Archiv für April 2016

Wieder eine Saison rum – eine Bilanz

Die Handwerker bauen neue Schränke auf – das Schachkid sitzt in der Küche und hat Muße, endlich mal wieder was zu schreiben.

Das letzte Punktspiel wurde am 10. April 2016 in Briesen gegen Müncheberg absolviert. Das Schachkid musste am 8. Brett gegen einen kleinen Nachwuchsspieler ran und war schnell fertig. Der Kleine musste kurz getröstet werden. Macht nichts, jeder hat mal mit Schach angefangen.

Zeit, Bilanz zu ziehen. Das Schachkid hat es fertig gebracht, in einer Saison für zwei Vereine und in vier verschiedenen Ligen zu spielen. Für den SV Briesen und den USV Potsdam jeweils in der Landesklasse Nord und Süd, Regionalliga Ost und Kreisliga FFO.

Wie ist die Bilanz? Beim USV gemischt – einmal knapp die Karenzzeit verpasst, einmal war kein Gegner da, ansonsten zwei Remis geholt, davon aber in einer Partie gegen Schwedt den Gewinnzug nicht gesehen. Der USV macht keinen so schlechten Eindruck. Problem: Das Schachkid fühlte sich keiner Mannschaft recht zugehörig. Sowas kommt nicht von heute auf morgen.

In Briesen war die Mannschaft supertoll, man kennt sich seit vielen Jahren. Spielerisch hat das Schachkid fast alles gewonnen. Was keine Kunst war, da es am 8. Brett keine Gegner gab. Wo das Schachkid spielte, weil es vor Saisonstart zum USV und zurück wechselte. Und die Brandenburger Regelung total unsinnig ist, wenn man sich ab- und gleich wieder anmelden möchte beim alten Verein und doch ganz hinten spielen muss. Die Briesener haben übrigens fast den Aufstieg verpasst, obwohl die Mannschaft noch nie so stark wie in dieser Saison war.

Das Schachkid rät davon ab, mitten in der Saison den Verein zu wechseln. Man spielt irgendwo hinten und hat nicht recht eine spielerische Herausforderung.  Freilich, der Trainer hat es gleich gewusst und schon im September gesagt, dass das Schrott sei.

Wie gehts weiter? Das Schachkid beabsichtigt beim USV Potsdam zu spielen und hofft, in einer gut durchmischten und netten Mannschaft zu landen. Ob dje Entscheidung für den USV Potsdam und gegen den SV Briesen die richtige ist, wird man erst nach der Saison wissen. Aber Überraschungen sind ja immer möglich…

 

 

Görlitz und so on…

Nach Görlitz wartet Unangenehmes auf das Schachkid. Die Pension Picobello war mit der Hotelbewertung des Schachkids nicht einverstanden und meinte außerdem, das Schachkid habe doppelt gebucht. Rechnungen wurden an das Schachkid geschickt. Dem Schachkid wurde Hausverbot erteilt. Das ist nicht weiter schlimm, da das Schachkid nicht vorhatte, diese Pension nochmal zu besuchen. Eine strafrechtliche Anzeige bei der Polizei wurde angedroht, zivilrechtliche Maßnahmen sollen folgen.

Das Schachkid widerspricht den Rechnungen, die Pension rückt auch pompt davon ab. Ein Anwalt meldet sich. Man fordert das Schachkid auf, die Hotelbewertung zu prüfen und zu überarbeiten, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben und einen dreistelligen Betrag an den Anwalt zu zahlen. Da wird das Schachkid nun seinerseits zum Anwalt latschen. Einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema hat das Schachkid bei Finanztip gefunden.

Der Trainer und auch der andere Trainer des  Schachkids haben sich derweil die Partien von Görlitz angeschaut.  Zwei sehr intensive Moralpredigten waren die Folge. Während der eine Trainer rot anlief und, emotional vorgetragen, sehr intensive Hinweise zur Verbesserung des Trainings gab, war der andere Trainer erstmal sprachlos. „Wie eine 1700 ist das aber nicht.“ und „Wenn Du so spielst, kannst Du  gegen alles verlieren!“ waren noch die harmlosen Kommentare. Das Schachkid nahm die berechtigte Kritik hin und versuchte, die Trainer mit Dackelblick und Schokolade milde zu stimmen. Funktionierte zweimal nicht.

Im Nachhinein ist das Schachkid schwer begeistert, ab und an einen Tritt in den Hintern zu bekommen, das ist sehr motivierend.

Der zum Cheftrainer beförderte Schachwizard hat sogleich eine Bestandsaufnahme gemacht und sieht erhebliche Defizite bei Taktik und Eröffnungen. Das Schachkid hat sich daher bei Chesstempo angemeldet und macht nun jeden Tag eine halbe Stunde Taktiktraining. Sehr gute Seite, wenn man Goldmember wird…

Daneben wird das Buch „Eine Reise über das Schachbrett“ von Klaus Trautmann durchgearbeitet.

Das Schachkid hat den Autor noch persönlich kennengelernt. Ein sehr lehrreiches Buch über Schachtaktik mit der richtigen Prise Humor.

Weitere 30 Minuten pro Tag  beschäftigt sich das Schachkid mit dem Aufbau eines Eröffnungsrepertoires. Wie das geht, wird das Schachkid bei Gelegenheit beschreiben. Auch hier begintn die Reise mit einem Buch „Aufbau eines Eröffnungsrepertoires“ von Steve Giddins :

 

Diese Aufgabe ist sehr langwierig und offenbar auch niemals so richtig abgeschlossen. Aber das Schachkid ist, Moralpredigt sei Dank, bis unter die Haarspitzen motiviert, führt weiterhin sein Traningstagebuch und macht die Hausaufgaben, die es vom Schachwizard aufbekommt. Ja Hausaufgaben… Schwänzt das Schachkid die Hausaufgaben, wird der Schachwizard unangenehm. Da das Schachkid keine Lust auf eine weitere Moralpredigt hat, folgt es brav den Anweisungen seines Trainers.  Was zugebenermaßen auch mehr und mehr Spaß macht…

Verlinkt und zurück gelinkt

Der Berliner Schachverein Zugzwang95 beschäftigte sich jüngst in einem Artikel mit dem Problem der Gleichstellung am Schachbrett und daneben und überhaupt. Nebenbei wurde lobend der „lesenswerte Blog des Schachkids“ erwähnt, was das Schachkid nur angesichts dieses Brandartikels zur Förderung der Damen nur zurück geben kann! Also klicken und lesen.