24. Oktober 2019

1. Arberia Open – Kaffeehauskultur und Enttäuschung am Buffet

Der Nachmittag geht damit drauf, dass das Schachkid wieder zum Flughafen fährt. Für stolze 25 € wird das IPad ausgelost. Das Fundbüro weiß sicb zu finanzieren. So hat sich das Schachkid den Urlaub nicht vorgestellt. Das Cafe Mozart entschädigt. Hier ist der Kellner König, nicht der Kunde. Die Kellner tragen Wrack und Fliege. Das Schachkid will einen Cafe und bestellt sich ganz Profi einen großen Braunen. Der Kellner bringt einen doppelten Espresso.

Es ist in Wien, wie in Deutschland. Das Schachkid kommt zu spät. Die Oper sah aber auch zu malerisch aus unnd musste noch fotografiert werden.

Im Spiellokal angekommen findet das Schachkid das Brett nicht. Am Brett klebt ein Zettel „Dieses Brett steht im Erdgeschoss.“ Im Erdgeschoss angekommen platzt das Schachkid in einem Raum, im dem reifere Damen gerade Schachunterricht erhalten. Die werden noch während der ganzen Runde lärmen. Das Haus des Schachsports ist eine Baracke aus Pappe und sehr hellhörig.

Eine einzige Enttschäuschung ist das Buffet. Die Ausschreibung lockte mit „hauseigenen Buffet“. Das Schachkid sah vor seinen Auge schon jeden Abend albanische Spezialitäten aufgetafelt. Simple Kaiserbrötchen mit Käse drauf sind eine harte Landung in der Realität.

Der Gegner sitzt im Rollstuhl. Eine Begleitung macht die Züge. Schwarz spielt ganz ordentlich. Mit einem schnellen Sieg wird das nix. Das Schachkid verliert einen Bauern. Der Gegner bietet nach Bauerngewinn Remis an. Das Schachkid horch auf und denkt sich, jetzt muss was gehen. Warum bietet der Gegner sonst Remis an. Das Schachkid findet den Einschlag 16. Lxf7+, und ist ganz stolt. Das Material zurück zu gewinnen. Leider hat das Schachkid den schwarzen Verteidigungszug De8 nicht gesehen. Dann wäre die Partie vorbei. Der Gegner sieht es auch nicht. Glück gehabt und der erste Punkt.

Das Schachkid ruht am Buffet aus. Der Schiti hat auch nicht viel zu tun. Die Runde läuft noch, der Schiri blitzt in aller Ruhe. John Lennon von gestern erblickt das Schachkid am Buffet und begehrt zu wissen, wie der beste Tennisspieler Österreichs gespielt hat. Das Schachkid muss passen und googlen. Er hat gewonnen, in zwei Sätzen.

Das  Schachkid hat Hunger und will sich in eimem Spuermarkt Wiener Würstchen kaufen, findet diese aber nicht. Also fragt das Schachkid einen Verkäufer, wo denn die Wiener Würstchen seien. Der Verkäufer guckt das Schachkid mit leeren Blick an, dreht sich wortlos um und geht von dannen. Woher soll das Schachkid auch wissen, dass Wiener Würstchen in Wien Frankfurter heißen. Die Thüringer, wie das Schachkid eines ist, haben aus  ihrem Würsten ein ganzes Business gemacht.

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