spielt im äußersten Südosten von Berlin in der Nähe von Köpenick. Das Schachkid war da mal zum Punktspiel. Man fährt ewig durch Berlin und glaubt gar nicht, dass man immer noch in Berlin ist.

Geschlossener Sizilianer, das Schachkid hat keinen Plan. Die Gegnerin wirkt kampfeslustig und knallt die Züge in einem Affentempo aufs Brett. Sie scheint sich auszukennen. Das Schachkid hat nicht mal Gelegenheit, durch die Gegend zu laufen.

Das Schachkid bietet probehalber mal Remis an und Weiß willigt tatsächlich ein. Wobei die Stellung für Schwarz durchaus kämpfenswert ist. Schwarz steht zwar gedrückt. Der weiße König steht aber auch reichlich windig. Und Schwarz hat das Läuferpaar. Öffnet sich die Stellung und der weiße Angriff kann abgewehrt werden, dann wird die Partie für Schwarz ein Selbstläufer.

Der Rollmops hat ein nicht so gutes Turnier gespielt, will es aber in der letzten Runde wissen. Er gibt richtig Gas und wird die letzte Partie des Turniers. In der Zeitnot reißt er die Stellung herum und holt sich denn Punkt, wie die riesige Zuschauermenge um das Brett herum gebannt verfolgt.

Der Schachwizard war auch dabei und hat ein sehr gutes Turnier gespielt. Nur ein Verlust gegen den Favoriten, es reicht fürs Treppchen und einen Pokal. Die DWZ springt auf einen neuen Rekord und nährt sich der 2100. Das Schachkid ahnt, das wird immer schwieriger, den Wizard einzuholen und überholen. Man braucht ja Ziele.

Insgesamt ein sehr schönes Turnier. Es besteht schon Vorfreude auf das 20. Briesener Open 2018. Spielerisch war das Turnier keine Katastrophe. Zumindest hat das Schachkid keine taktischen Einsteller gebracht. Aber eben die Partien auch nicht ausgekämpft. Auch wenn der 6. Platz ok ist, vom Remis schieben wird man zugebenermaßen nicht besser…

19. Briesener Open – Blitz und Donner

Am Samstag Morgen nach dem enttäuschenden Frühstücksbuffet geht in Fürstenwalde erstmal nix. Lauter ausländische LKW sind unterwegs. Als erfahrener Fürstenwalder weiß das Schachkid, da muss was auf der Autobahn passiert sein. Ist es auch, ein Gefahrguttransporter ist umgekippt. Das Schachkid beglückwünscht sich zur Entscheidung, vor Ort zu schlafen. Auf dieser bekloppten A12 ist ja immer was.

Seit 12 Jahren fährt das Schachkid beruflich und privat zwischen Potsdam und Fürstenwalde hin und her, Und jedes Jahr wird auf dieser bekloppen Autobahn gebaut, In den letzten Jahren hat mman auf zig Kilometern den Standstreifen erneuert. Um jetzt auf die glorreiche Idee zu kommen, man könne da doch dreispurig ausbauen. Was die Benvölkerung übrigens seit zig Jahren fordert, Wie gut, dass man den teuer erbauten Standstreifen dabei platt machen kann…

Arno Behtke aus Neubrandenburg ist er Gegner der 2. Runde. Man hat schon dreimal die Klingen gekreuzt, dreimal wars remis. Das Schachkid bereitet sich ausnahmsweise mal vor und schaut sich die Tarrasch-Variante in der französischen Verteidigung an. Leider weicht Schwarz im 5. Zug ab, wieder umsonst vorbereitet.

Das Schachkid schreibt diesen Text und wird von einem Unbekannten angequatscht, dass man morgen zwei Züge nacheinander machen wolle, ohne dass dies der Gegner merke. Ob dies erlaubt sei… Sowas kann das Schachkid ja gar nicht leiden, blöd von der Seite angequatscht zu werden.

Der Neubrandenburger lässt ein paar Bauern stehen, das Schachkid stellt diese fasst wieder ein. Schwarz greift aber nicht zu, im 25 Zug zum Beispiel. Da haben beide Seiten nicht so optimal gespielt.

Das Blitzturnier droht ein Desaster zu werden. Nur sechs Mann haben sich angemeldet. Im Vorjahr waren es fast 20 Mann. Das Schachkid ist extra losgefahren und hat schöne Preise gekauft jetzt bangt es um die Teilnehmer, zu wenige und zu viele Preise.

Nicht mal auf der Toilette hat man seine Ruhe, wenn man eine Sitzung machen will. Zuerst kommt ein Kind und rüttelt an jeder Tür, wird aber vom Vater zurückgepfiffen. Offensichtlich ist jede Box besetzt.

5 Minuten später. Das Schachkid stellt gerade fest, dass auf dem Klo kein Handyempfang besteht. Wie auf der Toilette auf Arbeit, nirgendwo kann man in Ruhe Spiegel Online lesen. Das Kind kommt zurück und findet eine freie Box. Kurz danach panisches Rufen nach dem Papa. Der Kuli sei ins Klo gefallen. Muss ein Edelkuli gewesen sein. Der Papa merkt an, ein Kuli gehöre nicht in die Gesäßtasche und wirkt auch sonst verstört ob dieser schockierenden Nachricht.  Das Schachkid hört es zwar planschen, kann aber nicht beurteilen, ob der Kuli aus der Kloschüssel gerettet wurde.

Immerhin reicht es mit 1,5 Punkte für Brett 3, wo schon ein Kind und angehender Jugendlicher namens Niclas Sperling wartet. Bei Kindern weiß man ja immer nicht, ob die wirklich wie ihre Zahl oder doch wesentlich besser spielen. Das Nachwuchsfedervieh spielt mit und ein klassischer Najdorf kommt aufs Brett.

17. Sg5 von Weiß kann nicht gut sein, nun kommt Schwarz zum Angriff. Versäumt es aber dabei leider, gute Züge zu machen. 19. …Td8 bietet sich zum Beispiel an, um durch die Fesselung den Läufer zu gewinnen. 20. … e4 sieht noch besser aus. Oder 22. … Db6 . Das Schachkid findet aber zielrichtig die richtigen Züge, sodass der Knabe auf der anderen Tischseite zielstrebig in ein Dauerschach bzw. Stellungswiederholung einleitet, was er clever erkannt hat.

Nach 3 Runden stehen 2 Remis und ein Sieg gegen jeweils schwächere Gegner zu Buche. (Der Kerl am Tisch mit der dummen Frage klopft gerade immer noch dumme Sprüche).  Kein Traumergebnis, aber auch keine totale Pleite. Während einer Partie in Ruhe bei jeden Zug nachzudenken, bleibt ein Problem. Mehr Taktiktrainng ist nötig!

Zum Blitz haben sich nun doch 11 Teilnehmer erbarmt, und dass gar nicht mal so wenig. Das Schachkid würde ja eine Tabelle veröffentichen, wenn diese nicht auf einen anderen PC wäre. Der Berliner Nachwuchs Jonas Kreutz gewinnt relativ klar das Blitzturnier mit 7,5 Punkten aus 11. Wobei das Schachkid für sich in Angriff nehmen kann, gegen den Turniersieger gewonnen zu haben. Wenn auch nur, weil Jonas ein Schach seines Königs übersieht.

Gegen Rollmops wird zum ersten Mal der Blumfeld-Angriff im Schotten ausprobiert, den sich das Schachkid angeguckt hat. Tatsächlich entwickelt sich eine turbulente Partie, die der Rollmops gewinnt.  Aber das ist ausbaufähig.

Das Schachkid landet auf Platz 8 und muss den Bierbrauer Carl Jacob durch die Halle jagen, weil dieser den Eierlikör gemopst hat. Diesen liebt das Schachkid, also den Eierlikör und nicht den Carl, und will ihn wieder haben. Anwesende Hipster sind ratlos und verstehen nicht, wie man Eierlikör trinken kann. Da fehlt es einfach an Lebenserfahrung.

19. Briesener Open – Auftakt für die neue Saison

Das 19. Briesener Open steht an, in diesem Jahr sehr spät, fast zum Ende des Sommers. Das Schachkid hat 5 Wochen, abgesehen von einem kleinen Schnellschachturnier kein Schach mehr gespielt. Also dient das Open der Saisonvorbereitung, wo auch immer diese stattfinden wird. Da ist das Schachkid noch ein wenig unentschlossen.

Das Open ist mit 148 Mann gut besetzt. Es fehlt diesmal vorne an Klasse, dafür ist halt mehr Masse.

Immerhin, das Schachkid will seine 1700 wiederhaben. Schlimm genug, dass es nicht für die A-Gruppe reicht. Also wird seit einer Woche jeden Tag bei http://www.chesstempo.com täglich eine Stunde Schachtraining gemacht.

Ehemals jugendliche Vereinsmitglieder sehen nun aus wie jugendliche Hipster. Aus Kindern werden Leute und man selbst wird alt. Das Schachkid überlegt angestrengt, sich die neue Adresse schachman.guru zuzulegen.

Das Schachkid nächtigt im Kaiserhof in Fürstenwalde. Das hätte sich das Schachkid auch nicht träumen lassen, mal in Fürstenwalde, wo es 8 Jahre gewohnt hat, im Hotel zu schlafen. Im Kaiserhof hat das Schachkid vor 11 Jahren seine erste Nacht in Fürstenwalde zugebracht. Damals war es furchtbar laut. Das hat sich offensichtlich in den letzten Jahren auch nicht geändert. Nur das Frühstücksbuffet ist schlechter geworden.

Es ist Sommer und das Schachkid friert sich zu Tode. So kalt ist es draußen, von wegen Klimaerwärmung. Diverse Schachspieler haben tatsächlich knöchelhohe Winterschuhe an. Vermutlich wieder so ein Hipsterding.

Gehrke sen. ist auch nicht da, wieder ein potenzieller Punkt weniger. Irgendwas ist ja immer.

Die erste Runde läuft gegen Wolfgang Kerber. Der Fürstenwalder spielt seit Jahren in keinem Verein, hat aber nix verlernt. Königsindisch, die Türme tauschen sich ab. Die Stellung ist unklar, obwohl das Schachkid glaubt, leicht schlechter zu stehen. In der Endstellung können sich die schwarzen Läufer gar nicht richtig bewegen. Die weißen Springer sind vermutlich in der geschlossenen Stellung besser. Weiß bietet Remis. Das Schachkid schläft schon wieder fast am Brett ein und schlägt daher umgehend ein. Abends spielen ist ganz schwierig.

Der  Auftrakt hätte schlimmer sein können.

Ramada-Cup – Whisky unterm Kilt

Anja ratzt, das Schachkid ist schon wach und beäufgt das Handy im Dunkeln. Erster Tag in Köln, das Schachkid geht als Schottischer Edelmann zum Frühstück. Der Rest geht seriös. Offensichtlich spielen keine Rheinländer mit. Die Eröffnung wird abgekürzt. Der Bürgermeister von Brühl erläutert, er sei nur da, um den Zwischenraum der närrischen Regentschaft zwischen den 11.11. und Aschermittwoch zu überbrücken. Der Vorsitzende des Schachverbandes schafft es in seiner Rede, Yoko Ono, John Lennon und das Schachspiel zu verbinden. Später haut er dem Schachkid auf die Schulter und teilt strahlend mit, er freue sich, einen Schotten zu sehen.

Anja spielt gegen einen blinden Gegner, was sicher ungewohnt ist. Das Schachkid holt der Anja ein Getränk. Die Kellnerin fragt interessiert, ob es dem Schachkid nicht zu kühl unterm Rock sei.

Das Schachkid spielt gegen eine Düsseldorfer. Das der sich nach Köln traut… Läuft nicht gut. Das Schachkid geht an die frusche Luft und wird aus der Raucherecke kritisiert, das die Beine aber mal enthaart werden müssten.

Wieder drinnen befragt eine ältere Dame 20 Minuten lang den Mitarbeiter an der Rezeption, wie der Fernseher zu bedienen sei. Dieser erklärt geduldig, die Pfeiltasten auf der Fernbedienung seien der entscheidende Faktor. Die ältere Dame zieht wütend und fluchend ab. Im Hintergrund hält ein zweiter Mitarbeiter seinen Computerbildschirm fest und haut seinen Kopf dagegen.

Das Schachkid verliert die Qualität, Anja spielt immer noch. Das Schachkid wandelt durch den Saal und ernet lobende Kommentare ob seiner „schönen Waden“.

Anja spielt und spielt und spielt… Das Schachid gibt auf und begibt sich in den zweiten Turniersaal. Zwei weibliche Schiris schauen das Schachkid interessiert an und wollen das Schachkid unter dem Kilt greifen. Die Damen sehen Entsetzen und mutmaßen, das Schachkid habe Angst…

Anja spielt immer noch, das Schachkid geht einkaufen.

Ramada-Cup – Kölle Alaaf

Das Schachkid und die Grand Dame des Schachs in Briesen, Anja, spielen den Ramada-Cup in Brühl mit. Man startet entspannt in Berlin. Die deutsche Bahn stiftet Verwirrung und hängt die Waggons des Zuges durcheinander. Anja findet nicht zum Schachkid. Dieses schleppt seinen schweren Koffer die Treppe hoch, die Rolltreppe geht mal wieder nicht. Praktischwerweise hält der durcheinander gewürfelte Zug quasi mit dem richtigen Waggon direkt vor em Schachkid. So sitzt dieses schon 10 Minuten, ehe Anja den Zug durchpflügt hat.

Weiter geht es mit den Pannen. Das Schachkid hat Hunger. Wie immer in solchen Situationen sorgt sich die Bahn um dei Gesundheit der Passagiere. Und hat im Speisewaagen eine Panne, nicht mal einen Schokoriegel. Anja spendet den ausgehungerten Schachkid einen Muffin.

Um 21.15 ist man da und hat 20 Minuten Zeit am HbF Köln. Das Schachkid knipst begeistert Fotos. Jede Menge Wooling, hier is wat los. Karneval in Köln. Anja drängelt, ab zum Bahnsteig zum Regio nach Brühl. Dort steht ein ICE, der sich gerade teilt. So muss es sein, wenn sich ein ICE wie eine Zelle vermehrt. Eine Hälfte fährt nach links, die andere nach rechts. Vom Regio keine Spur.

Keine Ansage nix. Die Anzeige verschwindet. Vermutlich ist es ein Harry-Potter-Zug. Das Schachkid hat dieses Jahr mitgedacht und schon am Nachmittag ein Taxi zum Brühler Bahnhof bestellt. Nutzt nun nix, da man in Köln festhängt. Das Schachkid fotografiert erstmal den Dom.

Draußen keine Taxis in Sicht, nur eine lange Schlange am Taxistand. Man läuft zur anderen Seite, auch hier keine Taxis. Also zurück laufen, Anja will nicht durch den Bahnhof, sondern drumherum laufen. Gegenüber der Rückseite des Kölner Bahnhofs sieht die Rückseite des Bahnhofs Zoo in Berlin regelrecht seriös aus.

Also nun den Zug um 22.36 bekommen. Der fällt ersatzlos aus. Die Ansage empfiehlt die Straßenbahn nach Bonn. Anja und das Schachkid befragen einen Bahnmitarbeiter nach der Straßenbahn.. Dieser meine, hier gäbe es nur eine U-Bahn. Der nächste befragte Mitarbeiter hält die Straßenbahn für eine S-Bahn und ist sehr empört ob der Zweifel des Duos Infernale. Man steigt zum Gleis der S-Bahn empor, das Bonn fährt nix. Man steigt ersatzweise in den Zug nach Köln-Deutz in den Zug. Vielleicht findet sich dort ein Taxi.

Fehlanzeige, Anja und das Schachkid irren zum Taxistand, Massen an Wartenden und keine Taxen. Es ist kurz vor Mitternacht, es ist kalt, dunkel und ein Orkan zieht auf. Ein wartender Mercedes ruft dem Duo Infernale zu, ob man gerade eine Taxe suche. Er habe einen Mietwagen. Oh Wunder, der liebe Gott hat ein Einsehen. Der Rheinländer berichtet begeistert von seinem antiken Schachcomputer Mephisto. Und hat außerdem vor Jahrem Dieter Gorny durch die Gegend gefahen, dem Chef des Musiksenders Viva, als das noch ein guter Sender war.

Kurz nach Mitternacht an der Rezeption. Es gibt keine Schlüssel, sondern neuerdings Chipkarten für das Zimmer. Anja ist begeistert, der Mitarbeiter am Empfang nicht. 10 Minuten nach Mitternacht hebt dieser zu einem epochalen Vortrag über den Vorteilen von Zimmerschlüsseln an. Anja guckt verzweifelt.

Halb eins nachts – man schläft endlich im Zimmer ein.

Taktische Dramen in Friedrichshagen

Das Schachkid ist seit Oktober Mitglied bei den Queer-Springern und absolviert nun sein drittes Punktspiel. Bisher hat sich das Schachkid nicht mit Ruhm bekleckert, obwohl die Gegner wirklich schaffbar sind. Immer wieder sind es kleine taktische Fehler, die den Sieg verhindern.

In der Klasse 1.1 geht es heute gegen Friedrichshagen II. Das Schachkid muss erstmal gucken, wo das eigentlich ist. Berlin ist so groß. Auch wenn es eine Stadt ist, man kann trotzdem eine Stunde unterwegs sein. So auch heute. Das Schachkid macht sich auf den Weg ins urbane kleine Köpenick, eine eigene kleine Welt selbst in Berlin. Selbstverständlich schafft es das Schachkid, erneut zu spät zu kommen.

Man spielt in einen Stadtteilzentrum, wo viele Vereine ihren Sitz haben. Sowas gab es in Fürstenwalde oder Potsdam nicht. Die gegnerische Mannschaft ist sehr jung – alle irgenwo um die 18 Jahre alt und zwischen 1700 und 2000 DWZ angesiedelt.

Das Schachkid erwischt Killian Lischan. Der 18-jährige denkt in den ersten drei Zügen nach jeden Zug mehrere Minuten nach. Das Schachkid denkt sich, ob der wohl kein sizilianisch kennt? Später erklärt Killian, er mache das immer so, um für die Partie runter zu kommen. Eigentlich eine gute Methode. Wie oft ist man zu Beginn einer Partie extrem nervös und kann sich kaum konzentrieren und kommt nicht recht ins Spiel rein. Die killinansche Methode wird das Schachkid beim nächsten Spiel austesten.

Den sizilanischen Drachen konnte er dann doch ganz gut. Das Schachkid kontert mit dem Marotzy-Aufbau.

Dieser ist für Schwarz sehr unangenehm, wie Killian später meinte. Hat FM FM also recht gehabt. Die erste Entscheidung fällt im 15. Zug. Das Schachkid spielt 15. Sd5, das führt gleich zum Abtausch. Aber vielleicht gewinnt Weiiß mehr Raum. Vielleicht wäre 15 Sb4 besser gewesen, um auf einen Bauern oder den Sa5 zu spekulieren. Dieser wude von Schwarz eher suboptimal platziert. Se5 wäre richtig.

Schwarz knallt 16. … Lb2 aufs Brett. Schnell gepielt mit höhrbar erleichterten Schnaufen. Das Schachkid erschrickt sich furchtbar und fühlt sich wie gelähmt. Ist jetzt nicht der Sc2 weg? Nein, ist er nicht, das Schachkid ist trotzdem wie gelähmt und überlegt 30 Minuten lang.

Die Qualität ist wohl hin. Vielleicht kann nach den Abtausch des schwarzen schwarzfeldrigen Läufers ein Mattnetz am schwarzen Königsflügel gestrickt werden. Das Schachkid überlegt lange an Tb1 und sinniert, ob man den Sa5 nach Dxc2 bekommen könnte. Das einfach Txb2 geht und sich dann die weißen Schwerfiguren auf der zweiten Reihe gegenseitig decken, sieht das Schachkid nicht. Wieder mal ein Beweis für die Tatsache, das Schach eine psychische Sache ist und offensichtlich mehr Taktik trainiert werden muss.

Immerhin, die Mannschaft gewinnt mit 4,5:3,5 mit einem Brett weniger. Beate hat es erwischt, Gute Besserung an dieser Stelle. Das Schachkid pfeift sich bei Kaisers frustriert zwei Brötchen rein und fährt nach Moabit zu seinem Freund Harald Kaffee trinken.