3. Oktober 2026

4. Albrecht-Beer-Gedenkturnier – Auch Kuchen will verdient sein

Der zweite Turniertag steht an. Das Schachkid hatte am Vorabend zwei halbe Bier, davon ein dunkles Bier, ein schweres Essen und dann noch einen doppelten Eierlikör. Die Nacht verlief entsprechend – drei Stunden wach ab Mitternacht und auch sonst ein sehr schlechter Schlaf. Die Konzentration ist im Eimer. Das lässt schlimmes für den Turniertag befürchten.

Doch erstmal kommt der Oberbürgermeister und eröffnet die Runde. Es ist ganz erstaunlich und auch schön, welche Aufmerksamkeit aus der Politik  dieses Turnier erhält. Auch die Tatsache, das vier Vereine aus Gera das Turnier organisieren, spricht für sich. Vereinsfeindschaften scheint es nicht zu geben. In Potsdam, wo das Schachkid wohnt, wäre das sicher nicht so möglich, Auch der Sohn von Albrecht Beer ist da und spricht ein paar liebe Worte.

Das das Schachkid in der dritten  Runde einen Gegner mit 2.000 TWZ bekommt, das ist schon etwas ungewöhnlich. Dieser hat eine Doppelnull eingefahren und hatte offenbar einen schlechten Vortag. Heute hat das Schachkid eben diesen und spielt relativ lustlos. Und so spielt das Schachkid seine Partie auch rasch herunter. Entsprechend sieht die Partie auch aus.

Der dicke Doktor macht es nicht  besser. Er hat extra auf das Bier mit Alkohol verzichtet. Hat aber nix geholfen. Die Mehrdame, derer er sich kurz gegen einen FM erfreute, war dann doch wieder weg. Leicht ungehalten winkte er offenbar deswegen dem Schachkid zu, dass gerade beim Bäcker saß und sich als Nachtisch einen Punschigel schmecken ließ. Mit Rumaaroma und nett anzusehen.

Der Nordfriese scheint derweil in Schwung zu kommen und streut ein Remis ein. Der Gegner hat immerhin fast 300 Punkte mehr, Nach dem Turnier hat der Nordfriese auf jeden Fall 300 Punkte mehr als das Schachkid.

Die Nachmittagsrunde wird nicht besser. Mit 6. … g6 stellt das Schachkid gleich mal die Partie weg. Das Schachkid hat es gesehen und muss feststellen, dass man im Turnierschach leider keine Züge zurück nehmen kann. Das ist wirklich mißlich. Bleibt wenigstens Zeit zum Lesen und Musik hören.

Dafür kommen nun die Vereinskameraden so richtig im Schwung. Der Nordfriese gewinnt nach 30 Minuten, ausgerechnet gegen den Zechpreller vom Vortag. Da hilft auch das schwarz gefärbte Haar nichts. Diese Chemie auf dem Kopf wirkt sich nicht positiv auf das Gehirn aus. Beim Doktor dauert es länger mit dem  Punkt, aber der kommt.

Zur Belohung wird sich heute bei einem Italiener versammelt. Und Alkohol vermieden, jedenfalls beim Schachkid. Wöhrend beim Doktor offenbar wieder Bier erlaubt ist.

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