Gedanken zum Jahreswechsel 2014/15

Silvester steht an. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Das Schachkid führt diesen Blog seit nun 3 Monaten. Anlass war ein Besuch des Schachkids beim Open in Pardubice im Sommer 2014. Dort traf das Schachkid auf den Schachwizard. Dieser inspirierte und motivierte das Schachkid, nach Jahren des Stillstands, Schach zu trainieren.

Nach dem Desaster von Pardubice war das Schachkid bei 1507 DWZ gelandet. Beim Forchheimer Sparkassenopen Ende September 2014 ging es noch mal runter auf 1497. Zeit, zum Jahreswechsel Bilanz zu ziehen.

Das Schachkid hat drei erfolgreiche Turniere in Falkensee, Magdeburg und Erfurt gespielt und sich bis Jahresende auf 1584 DWZ hochgearbeitet. Von seinen Ziel, auf die 1700 zuzusteuern, ist das Schachkid aber weit entfernt. Im Gegenteil musste das Schachkid feststellen, dass das Vorhaben, sich im Schach zu verbessern, eine sehr zähe Angelegenheit ist und lange dauert. Je mehr Bücher das Schachkid anschaut, desto mehr Themen offenbaren sich, die bearbeitet werden wollen. Das ist manchmal etwas frustierend.

Der Schachwizard schwebt mittlerweile in ganz anderen Regionen. Dieser hat zwischen den Tagen bei einem Turnier sagenhafte 5 aus 7 Punkten erbeutet und steuert vermutlich auf 2000 DWZ zu. Das Schachkid fragt sich manchmal, wie der Schachwizard das macht. Viel zu trainieren scheint er in letzter Zeit nicht. Auf jeden Fall hat das Schachkid Respekt vor dieser Leistung.

Das Schachkid hat diesen Schachblog eröffnet, um sich selbst beim Training zu motivieren. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Im Grunde genommen schreibt das Schachkid einfach gerne Texte und möchte auf dieser Seite einfach mal das eine oder andere ausprobieren. Parallel ist das Schachkid an der Freien Journalistenschule Berlin angemeldet und nutzt diesen Blog, um Texte schreiben zu üben. Neulich hat sich das Schachkid gar bei dem Gedanken erwischt, nur an einem Schachturnier teilzunehmen, um Stoff zum Schreiben zu haben.

Im Grunde genommen spielt das Schachkid auch nicht Schach um des Schachwillens. Das Schachkid reist einfach gerne herum, lernt nette Leute mit dem gleichen Hobby kennen und mag die Geselligkeit bei Schachturnieren. Wenn es aber nicht Schach, sondern Skat oder Go wäre, wäre die Welt auch in Ordnung.

Das Schachkid hat in den letzten Monaten viel investiert. Neben diversen Eröffnungsbüchern sind vor allem die Anschaffung von Chessbase 13 und ein Abonnent des Chessbasemagazins zu nennen. Man liest im Internet viel kritisches zur Firma Chessbase . Aber unbestritten ist, dass es sich bei Chessbase um dem Marktführer handelt und sicherlich auch viel für das Thema „Schach lernen am Computer“ getan hat, wenn nicht sogar revolutioniert hat.

Vom Chessbasemagazin ist das Schachkid sehr angetan. Es wird eine Fülle von Nachrichten und Trainingsmaterial geliefert. Das Schachkid hat gar nicht die Zeit, alles zu sichten und lagert daher die gelieferten Magazine im Schrank ein. Nur die Eröffnungen studiert es ausführlich.

Chessbase13 ist eine mächtige Datenbank, deren Funktionen und Nützlichkeit für das Training sich erst nach umfangreicher Einarbeitung erschließen.  Hier bräuchte das Schachkid ein Seminar oder ein Handbuch. Das Schachkid steht hier noch am Anfang.

Das Schachkid hat in den letzten Monaten seinen Trainingsschwerpunkt auf den Aufbau eines Eröffnungsrepertoires gelegt.Dazu hat es einige Bücher gelesen bzw. liest diese immer noch. Das Schachkid schaut sich seine eigenen Partien an und schaut, wie es seine Eröffnungen verbessern kann. Kritische Varianten pflegt das Schachkid in eine Datenbank ein. Insgesamt ein müheseliger und aufwändiger Prozess, der viel länger dauert, als das Schachkid dachte. Aber das Schachkid hat das Gefühl, so langsam in die Eröffnungen hinein zu kommen, auch wenn noch viel Arbeit wartet…

In den nächsten drei Monaten bis Ende März 2015 wird das Schachkid genau so weiter machen. Auch das eine oder andere Turnier ist geplant.

Gleichwohl fragt sich das Schachkid, ob ein Trainer nicht nützlich wäre. Man muss das Rad nicht neu erfinden. Als Autodidakt geht man Umwege, die man nicht gehen bräuchte. Das Schachkid hat aber keine Ahnung, wie man einen guten Trainer findet. Im Internet hat es jedenfalls noch nichts brauchbares dazu gefunden.

Das Schachkid wird in drei Monaten erneut Bilanz ziehen und schauen, was sich in den letzten drei Monaten getan hat und was es in den kommenden drei Monaten vor hat. Regelmäßiges Innehalten und Ziele zu justieren und Maßnahmen auf seine Wirksamkeit zu untersuchen, sind wichtige Instrumente der Ziellerreichung, die das Schachkid aus seinem Beruf kennt. Also auf zu den nächsten drei Monaten voller Abenteuer!

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