Verloren in Guben

Das Schachkid ist vom Hotel genervt. Eigentlich ist es ganz hübsch. Aber der Service… Das Bett ist zu kurz. Das Schachkid kann sich nicht lang ausstrecken. Beeindruckende 2m Körpergröße brauchen eben Platz.

Die Bedienungen als rustikal zu bezeichnen, wäre charmant. Da bekommt ein Gast, der zaghaft die Kellnerin anspricht, schonmal gesagt: „Quatsch mich nicht von der Seite an.“ Das Schachkid bestellt einen Cocktail, was die Bedienung mit „Oh Gott, Oh Gott“ quitiert. Andererseits wirkt diese Rusikalität schon wieder authentisch. Gestandene Frauen mit Lebenserfahrung wie in diese karge Lanfschaft gepflanzt. Etwas ganz anderes als diese jungen Dinger in den großen anonymen Hotelketten.

Eine Kellnerin behauptet, es gäbe kein Tagesangebot. Die nächste offeriert ein Tagesangebot.

Beim Frühstück gibt es Kaffee auf Zuruf. Statt eines Automaten oder einer Kanne, die auf den Tisch gestellt wird, klappert die Bedienung alle 10 Minuten alle Tische ab und schenkt auf Zuruf Kaffee aus. Außerdem vermisst das Schachkid seinen geliebten Obstsalat und ein angerichtetes Müsli.

Das WLAN ist vorhanden, funktioniert aber nicht. Am Empfang kann man nicht mal eine Tageszeitung kaufen. Essen im Restaurant kann man nicht auf das Zimmer buchen. Das Schachkid muss also los, Geld besorgen und eine Zeitung kaufen.

Guben gibt nicht viel her. Das Schachkid fährt in drei Richtungen. Entweder gibt es keine schöne Innenstadt, oder das Schachkid hat diese einfach nicht gefunden, Offensichtlich gibt es aber einen Aldi, der mehrfach lobend von Vereinskameraden erwähnt wird, den das Schachkid aber auch nicht findet. Immerhin ein Möbelhaus ist da. Das Schachkid schaut sich nach einer neuen Flurgaderobe um. Sonst überall Tristess…

Partien folgen…

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