Gechillte Briesener in Magdeburg

Eine tiefenentspannte Briesener Garde hat sich nach Magdeburg aufgemacht, um vom 21- bis 23. Oktober den Ramada-Cup in Magdeburg aufzumischen. Wobei aufmischen das falsche Wort ist. Nach intensiver Diskussion zwischen Brauni, Chefää und dem Schachkid beim Abendbuffet (nach dem 5. Gang) stellte sich heraus, dass die Briesener aus allen möglichen Gründen da sind, nur net wegen des Schachs. Hier die Top:

  • Ruhe vor den Kindern (Chefää)

  • Ruhe vor Katastrophen im Job (Schachkid, arbeitet als Krisenbeauftragter)

  • Keine Hausarbeit (Brauni)

  • Wellness (Schachkid)

  • Tolles Essen (alle)

Letzterem fröhnten die Briesener beim Abendbuffet bereits ausführlich, um dann zu Cocktails überzugehen. Das Hotel bietet im Keller eine wunderbare Tanzbar namens “Flamingo”. Aber weder Brauni noch Chefää wollen mit dem Schachkid tanzen gehen. Letzteres hat daher beschlossen, beide mit Cocktails anzufüllen und dann in die Flamingobar zu zerren.

Im Magdeburg absolviert der Ramada-Cup seine zweite Station der Spielsaison 2014/2015. Über 300 Spieler sind vor angemeldet, darunter auch viele Brandenburger. USC Viadrina rückt mit einer großen Truppe an, Schachfreunde aus Eberswalde und Eisenhüttenstadt sind da, viele bekannte Gesichter aus der großen Schachfamilie. Zur großen Freude des Schachkids ist auch der Gefängniswärter mit Sohnemann da. Schachkid kann beide gut leiden und hatte schon einige spannende Partien gegen den Gefängniswärter zu bestreiten. Aber auch Zeitgenossen wie die Hexe von Eastwick und der fotowütige Prinzenvater sind mit von der Partie. Das Leben ist eben bunt, und das ist auch gut so.

Die Briesener möchten gut spielen, sind aber nicht übertrieben ehrgeizig, sondern wollen Spaß an der Sache und ein schönes Wochenende haben. Brauni spielt in der Gruppe F im Mittelfeld. Chefää und das Schachkid spielen in der Gruppe D.

Das Schachkid tut sich schwer damit ein Ziel a la 20 Punkte DWZ-Steigerung auszugeben. Es hält solche Ziele für sinnlos, da ein benannter DWZ-Zuwachs aus der Luft gegriffen ist. Das Schachkid nimmt sich lieber vor, ruhig zu spielen, nicht auf taktische Manöver herein zu fallen und seine Eröffnungen anzuwenden, die das Schachkid geübt hat.

In diesem Turnier ist alles möglich, von 5 Niederlagen bis zum Sieg. Die D-Gruppe ist angenehm durchmischt. Das Schachkid ist nicht Favorit, aber auch nicht an die letzte Stelle gesetzt. Spannende Partien sind möglich. Das Schachkid hat sich ein wenig verkühlt und ist angeschlagen. Es empfindet aber gerade das nervöse angenehme Lampenfieber vor dem Turnierstart, dass der geneigte Leser vielleicht kennt.

Zum Schluss noch dies: Chefää und das Schachkid haben beim Bier beschlossen, remis zu machen und umgehend die Bar zu besuchen, um die dortigen Getränke auf Wellness-Tauglichkeit zu untersuchen, wenn sie gegeneinander ausgelost werden.

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