18. Oktober 2019

15. Lichtenrader Herbst – Fanzösisches und Essbares am Brett

Heute mal ein Spanier am Brett. Auf diese Partie ist das Schachkid ganz stolz. Es ist ja immer der gleiche Mist.  Der Gegner spielt französisch. Man bleibt mit einem Isolani zurück. Die Verteidigung desselben beansprucht die ganze Partie. Der Gegner gewinnt den Isolani dann doch. Und das Schachkid verliert die Partie. Doch es geht auch anders.

Acht Züge, und der Isolani ist da. Beide Seite kämpfen nun um diesen. Schwarz greift an, Weiß verteidigt diesen. Vom Nebenbrett strömt süßlicher Apfelgeruch heran. Der Nachbarspieler ist einen Apfel, benötigt dafür aber eine Stunde. Nach jeden Zug beißt er einmal rein und legt dann den angebissenen Apfel neben sich. Das Schachkid ist beim 15. Zug, der Apfel an den angebissenen Stellen schon braun und das Schachkid wegen des Geruhs bald vom Stuhl gefallen.

Zumindest hat das Schachkid nach 20. Df4 den Eindruck, nicht so schlecht zu stehen. Das Schachkid versucht nun, am gegnerischen Königsflügel Unruhe zu stiften. Aber so alles gelingt das nicht. Fatal ist dann der Läuerrückzug nach b1, denn das kostet  den Isolani. Den Mehrbauern muss der Gegner aber erstmal verwerten. Der Gegner wird zunehmend nervös und wackelt mit allem, mit was der Körprer halt so wackeln kann. Das Schachkid bietet probehalber mal Remis an. Aber der Spanier will gewinnen.

Ausnahmsweise hat das Schachkid mal beim Thema Endspiel aufgepasst.  Zwar gelingt es Schwarz, die Türme abzutauschen. Aber das Schachkid behält die Damen auf dem Brett. Und gibt viele Schachs. Zwar schafft es der schwarze Bauer auf die 2. Reihe, aber das Schachkid findet dann eben doch ein Dauerschach.

Etwas befremdlich der Senior ein paar Tische weiter. Er hat eine Banane gegessen, Nun hängt ihm aus dem Mund wie eine lange Spagetti ein Faden von der Banane. Leider merkt er es nicht.  Freudig strahlend geht er samt Bananenstück, das aus dem Mund hängt, durch den Raum. Das Kind am Nachbarbrett wird derweil vom Vater mit Cola und Schokoriegeln gedopt. Ob das erlaubt ist…

4,5 Stunden Spielzeit – ein Rekord. Sonst ist das Schachkid nach zwei Stunden fertig. Eine gute Gelegenheit, mal länger als Johannes zu spielen. Der muss es natürlich wieder toppen und schafft das kunststück, bis 22,30 Uhr zu spielen und die letzte Partie zu sein. Er gewinnt und hat tasächlich 4 aus 4.

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