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Englische Geheimnisse

Das Schachkid hat beschlossen, die Englische Eröffnung zu spielen. Es hat sich daher auf die Suche nach einem Buch begeben, dass in die Eröffnung einführt. Das Schachkid fand alsbald das Buch „Englische Geheimnisse“ von Neil McDonald aus der Eröffnungsreihe Starting Out des Verlages Everyman Chess.

Die Buchreihe hat das Ziel, zügig in Eröffnungen einzuführen und einen Überblick über typische Stellungen und Pläne zu geben. Ein Wirrwarr von Varianten wird vermieden, was die Lesbarkeit der Bücher dieser Reihe deutlich erhöht.

Der Verlag Everyman Chess, ein Tochterunternehmen des Verlages Random House mit Sitz in London, publiziert schwerpunktmäßig zum Thema Schach.

Der Autor Neil McDonald, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Fußballspieler, ist ein in Deutschland eher unbekannter Großmeister aus England. Mit einer aktuellen Elo von 2431 (Stand Oktober 2014) kann man den Autor zu den besten Spielern der Welt, wenn auch nicht zur erweiterten Weltspitze, zählen. GM McDonald ist vor allem als Trainer tätig und hat etliche Bücher zu Schacheröffnungen verfasst.

Auf gut 200 Seiten versucht der Autor, die englischen Geheimnisse aufzudecken. Nach einer kurzen Einleitung legt der Großmeister den ersten thematischen Schwerpunkt auf die Symmetrievariante. Kurze Tipps und Warnungen, gekennzeichnet mit einem Totenschädel, bringen die Dinge auf den Punkt und lockern den Lesefluss erheblich auf.

McNeil fährt mit der Nimzo-Englischen Variante und der Vierspringervariante fort. Ausführliche Kommentare und jeweils 1-2 Partien pro Kapitel führen den Leser gut in die Englische Eröffnung ein.

Der Drachen und der Königsindische Aufbau werden vom englischen Großmeister ausgiebig dargestellt. McNeil versäumt es nicht, auf die durchaus vorhandenen Chancen des Schwarzen in gebotener Gründlichkeit hinzuweisen

Dankenswerterweise lässt der Autor auch seltene Varianten oder auch Übergänge in Reti nicht aus.

Fazit: Ein rund um gelungenes Einsteigerwerk für alle Schachspieler, die sich einen Überblick über die Englische Eröffnung verschaffen möchten.

Auf der Suche nach dem Heiligen Gral – Der erste Zug

Das Schachkid hat lange Zeit die Partien bereits in der Eröffnung vergeigt. Es hat die Partie nicht gleich in der Eröffnung verloren. Aber die Stellungen im Mittelspiel waren nach den ersten 10 Zügen bereits positionell schlecht. Mit Weiß hat das Schachkid lange Zeit das Läuferspiel gespielt. Damit gelang auch die eine oder andere taktische Überraschung. Es handelt sich um eine dem Italienischen ähnliche romantische Eröffnung, was das Schachkid mag. Auch die Wiener Partie gefällt dem Schachkid sehr.

Mit Schwarz hat das Schachkid eine Zeit lang sizilianisch versucht. Weiß kann hier aber sehr aggresiv angreifen. Und so ist das Schachkid mehrmals von schachspielenden Kindern in der sizilianischen Eröffnung förmlich überrannt worden, was beim Schachkid zu starken Frust führte.

Schlussfolgerung: Es muss ein Eröffnungsreppertoires her.  Also beschaffte sich das Schachkid Literatur, nämlich „Der Aufbau eines Eröffnungsrepertoires“ von Steve Giddins.

Das kleine Buch ist schnell gelesen und gibt schöne Anregungen und Tipps, wie man vorgehen sollte.

Das Schachkid grübelte lange und probierte einiges aus. Es entschied sich schließlich, als Weißer prinzipiell mit c4 zu beginnen. Die entstehenden Stellungen sind sehr dynamisch. Und der Gegner schaut oft überrascht aus der Wäsche, da er c4 nicht erwartet. Das Schachkid schaut übrigens als Schwarzer genauso überrascht, wenn c4 aufs Brett kommt. Denn als Schwarzer kann es die Eröffnung noch nicht.

Als Schwarzer plant das Schachkid, auf e4 mit Caro-Kann zu antworten. Auf d4 flüchtet das Schachkid in die Slawische Eröffnung. Das Schachkid meint, dass beide Eröffnungen für Schwarz sehr solide Systeme sind, es sammelt aber noch Erfahrungen damit.

Auf andere Eröffnungen improvisiert das Schachkid. Es hält sich dabei an die bekannten Regeln wie z.B. zügige Entwicklung usw.. Man glaubt es kaum, aber wenn man keine Eröffnungen kennt, helfen diese Grundsätze doch sehr weiter.

Doch wie nun diese Eröffnungen lernen? Das Schachkid hat dazu vor Monaten einen Freund interviewt und wurde von diesem auf eine sehr interessante Methode aufmeerksam gemacht, die das Schachkid in einem anderen Beitrag vorstellen wird.