Drama in Forchheim

Am 3. Oktober waren die ersten beiden Runden beim Forchheimer C-Open zu bewältigen. Das Schachkid hatte vor, zwei Punkte zu holen, hatte aber die Rechnung ohne seine Gegner und die eigene Unfähigkeit gemacht.

In der 1. Runde traf es auf einen Einheimischen. Dieser erklärte im schönsten Dialekt, er habe noch nie am 4. Brett in einem Turnier gesessen. Das siegesgewisse Schachkid erklärte darauf: „Warts ab, in der nächsten Runde sitzt Du noch weiter vorne“. Das Schachkid sollte leider recht behalten.

Frohgemut spielte das Schachkid 1. c4 auf. Dem Gegner entschlüpfte ein Ohaaaa!. Das Schachkid schöpfte Hoffnung, dass sich der Gegner nicht auskennt. Der Gegner wurde nervöser und nervöser. Das Schachkid blieb ganz ruhig und übersah in seiner Agonie einen taktischen Gegenschlag und ein dreizügiges Matt. Zu guter Letzt sah das Schachkid noch ein Dauerschach, wo keines war.

So war der Turniersieg schon nach der ersten Runde weg. Das Schachkid wäre am liebsten sofort nach Hause gefahren.

Am Nachmittag bekam es das Schachkid mit einem motivierten 14-jährigen zu tun. Dieser war sehr höflich und siezte das Schachkid die ganze Zeit. Sowas mag das Schachkid gar nicht, denn dann fühlt es sich alt.

Auch diese Partie war durch Geisterstellungen, die das Schachkid sah, geprägt. Im 25. Zug gab das Schachkid aufgeregt ein Abzugsschach und hoffte, die gegnerische Dame  zu gewinnen. Prompt zog der Gegner seine Dame einfach weg und parierte gleichzeitig das Schach. Ungläubig schaute das Schachkid auf das Brett, dass nun einen Läufer weniger hatte. Gott sei Dank hatte es noch zwei starke Bauern, mit denen es mit Mühe und Not gewinnen konnte.

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