Der beste Schubi der Welt beim Erfurter Schachfestival

Das Schachkid reißt nicht viel beim Erfurter Schachfestival. Ralf dagegen spielt genau ein Schachopen pro Jahr, nämlich dieses und macht auch sonst kein Training. Auch wenn er sich heuer 2 Alibischachbücher gekauft hat, die er nie liest. Ralf kommt und die Gegner bieten Remis an. Wie macht er das nur? Stolze 3.5 Punkte hat er und liegt vor dem Schachkid. Das macht er jedes Jahr so, erst beim Amateurturnier, dann beim Hauptturnier. Das Schachkid ist der bessere Spieler, glaubt es. Ralf liegt trotzdem jedes Jahr vorne. Was nur ist sein Geheimnis…

Der Trainer hat nix gerissen und landete auf Platz 50 im Meisterturnier. Dafür hat er anderweitig Vergnügen gehabt, wie der dem Schachkid freudestrahlend mitteilte.

Das Schachkid hatte einen langhaarigen Teenager, um die 16 Jahre alt, am Tisch sitzen. Das Schachkid befragte den Teeneie sogleich nach dessen langen Haaren, da das Schachkid ja auch darauf hin arbeitet. Später erfuhr das Schachkid, dass der schon etwas hochgeschossene Teenager erst 12 ist. Jetzt tauscht das Schachkid schon Frisurentipps mit 12-jährigen aus. Sind aber auch mnchmal schwer zu schätzen vom Alter her… War das peinlich.

Trotzdem ein sicherer Punkt, glaubte das Schachkid. Der Ilmenauer spielte aber eine gute Partie. Und wird von GM Phätz trainiert.

Nach getaner Arbeit will der trainierte Marathonläufer Ralf das Schachkid auf den Petersberg hoch jagen, wo argentinische Rindersteaks warten. Das Schachkid streikt. Eine Entenkeule in der City muss als Ersatz her halten.

Die Siegerehrung fängt fast pünktlich an. Eine der launigsten Siegerehrungen, die das Schachkid je erlebt hat. Beeindruckend auch, wie schnell der Saal umgebaut wurde. Der launige Moderator Daniel Wanzek gibt Anekdoten zum Besten. Unter anderen klärt er das anwesende Publikum über die Verwandtschaften und Liebesbeziehungen unter den Turnierteilnehmern auf, was einen Hamburger, der Freund von A.Z. auf der Bühne etwas erröten lässt.

Der Schiri Brnd Mießbach wird kurz vergessen, nimmt es aber mit Humor und merkt an: „Der beste Schiri ist der Schiri, den man nicht bemerkt.“

Spielerisch war das Turnier nicht das Beste. Nicht eine Partie gewonnen und die letzten 3 Runden sehr unmotiviert gespielt. Aber das Drumherum hat sehr gestimt. Tolle Organiation. Von den technischen Problemen des Org-Teams hat das Publikum nichts bemerkt. Und wie erwähnte beim Frühstücck im Hotel der Tischgenosse des Schachkids: „Man merkt dem Org-Team an, mit wie viel Herzblut sie dabei sind.“

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