Archiv für März 2016

14. Apotheker-Open – Im Turniermodus angekommen

So ein Schachopen geht immer fürchterlich schnell vorbei. Schon naht der letzte Tag. Gewinnen war heute Pflicht, sollte die DWZ nicht vollkommen ruiniert werden. Auch Dave und Lucky wollten noch vorne mitmischen. Was nur bedingt gelang…

Dave plagte sich gegen einen vereinslosen Spieler mit 1400 DWZ. Das Schachkid war schon nach einer Stunde fertig und hatte seinen Gegner, der sich sehr passiv verteidigte, in der Schottischen Eröffnung nach einer Stunde überrannt. Zeit, um shoppen zu gehen. Das Schachkid ist zu dick geworden und brauchte dringend eine neue Hose. Bis die Wirkung des neu aquirierten Fitnessstudios eintritt, müssen ein paar Wochen mit dem neuen Beinkleid überbrückt werden. Görlitz hat, neben der schönen Innenstadt, auch zum Shopping einiges zu bieten.

Das Schachkid trabte also entspannt zurück, die Runde konnte nur noch 20 Minuten gehen. Dave sah sich mit dem nackten König Läufer und Springer gegenüber. Der Gegner hatte noch 5 Minuten und stieß bei jeden Zug kleine Verzweiflungsschreie aus und verkündete, er habe keine Ahnung, wie das zu spielen sei. Der sichtlich genervte Dave spielte kühl und konzentriert. Bestanden doch Hoffnungen auf ein Remis. Allein es half nix. Der Gegner stieß einen überraschten Schnaufer aus, als er offensichtlich durch Zufall das richtige Motiv fand. Dave rauschte erstmal allein zum Bahnhof ab. Verständlich, nach so einer Partie geht einem alles auf die Nerven.

Selbige zeigte Lucky. Beide Seiten haben noch einen Turm und je zwei vereinzelte Bauern. Aber Lucky hat 10 Minuten mehr Zeit. Die Stellung scheint Remis. ABer Lucky gewinnt einen Bauern, der Gegner denkt zu lange nach. Das Blättchen fällt. Auch wenn die Stellung remis scheint und der Randbauer nicht durchzukriegen ist.

Kurzes Mittag Essen mit der Fetten Henne. Ein ultrascharfer Senf auf Thüringer Bratwurst – scharf und lecker. So wie das dynamische Duo, dass sich die Bratwürste reinpfeift.

Gewinnen ist für alle in der letzten Runde Pflicht. Das Schachkid sitzt neben Lucky. Dieser lüftet unter dem Schachtisch seine Füße, was des Schachkids Gegner kritisiert. Lucky guckt böse zurück.

Dave hat eine kleine Chinesin. Die Stellung ist chaotisch, ein wildes Wirrwarr von schutzlosen Königen, Damen, Einzelbauen und Leichtfiguren. Aber Dave scheint den Durchblick zu behalten und setzt matt.

Lucky hat es mit einem Schachzwerg aus Magdeburg zu tun. Der kleine Bursche greift mächtig an und setzt Lucky mächtig unter Druck.  Das nennt man Königsangriff. Lucky muss die Waffen gegen den Schachzwerg und späteren Zweitplatzierten des Schachkids strecken.

Der Gegner des Schachkids spielt als Weißer die Eröffnung etwas konfus und versucht einen Königsangriff. Das Schachkid fühlt sich nicht wohl, Schwarz steht sehr gedrückt. Aber nach 14. … f6 scheint der schwarze Königsflügel befestigt. Und Weiß hat auf der c-Linie ein Problem. Es droht Sb4. Den c-Bauern zu verteidigen, sieht nicht einfach aus. Und tatsächlich gewinnt Schwarz bald Material und zerlegt den weißen Damenflügel.

Spielerisches Fazit des Opens: 7. Platz und 70 € Preisgeld, ca. 5 DWZ verloren. Aber es hätte mehr drin sein können. Erst am letzten Tag kam das Schachkid in den Turniermodus und hat die Partien ordentlich gespielt, lange nachgedacht und gut gespielt. Davor die Partien waren schlimm.  Glück, dass nur 1,5 Punkte auf der Strecke blieben und am letzten Tag Schadensbegrenzung betrieben werden konnte. Das Schachkid spielt nun wohl tatsächlich auf dem Niveau einer 1700. Aber alte Verhaltensmuster, wie zu schnelles Spiel und nicht richtiges Überlegen, brechen noch zu oft durch. Die Eröffnungen sitzen auch noch nicht. Da ist noch Luft nach oben. Aber Spaß gemacht hat es mit den Leuten, die so mitpielten.

14. Apotheker-Open Görlitz – I lay down

Das Schachkid hat sich eine CD vom Trainer ausgeborgt und hört diese zur Fahrt zum Spiellokal rauf und runter.

Hammer, besonders der 7. Titel „Lay it Down!.

Das Schachkid hat bei der Musik eine Erleuchtung. Dave hat mit seinem Bart und seinem Holzfällerhemd doch eine gewisse Ähnlichkeit mit…

borland

Schach gespielt wurde auch. Das Schachkid hielt den Gegner aus Mandys Truppe für einen Sparziergang. Dieser bestrafte sogleich die Arroganz des Schachkids und ging ins Endspiel mit zwei Mehrbauern. Mit Mühe konnte sich das Schachkid ins Remis retten. Starkes Spiel und gute Entwicklung Dank Training von Lucky. Dave kam derweil vom Weg ab. Kevin Großmann aus Cottbus, den das Schachkid für einen heimlichen Randsachen hält, zerlegte den armen Dave. Turniersieg in Gefahr.

Mit dem Wichernhaus kann man direkt neben dem Spiellokal speisen. Früher war hier mal die Armenspeisung. Auch heute wird hier günstig essen angeboten. Dem Schachkid ist nicht nach Kantine. Man geht zum Griechen. Dave mag keinen Ouzo, den der Kellner anschleppt. Also muss das Schachkid das übernehmen. Das Schokoladensoufflet scheint dafür bei Dave wie ein Orgasmus auf der Zunge zu sein. Irgendwas von einem flüssigen Kern murmelt er.

Nun war ein Dresdner fällig. Der nette Gegner  opferte auf e6 eine Leichtfigur und erhielt dafür zwei Bauern. Das Opfer schien nicht korrekt zu sein, da Schwarz mit der Dame ein Zwischenschach geben kann. Im Endspiel verbleibt Schwarz das Läuferpaar, dass sich die Mehrbauern leicht zurück holen kann.

Dave spielt diesmal richtig lange, gewinnt und bleibt in der Spur.

Man lässt durch einen Boten ausrichten, man wolle über alles reden. Das Schachkid hat, zornig wie es war, eine Bewertung bei Holidaycheck, hinterlassen. Das Picobello glaubt weiter, das Schachkid habe doppelt gebucht und möchte  offensichtlich eine Stornorechnung senden. Das Schachkid dagegen hat die Zimmerabsage archiviert. Da droht wohl noch Ungemach, den das zornige Schachkid mit Wohlwollen entgegen sieht.  Schlechter Service und falsche Behauptungen, das mag das Schachkid gar nicht.

Man geht in eine Pizzeria, dann wieder ab ins Kino-Cafe Klappe. Es wird das Würfelspiel Bluff gespielt. Der Studierte in der Runde, Dave wird beauftragt, mittels Gebrauchsanleitung herauszufinden, wie das Spiel funktioniert. Nach einer halben Stunde hat er es raus. Die anderen Gäste gucken pikiert, als die Würfelbecher knallen.

Die Teenies wollen zurück zur Pension und Batman gucken. Die lebenshungrigen Männer dürstet es nach mehr, also ab eine Bar gesucht. In Görlitz tobt nachts nicht so das pralle Leben. Das Schachkid vertraut seiner App, findet was und navigiert mit Google hin. Man läuft im Kreis. Pfadfinder Dave lotst auf alte Art und Weise. Das Salü, ein uriges Ding. Was nun? Dave geht ins Hotel, nix los mit den unter 30-jährigen. Das Schachkid zieht mit Lucky weiter. Aber das Etasblisment in Polen ist dann doch zu seltsam. Man beschließt den Tag.

14. Apotheker-Turniern in Görlitz – Unzufrieden mit der Gesamtsituation

Der Tag zusammengefasst: Die Pension ist Mist, der Spielstil ist schlimm. Der Schachtrainer simst und hat sehr gute Nachrichten, was das Schachkid wirklich freut.

Das Schachkid nächtigt im Picobello. Das Zimmer ist eiskalt. Warm duschen ist nicht, es kommt nur kaltes Wasser. Späterer Kommentar der Rezeption: „Das kann bei 98 Gästen schon mal passieren.“  Tageslicht herein gelassen werden geht nicht. Das Schachkid ist im Erdgeschoss zur Straße raus und hat Panorama-Fenster. Seinen Astralkörper will das Schachkid nun wirklich nicht halb Görlitz zeigen. Der beeindruckende Fernseher hat eine Bildschirmdiagonale von 19 cm. Eine Fernbedienung gibt es nicht, WLAN oder Handynetz auch nicht. WLAN kann man kaufen. Begründung der Rezeption: „Man sei zu dicht an der polnischen Grenze dran.“ Vermutlich hat man Angst, dass die Polen das Internet klauen.  Auf zum Frühstück. Für 6 € muss das Schachkid selber eindecken und sein Geschirr wegbringen. Orangensaft ist alle. Auch sonst sieht das Buffet sehr mager aus. Das Schachkid denkt, da muss was passieren und geht erstmal zu seiner Partie.

Eine 1406 muss ja zu schaffen sein. Aber das Schachkid fällt in alte Verhaltensmuster zurück. Schnelles Spiel, nicht gründlich genug rechnen. Das Schachkid glaubt, nach dem 18. Zug einen Bauern zu gewinnen, lehnt ein Remisangebot ab und sieh nicht, dass nach 19. … Lxf3 der Turm weg ist oder es wahlweise matt wird. Das Thomas Beck in der Folgerunde die Nr. 1 der Setzliste zerlegt, ist nur ein schwacher Trost. Die Nr. 1 und das Schachkid trösten sich Abends bei Bier und Pizza gegenseitig.

Das Schachkid geht wütend zurück zum Picobello und wirft die Sachen ins Auto. Die Rezeption äußert Unverständis, als sich das Schachkid äußert, es wolle frühs warm duschen. Das Hotel Zur Börse wird angefahren. Die Rezeptionistin drückt dem Schachkid 3 Schlüssel in die Hand und meint, das Schachkid solle sich die Zummer anschauen. Sehr hübsch, nur die Betten sind zu kurz. Das 2m-große Schachkid braucht ein großes Bett.  Am Goldenen Strauß findet das Schachkid eine neue Heimstatt.  Doppelter Preis, aber warmes Wasser in der Dusche! Und für 5,- € Frühstück gibt es ein Buffet und Service.

Der Schachtrainer fragt an, wie es läuft. Das Schachkid fragt zurück. Good News. Es fügt sich irgendwie zusammmen, was zusammen gehört. Das Schachkid ist sehr erfreut und freut sich sehr für den Trainer.

Dave hat übrigens schon wieder gewonnen.

Nun wartet ein kleines niedliches Mädchen auf das Schachkid. Die junge Dame plant einen längeren Aufenthalt am Schachbett und stellt ein kleines Buffet auf. Die Colaflasche geht nicht auf. Das Schachkid hilft der Gegnerin mit Muskelkraft aus. Der lange Aufenthalt wird ganz kurz, wenn das Mädel 12. Lxc6 sieht. Dem Kinde fehlt noch die Erfahrung, aber das wird. Sehr knuffig, die Kleine…

Lucky hat verloren. Man beschließt, mit den großen Jungs aus Eberswalde Pizza essen zu gehen. Dave wird aus dem Hotelzimmer geklopft. Der schläft schon wieder. Polnische Steinofenpizza mit polnischen Schwarzbier, das kann das Schachkid sehr empfehlen. Man wankt weiter zum Cafe-Kino Klappe. Bei Kakao und Drinks a la Gletscher spielt man Mensch ärge Dich nicht. Dave, der schon 3 aus 3 hat, beweist abermals Können und gewinnt auch hier. Ein Teufelskerl, dieser Dave Möwisch.

Timing ist alles…

Das Schachkid hat in der Nacht tatsächlich 3 Stunden geschlafen und hockt nun gemütlich im Büro herum, genauer in einem Meeting. Nachmittag wird es nach Görlitz gehen. 1,5 Stunden Fahrt – um 17.00 Uhr geht es los.  Abfahrt um 14.00 Uhr reicht dicke.

13.55 Uhr – der Chef will noch was, das ist schnell erledigt. Schnell die Ausschreibung gesucht und parallel das Handy neu gestartet. Die Datenverbindung funzt nicht. Wie war jetzt nur die PIN. Dritter Versuch, diese muss es sein. Handy ist geperrt. Das Handy fordert die PUK. Woher nehmen? Hektik kommt auf.  Das Schachkid versucht, sich im Kundencenter von 1&1 einzuloggen. Wenn es das Passwort wüsste.

Die Hotline wird bemüht. Es ist 14.30 Uhr, noch genug Puffer – das Schachkid entdeckt in der Ausschreibung eine Handynummer, die man anrufen kann. Wenn man später kommt. Die PUK hat Priorität. Ostern ohne Handy, das geht nicht. Die Hotlie rückt die PUK nicht raus, das Schachkid wird langsam ungehalten. Immerhin das Login fürs Kundencenter weiß die Hotline.

15.00 Uhr  – das Handy ist wieder einsatzfähig. Das Schachkid packt zusammen, um 16.30 Uhr wird es in Görlitz sein. Ah, die Kollegen, man quatscht noch ein wenig, das Schachkid wankt zum Auto. Upps, schon halb vier? In 30 Minuten ist Meldeschluss. Der Turnierleiter muss angerufen werden. 1. Versuch – Nummer nicht gültig. 2. Versuch – eine Betonfirma ist am Telefon. Das Schachkid wird böse. 3. Versuch – Schachfreund Liebsch ist dran und sagt, kein Problem, Karenzzeit 60 Minuten. Es ginge vermutlich nicht pünktlich los.

Das Schachkid gibt das Ziel ins Navi ein. „Sie erreichen Ihr Ziel in 2,30 Stunden – Ihre Ankunftszeit ist 18.19 Uhr.“ vekündet das Navi emotionslos. Das kleine Herz des großen Schachkids setzt kurz aus. Oha, da hat es sich wohl etwas verschätzt. Abfahrt um 15.45 Uhr.

189 km – über Landstraße. Schwere LKWs donnern oder besser kriechen über die Bundesstraße. Das Schachkid wird nun aggressiv, es muss auf Toilette, hat aber keine Zeit dafür, verkneift es sich also. Einige gewagte Überholmanöver und großzügige Auslegungen der Straßenverkehrsordnung – das Schachkid fährt 15 Minuten raus. Ankunft um 18.05 Uhr.

Das Auto wird halb auf dem Bürgersteig platziert. Das Schachkid sprintet zum Spiellokal. Vor der Treppe zum Spielsaal gehen ein paar Schachspieler Richtung großen Saal. Einer blockiert die Treppe und macht auch keine Anstalten zu weichen. Das Schachkid sieht sich zu einer unhöflichen Aufforderung genötigt und schiebt den irritierten Spieler sanft zur Seite. Kurz noch auf der Treppe lang gelegt. Holger Borchers brüllt: „Da isser ja.“ Ankunft am Brett – noch 2 Minuten Zeit, Sf6 wird gezogen. Schnell auf die Toilette.

Das Schachkid hat nun 30 Minuten für 36 Züge – und keinen Stift. Der Schiri wird angequatscht. Der wühlt in seiner Tasche nach einem Stift. 5 Minuten sucht er nach einem Kuli und legt dafür 5 andere Stifte zu Setie. Das Schachkid wird wahnsinnig und eilt zu seinem Vereinskameraden Dave. Der zuckt merklich erschreckt zusammen, als das Schachkid ihn antippt, als stehe der Teufel persönlich vor ihm. Natürlich hat er seinen Ersatzstift im Hotel gelassen. Der Schiri findet mittlerweile was.

Das Schachkid fängt an, schnell zu spielen, ohne großartig nachzudenken. Die Qualiät der Partie ist entsprechend. Das Schachkid gewinnt einen Bauern, der kleine Gegner gewinnt ihn zurück. Das Schachkid schafft die 36 Züge in der Zeit und hat den Gegner einzügig vor dem Matt. Das Blättchen des Schachkids fällt. Der Schiri kommt tatsächlich und stellt die Uhr des Schachkids zurück und hält den Schiri für bekloppt. Dieser schaut auch irritiert, als das Schachkid matt setzt. Der Schiri nimmt die Uhr sogleich wieder zur Hand und stellt die Uhr neu.

Dave hat mittlerweile gewonnen. Man geht auf die polnische Seite lecker essen.  Abends kommt das Schachkid im Picobelo an. Für 34,- € ist es erschreckend rustikal. Die Rezeption macht das Schachkid sogleich an, wieso es doppelt gebucht habe. Das Schachkid keift zurück, dass eine Reservierung verweigert wurde. Das Zimmer ist groß und eiskalt. Der kleine Heizkörper kann es nie schaffen, das Zimmer aufzuheizen. Der Fernseher hat 10 Zoll, einee Fernbedienung gibt es nicht. Internet kostet 5 € für 3 Stunden.  Das Schachkid hat schon besser genächtigt.

33. Internationales Äskulap-Turnier 2016 – Das wird nix

Das Schachkid begibt sich heute zum 33. Internationales Äskulap-Turnier 2016 nach Görlitz. Das Schachkid ist mit seiner gewaltigen Zahl unter den Top10. Bleibt abzuwarten, wo sich das Schachkid nach dem Turnier wiederfindet.  Zumindest die erste Runde kann nur ein Desaster werden. Das Schachkid war in der Nacht in Berlin unterwegs, um drei Bars zu begutachten. Alle drei Bars waren nix, aber geeinet, das Schachkid erst um zwei Uhr im Bett landen zu lassen. Drei Stunden später ging es schon wieder aus den Federn. Das Schachkid hat einen Job und muss ja von etwas leben. Kurz, ein Arbeitstag steht bevor, dann noch die Fahrt nach Görlitz… Keine guten Vorraussetzungen für eine Partie am Abend. Auch wenn es ein leichter Gegner wird. Im Vorjahr ist das Schachkid von einem 10-jährigen in der ersten Runde umgeholzt worden. Es dürfte spannend werden, wie der heutige Tag läuft. Turnierziel ist eine Platzierung in denn Top10, gute Partien zu spielen und die DWZ zu halten.

Und er lebt noch…

Nein, dieser Blog ist nicht tot, nein, nein…  Er lebt noch, das Schachkid. Selbiges hat sein Hauptquartier vor wenigen Wochen nach Potsdam verlegt. Schöne Stadt, kann das Schachkid nur empfehlen. Im Hauptquartier des Schachkids sieht es noch wüst aus, es fehlt an Schränken. Das benachbarte Berlin ist voller Möbelläden. Aber vernünftige Schränke gibt es nicht. Und findet das Schachkid  mal einen Schrank, hier bei Otto, gibt es keinen Aufbauservice. Das Schachkid will keine Schränke zusammen bauen. Alles, was keine Tastatur oder Maus hat, fasst das Schachkid lieber nicht an.

Was geschah bisher? Das Schachkid hat das eine oder andere Turnier gespielt, auch mal eins gewonnen, und aus Versehen die 1700 DWZ geknackt. Das Schachkid zeigt nun hier seine DWZ-Kurve und blickt stolz vom Sofa umher.

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Ein Jahr Training, ein wenig mehr, und das Ziel ist erreicht, eine 1700 DWZ. Erste Erkenntnis des Schachkids, es fühlt sicht nicht so an. Macht aber nix, das Schachkid braucht ein neues Ziel – die 1700 halten. Das Schachkid traut sich kaum, ein Turnier mitzuspielen, hat sich aber vorsichtshalber mal in Görlitz angemeldet.

Das Schachkid beschäftigt mittlerweile einen ganzen Trainerstab, Nils Werthmann und FM Felix Meißner. Für nähere Informationen klicke man auf den Namen. Das Schachkid kann beide uneineschränkt empfehlen.

Ersterer glänzt nicht nur durch grundsätzlich topmodisches Aussehen, sondern seinem Ruf als wandelndes Eröffnungslexikon. Egal, was man wissen möchte, Nils fragen… Er schafft es, die Dinge verständich zu erklären, auch dem Schachkid.  Spontane Wutanfälle, wenn das Schachkid seine Hausaufgaben nicht macht, oder Brandreden, wenn das Schachkid mal wieder zu passiv spielt, machen das Training emotional gesehen aufregend. Was solls, das Schachkid muss ab und an mal in den Hintern getreten werden.  Der Potsdamer hat eine Bombensaison gespielt, pflügt durch die Jugendbundesliga und wird die 2000 DWZ locker knacken. Damit ist der Abstand zum Schachkid wieder hergestellt.

Felix setzt in Eröffnungsfragen eher auf obskure Nebenvarianten,  findet aber selbst in in jeder Partie noch Fehler. Da zeigt das siegestrunkene Schachkid mal eine seiner Meinung nach fantastische Gewinnpartie. Der Trainer findet garantiert noch bessere Züge und kann das auch noch begründen. So ein FM-Titel ist offensichtlich berechtigt.

Kann man beide Trainer vergleichen? Eher nicht, aber es macht mit beiden sehr großen Spaß zu trainieren. Mit Büchern und DVDs kommt das Schachkid nicht so zurecht. Aber eine persönliche Betreuung ist Bombe. Falls jemand mal einen der beiden zwecks Traiing konakgieren will, das Schachkid stelld gerne den Kontkak her, aber nur zu netten Leuten.