Beobachtungen beim Gubener Neujahrsturnier

Schachspieler sind kuriose Gestalten. Zwei weibliche Teenies laufen im ganzen Hotel nur in Socken rum, diese aber verschiedenen und im Partnerlook. Das Schachkid vermutet, dass das so ein Mädchendingensfreundschaftsbums ist.

Im Spielsaal regt sich am Nebenbrett ein Spieler auf. Bei seiner analogen Uhr fehlt der Nippel am Drücker. Das geht nicht, ein ernstes Hindernis, was dringend beseitigt werden muss. Die Uhr wird ausgetauscht. Der Vertreter des Veranstalters hat dabei ein Fragezeichen im Gesicht.

Gezeter an einem hinteren Brett. Es wird nach einem Schiri gebrüllt. 10-jähriger Pole gegen Senior. Der Junge zieht einen Bauern von b7 nach b8 und will eine Dame. Auf c8 steht ein Läufer, der durch einen Turm gedeckt ist. Der Senior ist empört. Dass der Bauer b7 nicht auf c8 schlägt und durch den Turm geschlagen werden kann. Der Schiri erklärt geduldig, dass Bauern durchaus auch gerade aus ziehen können.

Draußen ist Winter  ausgebrochen. Das Schachkid bleibt im Hotel. Das Schachkid läuft sich einen Wolf, wenn auch keinen Moritz (Wortspiel für einen bestimmten Leser und IT-Gott). Das Zimmer ist am äußersten Ende des Hotels, alles andere am anderen Ende des Hotels. Alles verbunden durch einen schlecht isolierten Glasgang, in dem arktische Kälte herrscht.

4. Runde – neben dem Spielsaal steigt eine Party. „Santa-Maria“ von Roland Kaiser ertönt.

Das Schachkid hat noch nie so beschwingt die Figuren gezogen.

Ein russischer GM, der in der 1. Runde aus Versehen ein Remis eingeschoben hat, wütet unter den Briesenern. Erst muss Olaf dran glauben, in der nächsten Runde dann Daniela. Nach 14 Zügen ist man fertig und analysiert. Bei welchen Open analysiert man schon mal mit einem GM…

Der GM ist nun außer Reichweite. Deshalb müssen sich die Briesener nun gegenseitig kanibalisieren. Olaf und Dave trifft  es in der 5. Runde. Das Schachkid sitzt am Nebenbrett und wird genau hinschauen.

Partien folgen…

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