Das Schachkid hat zu tun, in Vorbereitung auf das Bremer Silvesteropen. Die Kurse bei Chessable wurden in denn letzten Wochen arg vernachlässigt. Und so sitzt das Schachkid vor der Abreise nach Bremen und hat zu tun, die ganzen aufgestauten Varianten abzuarbeiten.
Immerhin, die Reise nach Bremen verläuft unspektakulär. Sieht man einmal von der arktischen Kälte und den trostlosen Raststätten ab, in die sich immer mehr Ketten a la Burger King und Coffee Fellows breit machen. Letztere haben immerhin leckeren Apfelkuchen. Mit einigen Widrigkeiten kämpft auch der dicke Doktor. Er ist am Bahnhof, der Zug aber nicht. Immerhin darf er in der Lounge chillen und muss nicht am zugigen Bahnsteig herum stehen.
Der CM ist schon da und verkündet via Whats App, das Hotelrestaurant sei geschlossen. Offenbar hat er genügend Vorräte mit. Er verbarrikadiert sich in seinem Zimmer, nennt dem Schachkid nicht die Zimmernummer und rückt auch keine Vorräte raus. Das Schachkid muss also nochmal los zur Tankstelle und Brötchen besorgen. Zum Glück gab es als Geschenke Knacker zu Weihnachten, von denen das Schachkid nun zehrt.
Zuerst einmal ist das Schachkid unzufrieden mit dem Zimmer. Nicht nur, dass das Restaurant dicht ist, das Zimmer ist auch zur Straße raus. Eine Zahlung von 40 € überzeugt das Hotel zum Zimmertausch zur Trabrennbahn. Die sieht man zwar nachts nicht, dafür ist es ruhig. Der TV bietet auch nur 10 Sender an, da muss der Oldie „Der Prinz aus Zamunda“ her halten. Ein gut gealterter Film.
Morgen ist das Schachkid schon um 5 Uhr wach, Frühstück gibt es erst ab 7. Genug Zeit, um Spanisch und Italienisch zu lernen, Fernschach zu spielen und die Chessable-Kurse zu beenden. Das Schachkid liebt frühes Aufstehen.
Das Frühstück verläuft in Ruhe. Keine Seniorenreisegruppe in Sicht. Schachlich verläuft es nicht ruhig. Was nicht m Open liegt. Das Schachopen hier in Bremen íst zweifellos das am Besten organisierte und entspannteste Open überhaupt. Keine Anmeldung notwendig, man hat Platz am Brett. es ist ruhig, die Leute sind freundlich und die Eröffnungsreden kurt. Und es geht erst um 10.00 Uhr los, dass man am Morgen keinen Stress hat.
Kurz, das Schachkid ist motiviert. Leider passiert dem Schachkid, was ihm immer öfter passiert. Es kommt gut aus der Eröffnung raus aber dann im Mittelspiel findet das Schachkid keinen Plan oder verrechnet sich. Oder lässt vor lauter Begeisterung, den gegnerischen Springer zu fesseln, die eigene Dame stehen. Nun aber gut, nachdem Schwarz f5 gespielt hat, wird es sowieso schwierig.
Zum Mittag fährt das Schachkid zum Rewe. Für den Preis der Mettbrötchen und die Kosten für den Kraftstoff hätte das Schachkid auch gleich im Hotel essen können. Wieder gespart am falschen Ende.
2. Runde – der Doktor und der CM haben gewonnen und bleiben vorne. Das Schachkid verschlägt es ans Ende des Feldes gegen einen Chinesen. Dieser ist sehr freundlich, aber offenbar ein Anfänger. Die Partie gestaltet sich recht komisch, wird dann auch schnell gewonnen. Was der Doktor nur den Kopf schütteln lässt, als er mal vorbei kommt.
Der CM gewinnt diesmal etwas zügiger. Und so sitzt man um 18.30 Uhr im Restaurant und wartet und wartet und wartet… Der Doktor kann es nicht, schnell gewinnen. Nach vorne stürmen und den Gegner überrennen ist seine Sache nicht. Nach eigener Auskunft ginge das in seiner Klasse nicht. Wo ein Wille ist, da ist ein Weg – meint dagegen das Schachkid. Um 19.45 Uhr kann man sich dem endlich dem Abendessen widmen. Es zeigt sich einmal mehr, Bier und Rotwein ist durchaus lecker. Auch wenn der gute Rioja erst aus dem Keller herbei geschafft werden muss. Aber es zeigt sich eben auch, man zahlt dafür am nächsten Tag oder besser gesagt in der Nacht den Preis. Dies jedoch ist ein Thema für Morgen…