Archiv für Dezember 2015

Der beste Schubi der Welt beim Erfurter Schachfestival

Das Schachkid reißt nicht viel beim Erfurter Schachfestival. Ralf dagegen spielt genau ein Schachopen pro Jahr, nämlich dieses und macht auch sonst kein Training. Auch wenn er sich heuer 2 Alibischachbücher gekauft hat, die er nie liest. Ralf kommt und die Gegner bieten Remis an. Wie macht er das nur? Stolze 3.5 Punkte hat er und liegt vor dem Schachkid. Das macht er jedes Jahr so, erst beim Amateurturnier, dann beim Hauptturnier. Das Schachkid ist der bessere Spieler, glaubt es. Ralf liegt trotzdem jedes Jahr vorne. Was nur ist sein Geheimnis…

Der Trainer hat nix gerissen und landete auf Platz 50 im Meisterturnier. Dafür hat er anderweitig Vergnügen gehabt, wie der dem Schachkid freudestrahlend mitteilte.

Das Schachkid hatte einen langhaarigen Teenager, um die 16 Jahre alt, am Tisch sitzen. Das Schachkid befragte den Teeneie sogleich nach dessen langen Haaren, da das Schachkid ja auch darauf hin arbeitet. Später erfuhr das Schachkid, dass der schon etwas hochgeschossene Teenager erst 12 ist. Jetzt tauscht das Schachkid schon Frisurentipps mit 12-jährigen aus. Sind aber auch mnchmal schwer zu schätzen vom Alter her… War das peinlich.

Trotzdem ein sicherer Punkt, glaubte das Schachkid. Der Ilmenauer spielte aber eine gute Partie. Und wird von GM Phätz trainiert.

Nach getaner Arbeit will der trainierte Marathonläufer Ralf das Schachkid auf den Petersberg hoch jagen, wo argentinische Rindersteaks warten. Das Schachkid streikt. Eine Entenkeule in der City muss als Ersatz her halten.

Die Siegerehrung fängt fast pünktlich an. Eine der launigsten Siegerehrungen, die das Schachkid je erlebt hat. Beeindruckend auch, wie schnell der Saal umgebaut wurde. Der launige Moderator Daniel Wanzek gibt Anekdoten zum Besten. Unter anderen klärt er das anwesende Publikum über die Verwandtschaften und Liebesbeziehungen unter den Turnierteilnehmern auf, was einen Hamburger, der Freund von A.Z. auf der Bühne etwas erröten lässt.

Der Schiri Brnd Mießbach wird kurz vergessen, nimmt es aber mit Humor und merkt an: „Der beste Schiri ist der Schiri, den man nicht bemerkt.“

Spielerisch war das Turnier nicht das Beste. Nicht eine Partie gewonnen und die letzten 3 Runden sehr unmotiviert gespielt. Aber das Drumherum hat sehr gestimt. Tolle Organiation. Von den technischen Problemen des Org-Teams hat das Publikum nichts bemerkt. Und wie erwähnte beim Frühstücck im Hotel der Tischgenosse des Schachkids: „Man merkt dem Org-Team an, mit wie viel Herzblut sie dabei sind.“

Schwarzer Tag beim Erfurter Schachfestival

Nach vier Remisen in Folge muss nun endlich mal ein Sieg her, so das Motto des Tages. Es kam schlimmer.

Zuerst ging es gegen den jugendlichen Sachsen Maximilian Fahrland, der so gar nicht sächsisch sprach. Er kam aus Heidenau und musste dem geographisch unbewanderten Schachkid und dessen Brettnachbarn erstmal erklären, wo das liegt. Der nette Typ überspielte das Schachkid, von dem vollkommen unbemerkt am Königsflügel.

Kurze Analyse hinterher. Ein zweiter Heidenauer, ein Teenie aus dem Meisterturnier, gesellte sich dazu und haute nur so die Varianten aufs Brett, die er beim Vorbeigehen gesehen hatte. Schon beeindruckend, in Heidenau muss es eine tolle Jugendarbeit geben.

Szene am Nebenbrett des Schachkids.

Schwarz: „Ich biete Remis.“

Weiß: „Ich kann nicht schon wieder eher fertig sein als mein Sohn. Wir sind doch erst im 11. Zug.“ und macht einen Zug.

Schwarz: „Jetzt hast Du eine Figur stehen lassen.“

Weiß: „Oh, jetzt willst Du wohl kein Remis mehr.“

Schwarz: „Ich muss noch shoppen gehen. Lass uns Remis machen.“

So schnell geht das…

Nun ging es gegen den Erfurter Lutz Krajinski. Dieser gehörte zwar zum Erfurter Urgestein, was die Teilnehmer angeht. Aber man hatte noch nie das Vergnügen. Bei einer DWZ von 1640 ging das Schachkid von einem möglichen Sieg aus. Überraschend war dann jedoch, wie aggressiv der Erfurter angriff und das Schachkid überrannte. Deprimierend…

Man aß im „Roten Elefanten“ zu Abend. Es gibt dort Gerichte mit klangvollen Namen wie „Flottes Huhn“. Absoluter Geheimtipp, diese Studentenkneipe.

Das Schachkid beschloss, den Abend an der Bar zu verbringen und schaute kurz beim Doppelkopfturnier vorbei, was als Rahmenprogramm statt fand. Man suchte dringend einen 12. Mann, also meldete sich das Schachkid. Kurz die Jacke auf dem Zimmer abgelegt und zürück zum Tunier. Nun waren es 13. Mann. Das Schachkid stieg aus, die Bar lockte. Dort angekommen studierte das Schachkid die umfangreiche Cocktailkarte, als die gute Seele des ThSB herbei geeilt kam, Man sei nur 11. Mann und bräuchte dringend einen 12. Spieler. Kaum oben angekommen, waren es wieder 13 Spieler. Das Schachkid wollte wieder los. Nun brach eine Diskussion los, wer nun spielen soll. Die gute Seele wollte nicht, das Schachkid auch nicht, ließ sich dann aber breit schlagen.

Der Vorjahressieger Daniel Wanzek konnte seinen Erfolg nicht wiederholen, gewann aber trotzdem einen Preis. Er hatte rührenderweise einen Preis für den letzten Platz besorgt. Nicht ahnend, dass er den an sich selbst verleihen würde. Manchmal hat das Leben einen schrägen Humor.

Das Schachkid – Schrecken der Oberurseler beim Erfurter Schachfestival

Neuer Tag, neues Glück. Das Schachkid hat keine Lust auf Schach und sitzt lieber in der Lobby herum und updatet seine Homepage. Es gibt ja eine Stunde Karenzzeit. Mit 30 Minuten Verspätung taucht das Schachkid entspannt am Schachbrett auf, wo der Oberurseler Weiland wartet. Wo auch immer Oberursel liegt.

Neben dem Schachkid sitzt mit Marinanne, 89 Jahre alt, die älteste Teilnehmerin, Lebenslustig und begeistert kommt die alte Dame daher. Ihr Lebensmotto, tut Sie kund. Man müsse optimistisch denken und den Tag genießen. Offensichtlich das richtige Rezept für ein hohes Alter.

Es entwickelt sich eine Partie, die nie so richtig spannend wird. Schwarz legt eine sehr ruhige Eröffnung vor. Weiß tauscht fleißig ab. Im Endspiel ist nicht viel zu reißen. Thomas Weiland erzählt dem Schachkid später, er habe am Vortag im 5. Zug den Springer eingesteltt und habe daher heute lieber vorsichtig spielen wollen.Schach ist eben oft auch Nervensache,

Ralf spielt gegen Tino Theer fast 5 Stunden. In dem Südthüringer Duell sieht Tino. Ralf lässt irgendwo zwei Bauern stehen. Man geht essen und tröstet sich mit Eierlikör und Mohn auf der Krämerbrücke.

Der Trainer scheint ein Formtief zu haben und bringt heute nur ein Remis zu Stande. Tröstlich, dass auch FMs mal eine Formkriese haben. Wird auch wieder besser laufen.

Das Schach oft Nervensache ist, bekam auch der zweite Oberurseler am heutigen Tag zu spüren. Weiß spielt total passiv und stellt sich nur hinten rein. Zwischendurch ruft der Oberurseler mehrfach nach Ruhe an die Nachbarbretter und bittet auch das Schachkid, den Bauern hinzustellen, mit dem es gerade rum spielt. Das Schachkid empfindet nun eine gewisse Unsymphatie des Gegners.

Im 48 Zug lehnte Weiß das Schachgebot des Schachkids ab. Das Schachkid dachte sich: „Zeig  mir mal, wie Du das gewinnen willst.“ Und tatsächlich, der Oberurseler fand einen Gewinnweg, trotz nur noch 15 Minuten auf der Uhr, und spielte es sauber runter.

Im 78. Zug dachte das Schachkid ans Aufgeben. Aber Weiß wirkte nervös. Nach einem langen Schachtag und in der Zeitnot verständlich. Also mal sehen, dachte sich das Schachkid, ob Weiß in 2 Minuten Matt setzen kann. Konnte er nicht. Blättchenfall – das Schachkid hat sich noch nie so über ein Remis gefreut.

Vier Remis in Folge hatte das Schachkid lange nicht. Noch keine gewonnen, oder um es mit der optimistischen Denkweise zu sagen, viermal ungeschlagen in Folge.

Remisseuchen beim Erfurter Schachvestival

Ist Schach ein anstrengender Sport? ja meint der Spieler, der mit einem Schweißband von Adidas am Brett sitzt.

Nix fruchtbares heute, nur Remis. Ralf, des Schachkids Kumpel, hat in der 1. Runde ein geschenktes Remis erhalten. Er stieg erst zur zweiten Runde ein. In dieser bot der stärkere junge Gegner Remis. In der dritten Runde verteidigt Ralf seine Stellung mit Klauen und Zehen gegen eine 1800 und hält das wirklich Remis. Während das ausgehungerte Schachkid bis 21.30 Uhr warten muss, ehe man endlich in die Weihnachtsscheune essen gehen kann. Die nur bis um 22.00 Uhr offen hat und nur fade Klöße mit ausgekochten Hirschgulasch bereit hält. Diese Kneipe wird von der Liste gestrichen. Gut, dass das Schchkid Mittags gefragt hatte, wie lange die blöde Scheune offfen hat und 24.00 Uhr als Auskunft erhielt.

Der Trainer remisiert sich auch so durch, heute in beiden Runden. Aber dem Schachkid predigen, nie Remis zu machen. Er habe die Gewinnabwicklung nicht gesehen. Ja, das Gefühl kennt das Schachkid und macht es auch nicht besser.

Gegen den symphatischen Schwaben marcus Metz wird es nur Remis. Der weiße Läufer scheint besser zu sein als der schwaze Springer. Aber das Schachkid sieht einfach keinen Gewinnweg.Man berhandelt ein Remis.

Total regelwidrig. Der Schiri erklärt dreimal, man müsse Remis bieten und dürfe erst dann die Uhr drücken Sonst sei es regelwidrig. Man kann nun wirklich auch päpstlicher als der Papst sein. Da haben der Schwabe und das Schachkid wohl gegen viele Regeln mit dem Remisverhandeln verstoßen.

Obwohl das Endspiel nach dem Turmtausch vielleicht gewonnen wäre. Hier gibt es wohl Potenzial für Training.

Der Schwabe kommt nach Nachmittags ganz aufgeregt zum Schachkid und meint, man habe die perfekte Partie gespielt. Die Engine zeigte immer eine ausgeglichene Stellung an. Man hatte Spaß.

Die Partie gegen den Erfurter Möller war zum Heulen. Bauern gewonnen, Entwicklungsrückstand aufgeholt, Läufer verloren, glücklich ins Remis gerettet. Weiß war merklich frustriert. Das Schachkid kann sein Glück kaum fassen.

Ein Ladykiller an der Bar und der Abend ist vorbei.

Zu langsam im Najdorf beim Erfurter Schachfestival

In der 1. Runde geht es gegen den Stadtilmer Tom Dittrich. An diesen kann sich das Schachkid noch erinnern, als er als Miniausgabe seiner selbst vor Jahren im Amateurturnier spielte. So schnell wird der Nachwuchs groß.

Der Trainer hat dem Schachkid empfohlen, seine Bedenkzeit zu notieren, die Partie ohne Engine einzugeben und gleich mit Kommentaren zu versehen. Das Schachkid solle aufschreiben, was es sich bei seinen Zügen denkt, damit man das später analyiseren könne. Das wird das Schachkid in diesen Turnier versuchen.

Die Partie gegen Tom ging ganz klassisch verloren. Schwarz spielt im Najdorf nicht aggressiv genug und wird überrant, wobei überraschenderweise die Entscheidung am Damenflügel und nicht am Königsflügel fällt.

Im Meisterturnier schließt sich derweil der Kreis. Das Schachkid trifft auf einen Schachkumpel des Schachwizards, der ausgerechnet gegen Marco spielt, den das Schachkid gefühlt seit 15 Jahren kennt. Überraschenderweise verliert Tobias trotz seiner Favoritenrolle. Marco ist spielerisch immer für eine Überraschung gut.

Der Trainer ist auch da und tatsächlich hoch fokussiert auf seine Partie. Jedenfalls scheint er nicht zu bemerken, dass Leute um sein Brett herum stehen. Das Schachid ist von sowas immer genervt.

Das Schachkid geht und tröstet sich mit einem Rostbrätl und einem Cocktail. Schön, wieder in der Heimat zu sein.

25. Erfurter Schachfestival – Ziele unbekannt

Wieder einmal sitzt das Schachkid in der Bar im Erfurter Radisson und harrt der Dinge, die da kommen. Das Schachkid liebt es, in Bars herumzusitzen. Es sind Orte der Ruhe und der Muße.

Das Erfurter Schachfestival ist übrigens auch gerade. Selbiges ist mit 416 Teilnehmern restlos ausgebucht. Unfassbar, welchen Aufschwung dieses Turnier in den letzten Jahren genommen hat. Draußen sind Frühlingsgefühle angesagt, Wetter wie auf einem anderen Planeten.

Das Radisson weiß mittlerweile, was das Schachkid will, ein Zimmer in der 12. Etage mit Blick auf die schöne Erfurter Altstadt incl. Dom. Seit dem das Schachkid Mitglied in diesem Hotelbonusprogramm ist, legt das Hotel Kekse aufs Zimmer. Falscher Ansatz zur Kundenbindung, das Schachkid ist heuer eh schon zu dick und hat sämtliche guten Vorsätze aus 2015 verfehlt. Der Mitgliedsstatus reicht aber noch nicht für den Obstkorb.

An der Bar wartet das Schachkid 20 Minuten auf einen Kaffee. Die Bedienung ist freundlich, wirkt aber hektisch und leicht genervt, taut dann aber zusehens im Laufe des Nachmittags auf. Es ist schön, wenn es ist wie jedes Jahr. Das ist beruhigend und gibt Sicherheit.

Beim Einchecken erspäht das Schachkid Vereinskameraden, Familie Röhr ist auch da. Die starken Brüder und deren emsige Mama dürften in Erfurt jede Menge Gegner finden.

Das Schachkid wird sogleich von Erfurtern als Abtrünniger beschimpft und befragt, wieso es nicht mehr beim SV Briesen spiele. Selbst hier, weit weg von Brandenburg, wird das Schachkid von dieser Frage verfolgt. Zugegebenermaßen fühlt sich das Schachkid immer noch als Briesener und nicht als Potsdamer.

Sonst auch hier Business as Usual. Komische Typen laufen herum. Man sieht sofort, hier muss ein Schachturnier sein. Bestes Beispiel, der Schachspieler bei der Anmeldung und beim Check in, der die ganze Zeit eine Zigarette im Mund hat. Oder der Jugendliche, der oben auf dem Kopf einen Dutt und hinten am Kopf auch einen trägt. Sieht aus wie ein japanischer Samurai. Hat irgendwie was. Das wird das Schachkid auch mal probieren, im Juni, wenn die von Olaf (=Stammfrisör des Schachkids) prognostizierte Haarlänge erreicht ist. Vielleicht sollte das Schachkid statt eines Schachblogs lieber einen Modeblog machen? Legendär das Schachmodel Regina aus der Rochade…

Auf zum Mittelaltermarkt und die üblichen 10 Lebkuchen und Wasabinüsse gekauft. Das macht das Schachkid jedes Jahr. Vermutlich der einzige Weihnachtsmarkt, der auch nach Weihnachten ist. Spielleute begeistern.

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Warum hat das Schachkid eigentlich vor zwei Jahren das Jobangebot der Thüringer Energie AG abgelehnt und wohnt nicht in Erfurt?

Ah, die Bar führt Cocktails in großer Zahl. Das Schachkid versucht es mit einem Ipanema, ohne Alkohol, da noch die 1. Runde anliegt.

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Der Trainer hat das Schachkid vor wenigen Tagen befragt, was es für Ziele für das Turnier habe. Da ist dem Schachkid erstmal nix eingefallen. Ruhe, Urlaub, Spaß und Muße, das Jahr ausklingen zu lassen, kam dem Schachkid in den Sinn.

Was soll man für Ziele für so ein Turnier haben? Vielleicht den Preis unter 1650 DWZ? Oder mindestens 50 DWZ-Punkte Zuwachs? Oder mindestens 50 Prozent der Punkte holen? Keine taktischen Schnitzer machen? Oder sich auf die Gegner vorzubereiten? Oder versuchen, die Eröffnungen richtig zu spielen? Die eignen Partien zu kommentieren?

Schwierig. Das Schachkid freut sich auf spannende Partien, spürt aber keinen Ehrgeiz. Der Trainer, der übrigens hier das Meisterturnier mitspielt, spricht von Siegeswillen. Das Schachkid ist eher geneigt, bei schönen Wetter ein schnelles Remis zu machen und sich mit seinem Kumpel Ralf auf die Suche nach einem Rostbrätl zu machen. Da wird der Trainer wohl noch manche Nuss beim Schachkid zu knacken haben. Aber toll, das man sich mal persönlich kennenlernt.

Schachkrieg in Eberswalde?

Zwei Schachvereine in Eberwalde, die nicht miteinander können? So hörte es das Schachkid von Mitgliedern des einen wie des anderen Vereines. Nun demontiert sich mti Großschönebeck ein junger Schachverein selbst. Ein Teil geht zu Motor Eberswalde, ein Teil zu Eintracht Berlin? Spätestens nach Lektüre des nachfolgenden Zeitungsartikels aus der Märkischen Oderzeitung fragt sich der Außenstehende – Was ist nur los in Eberswalde?

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Breitunger Weihnachtsblitz

Das Schachkid machte sich auf zum Breitunger Weihnachtsblitz.  Zu diesem Thüringer Blitzturnier werden nur nette Leute eingeladen. Und der Bundesbernd (=Bundesnachwuchstrainer). Der ist ja auch Thüringer. Oder Melanie Ohme. Die gab hier mal vor Jahren ein Simultan im Thüringer Nirgendwo. Aber die Fanta 4 waren auch gleichzeitig da, es war ja Dorffest. Der geneigte Leser sieht, in Thüringen geschehen wunderliche Dinge.

Das Schachkid durfte wie schon oft mitspielen, denn es ist ein ganz netter Mensch. Jedenfalls meistens. Obwohl Anja B. neulich beim Abendessen nach dem Training zum Schachkid meinte, es sei schon ab und an ein wenig spitz in seinen Aussagen. Das Schachkid nennt dies lieber subtil.

Jedenfalls fand das Turnier am 18.12.2015 statt, im schönen Waldhaus Wittgenthal. Das Turnier findet zum Gedenken von Bernd Lückert statt, der hier einst vom Dach fiel. Er war Dachdecker und Breitunger Schachspieler und  ein netter Kerl.

Nach dem Weihnachtsblitz beim USV Potsdam gelobte das Schachkid Besserung. Es geht aber gleich ganz schlimm los. Der Gegner des Schachkids platziert seinen König direkt neben seinen König. Beide merken es drei Züge nicht, der Gegner merkt es dann doch zuerst und reklamiert einen ungültigen Zug.

Die nächste Partie wird in besserer Stellung auf Zeit verloren. Schlimm…

In der nächsten Partie erobert das Schachkid die gegnerische Dame, ist aber leider im nächsten Zug matt. Der Gegner kann sein Glück kaum fassen ob dieses genialen, wenn auch unbeabsichtigten Damenopfers.

Gegen Marco aka Psycho hat das Schachkid eine Dame mehr. Psycho greift tief in die Trickkiste, trickst mit Freibauern und hektischen Spiel und gewinnt doch noch. Der feine Kerl entschuldigt sch wortreich und erfreut das Schachkid später noch auf andere Weise.

Je später der Abend, einen strammen Max und einen überbackenen Camenbert später hat das Schachkid einen Lauf, vor allem gegen Schmalkalder. Erst muss der Himmel dran glauben, dann der Oberförster aka Lutz Klingler und dann der Schachtommy. Letzterer ist mit dem Schachkid angereist, Gott sei Dank hat das Schachkid die Autoschlüssel.

Gegen den Oberlehrer aus Vacha packt das Schachkid die französische Eröffnung in der Variante von Felix aus. Leicht modifiziert. Der Oberlehrer, auch Thomas Meyer genannt, schaut verwirrt, scheint sich dann aber zu erinnern. Er spielt es sauber runter, verbrät aber viel Zeit. Was das Schachkid ins Remis rettet. Blätchenfall und keine Figuren mehr zum Matt setzen.

Immerhin gelang ein Sieg gegen den Schachfreund Römhild. Diesem kleinen Mann verdankt halb Südthüringen seine Schachkariere. Der emsige Zausel aquiriert unermüdlich seit dem letztem Jahrhundert Nachwuchs. Auch das Schachkid hat als Jugendlicher manche Schachmeisterschaft  Dank ihm erlebt. Unvergessen die legendären Heberling-Zwillinge.

Um 0.30 Uhr fährt man nach Hause. Man packt noch einen Nils ins Auto und verfährt sich mehrmals, ehe man diesen in der Weite der Schmalkalder Niederungen aus dem Auto wirft. Lustig war es wieder, da kommem Brandenburger Turniere komischerweise nicht mit.

Rangliste: Stand nach der 21. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 Punkte SoBerg
1. Feldmann,Bernd 1869 ** ½ ½ 1 1 ½ 1 1 ½ 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 19.0 182.00
2. Meyer,Thomas 1875 ½ ** 1 0 1 0 0 1 1 ½ 1 1 1 1 1 ½ 1 1 1 1 + 1 16.5 151.50
3. Crivellaro,Heiko 1798 ½ 0 ** 1 1 0 1 1 1 ½ 1 1 1 1 1 1 1 1 0 1 0 1 16.0 160.25
4. Geißhirt,Marco 1953 0 1 0 ** 0 1 0 1 1 1 1 ½ 1 1 0 1 1 1 1 1 + 1 15.5 138.75
5. Roth,Ralf 1772 0 0 0 1 ** 0 1 1 0 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 15.0 125.50
6. Jung,Florian 1825 ½ 1 1 0 1 ** 0 0 0 0 1 0 1 1 1 1 1 1 1 1 + 1 14.5 130.00
7. Klingler,Lutz 1933 0 1 0 1 0 1 ** 0 0 1 0 1 1 1 1 0 1 1 1 1 + 1 14.0 122.00
8. Lesser,Thomas 1856 0 0 0 0 0 1 1 ** ½ 1 1 1 ½ 1 1 0 ½ 1 1 1 1 1 13.5 113.50
9. Hausknecht,Matthi 2113 ½ 0 0 0 1 1 1 ½ ** ½ 1 1 1 ½ ½ 1 ½ ½ ½ ½ + ½ 13.0 126.50
10. Hübschmann,Holger 1903 0 ½ ½ 0 1 1 0 0 ½ ** 0 0 ½ 1 ½ 1 0 1 1 1 1 1 11.5 98.75
11. Bamberg,Alexander 1865 0 0 0 0 0 0 1 0 0 1 ** 1 1 1 1 1 0 0 1 1 + 1 11.0 83.00
12. Himmel,Matthias 1564 0 0 0 ½ 0 1 0 0 0 1 0 ** 0 1 1 0 ½ 1 1 1 + ½ 9.5 74.75
13. Reum,Jonathan 1654 0 0 0 0 0 0 0 ½ 0 ½ 0 1 ** 0 ½ 1 1 1 1 1 ½ 1 9.0 60.75
14. Klee,Uwe 1875 0 0 0 0 0 0 0 0 ½ 0 0 0 1 ** ½ 1 1 1 1 1 1 1 9.0 55.50
15. Römhild,Uwe 1579 0 0 0 1 0 0 0 0 ½ ½ 0 0 ½ ½ ** 0 ½ ½ 1 1 1 1 8.0 58.25
16. Kellner,Rene 1613 0 ½ 0 0 0 0 1 1 0 0 0 1 0 0 1 ** 1 1 0 0 0 1 7.5 69.25
17. Bauckmann,Nils 1137 0 0 0 0 0 0 0 ½ ½ 1 1 ½ 0 0 ½ 0 ** 0 0 1 1 1 7.0 53.00
18. Volkert,Mario 1620 0 0 0 0 0 0 0 0 ½ 0 1 0 0 0 ½ 0 1 ** 1 1 1 1 7.0 43.00
19. Kuppardt,Jürgen 1672 0 0 1 0 0 0 0 0 ½ 0 0 0 0 0 0 1 1 0 ** ½ + 1 6.0 43.50
20. Scholz,Bodo,Dr. 1401 0 0 0 0 0 0 0 0 ½ 0 0 0 0 0 0 1 0 0 ½ ** + 1 4.0 21.50
21. Schmidt,Kevin 1584 0 1 0 0 0 ½ 0 0 1 0 0 ** 2.5 28.00
22. Hachmann,Wilfried 1539 0 0 0 0 0 0 0 0 ½ 0 0 ½ 0 0 0 0 0 0 0 0 + ** 2.0 13.75
Rangliste: Stand nach der 21. Runde
Rang Teilnehmer Titel TWZ At Verein/Ort Land S R V Punkte SoBer Siege
1. Feldmann,Bernd 1869 Bad Salzungen 17 4 0 19.0 182.0 17
2. Meyer,Thomas 1875 S Vacha 15 3 3 16.5 151.5 15
3. Crivellaro,Heiko 1798 Barchfeld/Breit 15 2 4 16.0 160.2 15
4. Geißhirt,Marco 1953 Barchfeld/Breit 15 1 5 15.5 138.7 15
5. Roth,Ralf 1772 Bad Salzungen 15 0 6 15.0 125.5 15
6. Jung,Florian 1825 Jenapharm Jena 14 1 6 14.5 130.0 14
7. Klingler,Lutz 1933 Schmalkalden 14 0 7 14.0 122.0 14
8. Lesser,Thomas 1856 Schmalkalden 12 3 6 13.5 113.5 12
9. Hausknecht,Matthi 2113 Medizin Erfurt 8 10 3 13.0 126.5 8
10. Hübschmann,Holger 1903 Bad Salzungen 9 5 7 11.5 98.75 9
11. Bamberg,Alexander 1865 Schmalkalden 11 0 10 11.0 83.00 11
12. Himmel,Matthias 1564 Schmalkalden 8 3 10 9.5 74.75 8
13. Reum,Jonathan 1654 J Barchfeld/Breit 7 4 10 9.0 60.75 7
14. Klee,Uwe 1875 S Bad Salzungen 8 2 11 9.0 55.50 8
15. Römhild,Uwe 1579 Barchfeld/Breit 5 6 10 8.0 58.25 5
16. Kellner,Rene 1613 Potsdam 7 1 13 7.5 69.25 7
17. Bauckmann,Nils 1137 J Barchfeld/Breit 5 4 12 7.0 53.00 5
18. Volkert,Mario 1620 Barchfeld/Breit 6 2 13 7.0 43.00 6
19. Kuppardt,Jürgen 1672 Bad Salzungen 5 2 14 6.0 43.50 5
20. Scholz,Bodo,Dr. 1401 Barchfeld/Breit 3 2 16 4.0 21.50 3
21. Schmidt,Kevin 1584 J Barchfeld/Breit 2 1 18 2.5 28.00 2
22. Hachmann,Wilfried 1539 S Barchfeld/Breit 1 2 18 2.0 13.75 1

 

Sind Sie Schwede?

Sind Sie Schwede? – Wurde das Schchkid beim Breitunger Weihnachtsblitz gefragt.

Potsdamer Weihnachtsblitz beim USV – Strategie gesucht

Am 15. Dezember 2015 begab sich das Schachkid zum Weihnachtsblitz des USV Potsdam, seines noch aktuellen Vereins. Da hat sich eine illustre spielstarke Spielerschaar eingefunden. Eindeutig eine andere Hausnummer als das gemütliche Monatsblitz beim SV Briesen.

Das Schachkid spielt ein Klops nach dem anderen. Der Schachwizard ist da und macht seinen Ruf als Eröffnungsexperte alle Ehere. Jedenfalls ist die Partie gefühlt nach 10 Zügen vorbei. Das das Schachkid die Dame stehen lässt, was der Schachwizard nur mit vorwufsvollen Blick und Schnaufen quittiert, ist nicht hilfreich.

Gleiches Motiv gegen den kleinen Tobias Röhr. Der übersieht einen Abzug und büßt die Dame ein, spielt aber unverdrossen weiter. Das wird belohnt. Das freigiebige Schachkid gibt nun seine Dame. Sieg für den Kleinen.

Schachfreund Mielke befragt das Schachkid, ob es aus Thüringen käme, was dieses erfreut zur Kenntnis nimmt. Der Kollege hat Germanistik. Derartige Fragen passieren dem Schachkid öfters. Es muss ja einen ganz strengen Dialekt haben.

Dem Schachkid ist schleierhaft, wie es zu seinen 3 Punkten gekommen ist. Wie findet man eine Strategie und einen Plan bei einer Blitzpartie? Hier und da spielt das Schachkid auf Zeit, wenn der Gegner lange braucht. Bei komplexen Stellungen läuft dem Schachkid im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit davon. Also wird irgendein Zug gemacht, der die Stellung nicht unbedingt verbessert.

Es bleibt ein Rätsel…

Ergebnis:

Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Punkte SoBerg
1. Hansch,Karsten 2255 ** ½ ½ 1 1 1 1 1 1 1 1 1 10.0 46.75
2. Hansch,Stephan 2146 ½ ** 1 ½ ½ 1 1 1 1 1 1 1 9.5 43.75
3. Rietze,Clemens 2279 ½ 0 ** 1 ½ 1 1 1 1 1 1 1 9.0 39.00
4. Röhr,Tobias 1837 0 ½ 0 ** 1 1 1 1 1 1 1 1 8.5 33.75
5. Eichstaedt,Mirko 2197 0 ½ ½ 0 ** ½ 1 1 1 1 ½ 1 7.0 27.50
6. Werthmann,Nils 1943 0 0 0 0 ½ ** ½ 1 1 1 1 1 6.0 17.25
7. Mielke,Torsten 1716 0 0 0 0 0 ½ ** 1 0 1 1 1 4.5 11.50
8. Henschel,Tobias 1877 0 0 0 0 0 0 0 ** 1 1 1 1 4.0 7.50
9. Kellner,Rene 1656 0 0 0 0 0 0 1 0 ** 0 1 1 3.0 7.00
10. Scholz,Robert 1925 0 0 0 0 0 0 0 0 1 ** 1 0 2.0 4.50
11. Schulze,Robert 1236 0 0 0 0 ½ 0 0 0 0 0 ** 1 1.5 4.50
12. Scheide,Helmut 1948 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 ** 1.0 2.00

Teilnehmer:

TlnNr Teilnehmer Titel TWZ Attr Verein/Ort Land Geburt
1. Hansch,Karsten 2255 G AE Magdeburg GER 1997
2. Eichstaedt,Mirko 2197 D USV Potsdam GER 1997
3. Scheide,Helmut 1948 D USV Potsdam GER 1937
4. Mielke,Torsten 1716 D SF Zehdenick GER 1969
5. Werthmann,Nils 1943 D USV Potsdam GER 1997
6. Röhr,Tobias 1837 D USV Potsdam GER 2003
7. Schulze,Robert 1236 D USV Potsdam GER 1998
8. Henschel,Tobias 1877 D USV Potsdam GER 1989
9. Kellner,Rene 1656 D USV Potsdam GER 1978
10. Scholz,Robert 1925 D USV Potsdam GER 1987
11. Rietze,Clemens FM 2279 3 SC Rotation Pankow GER 1989
12. Hansch,Stephan 2146 G AE Magdeburg GER 1997