30. September 2019

Regionalliga West – Potsdam SV IV – SV Marzahna

Erstes Punktspiel der Saison am 29.9.19. In Der Regionalliga West spielt PSV IV gegen SV Marzahna. Das letzte Mal hat das Schachkid unter der Flagge von USV Potsdam gegen Marzahna gespielt. Damals hat das Schachkid verloren, weil es zwei Minuten zu spät kam und der Gegner auf die abgelaufene Karenzzeit bestanden hat. Das kann heute nicht passieren, denn heute ist es ein Heimspiel.

Der PSV Potsdam hat seine Mannschaften kräftig durcheinander gewürfelt. Es gab einige Neuzugänge und man will auch in die Landesklasse aufsteigen. Das Schachkid spielt jetzt bei PSV III, die man in PSV IV umgetauft hat, da irgendjemand nicht in der Regionalliga Nord spielen wollte. Das Schachkid hat die Diskussion nicht mitbekommen, findet es aber ziemlich lächerlich.

Die Mannschaft hat auch einen Spieler, der 30 Minuten vor dem Punktspiel nur rum zetert. Das kann das Schachkid gar nicht leiden, das ist sehr destruktiv.

Der SV Marzahna kommt nur mit 7 Mann. Schon führt man mit einem Punkt am ersten Brett. Das 7. Brett macht nach 10 Minuten Remis. Der Ersatzspieler von PSV gewinnt nach einer Stunde. Ungewöhnlich schnell geht der PSV Potsdam mit 2.5 in Führung.

Am 5. Brett spielt René gegen René. Der René Liese wohnt schon lange in Potsdam, hält seinen Verein aber die Treue und freut sich heute über einen kurzen Anfahrtsweg.

Vorstoßvariante im Caro-Kann. In der Variante, die das Schachkid wählt, steht Schwarz bald deutlich besser. Besonders 8. … Sa6 ist schlecht. Weiß setzt aber nicht konsequent mit 9. Lxa6 fort. Wobei dann Schwarz mit dem Läuferpaar vielleicht doch Chancen hat. 11. f4 gleicht  die Stellung aus und macht vermutlich den weißen König angreifbar.  Die lange Rochade von Schwarz ist auch nicht besser. Wenn Weiß hier schnell zum Angriff kommt, hat der schwarze König das Nachsehen.

Da hilft nur, am weißen Königsflügel Gegenspiel zu suchen. 17. C4 gibt offenbar Vorteil für Schwarz. Weiß muss vielleicht versuchen, mit f4 weiter das Zentrum anzuhebeln, um dann Druck am Königsflügel zu machen. 18. Sc5 verschlechtert die weiße Stellung schnell und ist der eigentliche Fehler. Jetzt kommt Schwarz schnell zum Angriff. Nach 20. Txa7 sieht die weiße Stellung zwar stark aus. Aber es ist nichts konkretes zu ergänzen. In den nächsten Zügen scheint so ziemlich jede Figur auf dem Brett zu hängen. Aber als sich der Schlachtennebel verzogen hat, bleibt Weiß mit deutlich weniger Material zurück. Na wenigstens sei es nicht langweilig gewesen, merkt der Gegner an.

Als das Schachkid geht, läuft noch eine Partie. Aber der PSV Potsdam hat schon, überraschend deutlich, gewonnen. Ein Bilderbuchstart in die Saison.

1 Comment

  • so, jetzt meine Anmerkungen:

    „steht Schwarz bald deutlich besser.“ – hmm,glaube nicht … 😉

    Lxa6 wollte ich nicht, das haette Dir vielleicht Angriffschancen gegeben – denn verteidigen will ich nicht

    11. f4 ist nicht so schlecht denke ich, auf jeden Fall konsequent wenn man nicht verteidigen will / kann / sollte / brauch

    11. c4 hat mir gefallen – weil es Druck von mir nimmt … und weil mir c4 so gefallen hat, habe ich es 17. auch gespielt … psychologisch clever von Dir 😉

    ja, 17. f4 waere richtig und konsequent gewesen, dann haette ich wohl besser gestanden

    nach Sc5 habe ICH angegriffen – wenn auch erfolglos … und noch vier Racheschachs geben können – immerhin mit theoretischen Hilfsmattchancen

    ja, war nicht langweilig

    die letzte Partie muss dann auch noch sehr spannend gewesen sein, weil wir die irgendwie noch gewonnen haben

    Keine echter Bilderbuchstart für uns …

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