Schachfeste und Kongresse

Schon wieder drei Wochen rum, ein Landeskongress und drei Vereinsfeste gingen vorbei.

Da haben wir den SV Briesen. Bei Sonnenschein sitzt man in einer Kneipe. Das Essen ist dörflich rustikal. Von den Vereinsmitgliedern sind gefühlt mehr als die Hälfte anwesend. Ein großes Plus für den Verein. Die Chefs des Vereins wollen sich zurück ziehen. Die Aufgabenumverteilung funktioniert. Reichlich unsinnig erscheint dem Schachkid dagegen der Vorschlag, für Vereinsmitglieder eine Mindeststundenzahl einzuführen, die abgearbeitet wird. Macht das jemand nicht, soll das Vereinsmitglied  Strafe zahlen. Das Schachkid hält dies für reichlich unsinnig. Wer mitarbeiten will, wird das auch tun. Den Rest wird man eher aus dem Verein vertreiben. Erschreckend war, mit welcher Ernsthaftigkeit über diesen Vorschlag diskutiert wurde.

Weiter ging es mit dem SV Schmalkalden 04. Das Schachkid war nicht da, hat aber den Vereinsvorsitzenden interviewt und hat die Fotos gesehen. Scheint ein sehr lustiges Gartenfest gewesen zu sein mit 90 % Anwesenheitsquote. Das Schachkid bedauert sehr, nicht anwesend gewesen zu sein.

War doch parallel die Vereinsfahrt des USV Potsdam. Also streng genommen der zweiten Mannschaft, das Schachkid wurde von selbiger adoptiert und hat überaschenderweise gleich ein festes Brett bekommen. Ein Haufen Männer grillt vier Tage lang und macht auch sonst einen Haufen Mist. Was für ein Spaß.

Wenige Tage später war Vereinsversammlung des USV. Nun ja, in einer abrissreifen Fachhochschule. Einige wenige Vereinsmitglieder waren anwesend, das ist traurig. Der rührige Vorsitzende gab sein bestes als Moderator im Bemühen, die Mannschaften aufzustellen. Und es gab kostenloses Bier.

Dazu noch ein Landeskongress in Brandenburg. Das Schachkid kann voller Stolz berichten, mit seinen wirren Vereinswechseln in der letzten Saison einen neuen Passus  in der Brandenburger Turnierordnung erzeugt zu haben:

„Ergänzung F.2.1. Mannschaftsmeldung

Am Ende dieses Punktes wurde hinzugefügt: Ein Spieler, der nach dem 1.7. abgemeldet wurde, erhält bei Neuanmeldung für den gleichen Verein keine Spielberechtigung für dessen Mannschaften in der laufenden Spielzeit.“

Vielleicht hätte man die Turnierordnung einen Passus aufnehmen sollen, das man in seinen Verein, wenn man nirgendwo anders war, zurück darf, ohne dann am letzen Brett der Mannschaft zwangsweise zu landen. Vor allem, wenn man nur 48 Stunden lang abgemeldet war und nirgendso anderrs angemeldet.!!!

Möglicherweise wäre die Gründung einer Schachjugend oder Anträge zur Entbürokratisierung des Verbandes die bessere Idee gewesen. Um keinen falschen Zugenschlafg aufkommen zu lassen – Man kann nicht dankbar genug für die Arbeit und Einsatzbereitschaft der Ehrenamtler haben. Aber Bürokratie und Unsachlichkeit mancher handelnden Personen sind manchmal einfach nicht zu ertragen.

Fauit: Gewisses Unverständnis für den Verbandstag in Brandenburg. In Briesen geht es familär zu. Nur manchmal wird von manchen Vereinsmitgliedern das Thema Vereinsleben ein wneig verbissen gesehen. Ganz familör ist es in Schmalkalden. Nur besteht dort ein Nachwuchsproblem. Kein Trainer, kein Nachwuchs, arbeitende Leute mt wenig Zeit. Es ist kompliziert. Der USV Potsdam dagegen hat sportlich die ehergeizigsten Ziele. Und einen netten Abteilungsleiter. Aber wenig Atmosphäre und Zuammenhalt. Das Schachkid ist sich nicht sicher, ob es auf Dauer bleiben will, wenn es so wenig Vereinsleben gibt. Eine Saisonn auf jeden Fall…

Jeder Verein ist anders. Schachspieler sind alles idioten, hört man oft. Das Schachkid gibt hier eine subjektive Meinung zum Besten, die hier bewusst überspitzt formuliert ist. Aber ein Körnchen Wahrheit ist ja in jeden Klischee vorhanden.

 

 

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