Abschlussfrust beim Erfurter Open

Am 30.12.2014 ging es in die letzte Runde beim Erfurter Schachopen. Das Schachkid war ein bißchen unmotiviert und hatte schon mit den Schachopen abgeschlossen. Dementsprechend sahen auch die Züge des Schachkids aus. Das Schachkid möchte daher seine Partie lieber nicht kommentieren und milde Gras darüber wachsen lassen.

7 Runden erschöpfen doch ziemlich. Das Schachkid hoffte daher auf ein Remis. Die Hoffnung wuchs, als der Gegner sagte, er sei nicht mehr zur Siegerehrung da, sondern schon auf der Autobahn. Für beide ging es um nix mehr. Um so enttäuschter und wütender war das Schachkid, als der Gegner auf das Remisgebot des Schachkids im 21. Zug es nicht einmal für nötig hielt, zu antworten. Wenn das Schachkid eines nicht leiden kann, sind es unhöfliche Menschen. Nachtragende Menschen kann das Schachkid auch nicht leiden. Und Menschen, die das Schachkid anbrüllen. Die haben es ganz schwer beim Schachkid.

Hungrig und frustriert zog das Schachkid mit Schubi los, um ein Wirtshaus zu suchen. Das Schachkid konnte ja nicht schon wieder ein Buch kaufen. Das begehrte Ziel, der Rote Elephant, hatte zum Leidwesen des Schachkids zu. Schließlich gibt es hier die beste Entenkeule in ganz Erfurt.

Also Smartphones gezückt und zum nächsten Wirtshaus navigiert. Schubi und das Schachkid haben eine Tradition. Seit 8 Jahren latschen beide jedes Jahr an einem Tag stundenlang durch Erfurt auf der Suche nach einem Wirtshaus, bewaffnet mit Navi oder Smartphone. Die Navigation schlägt jedes Mal fehl, so auch diesmal. Durch die gleiche enge Gasse schritten Schubi und das Schachkid sechs mal. Das Schachkid muss zugeben, auch wenn es genervt ist, es macht doch jedes Jahr Spaß.

Schließlich landete man in der Feuerkugel. Dieses Wirtshaus existiert seit mehr als 500 Jahren. Das spricht für eine gewisse Konstanz der Qualität. Lustigster Punkt in der Chronik der Feuerkugel: „Die Polizei verbietet Willi Anders das Hüten von Schweinen im Hinterhof.“  Seinerzeit war das Produkt eben noch nahe dran am Gast.

Ach ja.. „Ein Sonntag ohne Klöße verlöre sehr an seiner Größe.“

Das Schachkid ist zufrieden. Im Hauptturnier war es an 113. Stelle gesetzt, es landete auf Platz 112. Das Schachkid hatte nur stärkere Gegner und machte trotzdem 3 Punkte. 30 Punkte DWZ-Zuwachs waren das Ergebnis. Daneben viele lustige Erlebnisse.

Am 29.12.2014 im Hotel meinte Schubi zum Schachkid, dass auf der dringenden Suche nach einer Toilette war: „Du bist gerade an Udo Lindenberg vorbei gerannt.“ Na ja, das kann schon mal bei einem dringenden Bedürfnis passieren. Also selbiges erledigt und dann zurück gerannt. Und Tatsache, Udo Lindenberg stand in der Hotellobby mit Hut, Brille und Zigarre und gab Autogramme. Und das Schachkid hat es nicht gemerkt. Sachen gibts…

 

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