Archiv für Dezember 2014

Gedanken zum Jahreswechsel 2014/15

Silvester steht an. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Das Schachkid führt diesen Blog seit nun 3 Monaten. Anlass war ein Besuch des Schachkids beim Open in Pardubice im Sommer 2014. Dort traf das Schachkid auf den Schachwizard. Dieser inspirierte und motivierte das Schachkid, nach Jahren des Stillstands, Schach zu trainieren.

Nach dem Desaster von Pardubice war das Schachkid bei 1507 DWZ gelandet. Beim Forchheimer Sparkassenopen Ende September 2014 ging es noch mal runter auf 1497. Zeit, zum Jahreswechsel Bilanz zu ziehen.

Das Schachkid hat drei erfolgreiche Turniere in Falkensee, Magdeburg und Erfurt gespielt und sich bis Jahresende auf 1584 DWZ hochgearbeitet. Von seinen Ziel, auf die 1700 zuzusteuern, ist das Schachkid aber weit entfernt. Im Gegenteil musste das Schachkid feststellen, dass das Vorhaben, sich im Schach zu verbessern, eine sehr zähe Angelegenheit ist und lange dauert. Je mehr Bücher das Schachkid anschaut, desto mehr Themen offenbaren sich, die bearbeitet werden wollen. Das ist manchmal etwas frustierend.

Der Schachwizard schwebt mittlerweile in ganz anderen Regionen. Dieser hat zwischen den Tagen bei einem Turnier sagenhafte 5 aus 7 Punkten erbeutet und steuert vermutlich auf 2000 DWZ zu. Das Schachkid fragt sich manchmal, wie der Schachwizard das macht. Viel zu trainieren scheint er in letzter Zeit nicht. Auf jeden Fall hat das Schachkid Respekt vor dieser Leistung.

Das Schachkid hat diesen Schachblog eröffnet, um sich selbst beim Training zu motivieren. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Im Grunde genommen schreibt das Schachkid einfach gerne Texte und möchte auf dieser Seite einfach mal das eine oder andere ausprobieren. Parallel ist das Schachkid an der Freien Journalistenschule Berlin angemeldet und nutzt diesen Blog, um Texte schreiben zu üben. Neulich hat sich das Schachkid gar bei dem Gedanken erwischt, nur an einem Schachturnier teilzunehmen, um Stoff zum Schreiben zu haben.

Im Grunde genommen spielt das Schachkid auch nicht Schach um des Schachwillens. Das Schachkid reist einfach gerne herum, lernt nette Leute mit dem gleichen Hobby kennen und mag die Geselligkeit bei Schachturnieren. Wenn es aber nicht Schach, sondern Skat oder Go wäre, wäre die Welt auch in Ordnung.

Das Schachkid hat in den letzten Monaten viel investiert. Neben diversen Eröffnungsbüchern sind vor allem die Anschaffung von Chessbase 13 und ein Abonnent des Chessbasemagazins zu nennen. Man liest im Internet viel kritisches zur Firma Chessbase . Aber unbestritten ist, dass es sich bei Chessbase um dem Marktführer handelt und sicherlich auch viel für das Thema „Schach lernen am Computer“ getan hat, wenn nicht sogar revolutioniert hat.

Vom Chessbasemagazin ist das Schachkid sehr angetan. Es wird eine Fülle von Nachrichten und Trainingsmaterial geliefert. Das Schachkid hat gar nicht die Zeit, alles zu sichten und lagert daher die gelieferten Magazine im Schrank ein. Nur die Eröffnungen studiert es ausführlich.

Chessbase13 ist eine mächtige Datenbank, deren Funktionen und Nützlichkeit für das Training sich erst nach umfangreicher Einarbeitung erschließen.  Hier bräuchte das Schachkid ein Seminar oder ein Handbuch. Das Schachkid steht hier noch am Anfang.

Das Schachkid hat in den letzten Monaten seinen Trainingsschwerpunkt auf den Aufbau eines Eröffnungsrepertoires gelegt.Dazu hat es einige Bücher gelesen bzw. liest diese immer noch. Das Schachkid schaut sich seine eigenen Partien an und schaut, wie es seine Eröffnungen verbessern kann. Kritische Varianten pflegt das Schachkid in eine Datenbank ein. Insgesamt ein müheseliger und aufwändiger Prozess, der viel länger dauert, als das Schachkid dachte. Aber das Schachkid hat das Gefühl, so langsam in die Eröffnungen hinein zu kommen, auch wenn noch viel Arbeit wartet…

In den nächsten drei Monaten bis Ende März 2015 wird das Schachkid genau so weiter machen. Auch das eine oder andere Turnier ist geplant.

Gleichwohl fragt sich das Schachkid, ob ein Trainer nicht nützlich wäre. Man muss das Rad nicht neu erfinden. Als Autodidakt geht man Umwege, die man nicht gehen bräuchte. Das Schachkid hat aber keine Ahnung, wie man einen guten Trainer findet. Im Internet hat es jedenfalls noch nichts brauchbares dazu gefunden.

Das Schachkid wird in drei Monaten erneut Bilanz ziehen und schauen, was sich in den letzten drei Monaten getan hat und was es in den kommenden drei Monaten vor hat. Regelmäßiges Innehalten und Ziele zu justieren und Maßnahmen auf seine Wirksamkeit zu untersuchen, sind wichtige Instrumente der Ziellerreichung, die das Schachkid aus seinem Beruf kennt. Also auf zu den nächsten drei Monaten voller Abenteuer!

Abschlussfrust beim Erfurter Open

Am 30.12.2014 ging es in die letzte Runde beim Erfurter Schachopen. Das Schachkid war ein bißchen unmotiviert und hatte schon mit den Schachopen abgeschlossen. Dementsprechend sahen auch die Züge des Schachkids aus. Das Schachkid möchte daher seine Partie lieber nicht kommentieren und milde Gras darüber wachsen lassen.

7 Runden erschöpfen doch ziemlich. Das Schachkid hoffte daher auf ein Remis. Die Hoffnung wuchs, als der Gegner sagte, er sei nicht mehr zur Siegerehrung da, sondern schon auf der Autobahn. Für beide ging es um nix mehr. Um so enttäuschter und wütender war das Schachkid, als der Gegner auf das Remisgebot des Schachkids im 21. Zug es nicht einmal für nötig hielt, zu antworten. Wenn das Schachkid eines nicht leiden kann, sind es unhöfliche Menschen. Nachtragende Menschen kann das Schachkid auch nicht leiden. Und Menschen, die das Schachkid anbrüllen. Die haben es ganz schwer beim Schachkid.

Hungrig und frustriert zog das Schachkid mit Schubi los, um ein Wirtshaus zu suchen. Das Schachkid konnte ja nicht schon wieder ein Buch kaufen. Das begehrte Ziel, der Rote Elephant, hatte zum Leidwesen des Schachkids zu. Schließlich gibt es hier die beste Entenkeule in ganz Erfurt.

Also Smartphones gezückt und zum nächsten Wirtshaus navigiert. Schubi und das Schachkid haben eine Tradition. Seit 8 Jahren latschen beide jedes Jahr an einem Tag stundenlang durch Erfurt auf der Suche nach einem Wirtshaus, bewaffnet mit Navi oder Smartphone. Die Navigation schlägt jedes Mal fehl, so auch diesmal. Durch die gleiche enge Gasse schritten Schubi und das Schachkid sechs mal. Das Schachkid muss zugeben, auch wenn es genervt ist, es macht doch jedes Jahr Spaß.

Schließlich landete man in der Feuerkugel. Dieses Wirtshaus existiert seit mehr als 500 Jahren. Das spricht für eine gewisse Konstanz der Qualität. Lustigster Punkt in der Chronik der Feuerkugel: „Die Polizei verbietet Willi Anders das Hüten von Schweinen im Hinterhof.“  Seinerzeit war das Produkt eben noch nahe dran am Gast.

Ach ja.. „Ein Sonntag ohne Klöße verlöre sehr an seiner Größe.“

Das Schachkid ist zufrieden. Im Hauptturnier war es an 113. Stelle gesetzt, es landete auf Platz 112. Das Schachkid hatte nur stärkere Gegner und machte trotzdem 3 Punkte. 30 Punkte DWZ-Zuwachs waren das Ergebnis. Daneben viele lustige Erlebnisse.

Am 29.12.2014 im Hotel meinte Schubi zum Schachkid, dass auf der dringenden Suche nach einer Toilette war: „Du bist gerade an Udo Lindenberg vorbei gerannt.“ Na ja, das kann schon mal bei einem dringenden Bedürfnis passieren. Also selbiges erledigt und dann zurück gerannt. Und Tatsache, Udo Lindenberg stand in der Hotellobby mit Hut, Brille und Zigarre und gab Autogramme. Und das Schachkid hat es nicht gemerkt. Sachen gibts…

 

Unsportlichkeit am Schachbrett

Manchmal fragt sich das Schachkid wirklich, was sich so mancher Spieler bei sich denkt und ob man es wirklich nötig hat, mit aller Macht zu gewinnen. Das Drama spielte sich im Hauptturnier in der 7. Runde am 48. Brett in der Partie Lutz Ruben (USV TU Dresden) – Markus Nico (SV Sangerhausen) ab. Ersterer ist 9 Jahre und hat 1536 DWZ, zweitgenannter ist 35 Jahre alt und 1699 DWZ. Für beide geht es um nichts mehr, keine Chance auf einen Preis.

Nach drei Stunden ist die Stellung Remis. Beide Seiten haben sieben Bauern und je einen Springer. Die Bauernstruktur ist relativ symmetrisch. Die Könige und Springer haben keine Chance, in die gegnerische Stellung einzudringen. Der kleine Lutz Ruben bietet mehrfach Remis, Markus Nico lehnt mehrfach ab. Der Kleine bricht in Tränen aus und hat Angst, über die Zeit gedrückt zu werden. Es ist herzzerreißend. Der Kleine zerfließt am Schachbrett. Schwarz laviert unbeirrt sinnlos hin und her. Sechs andere Spieler und drei Schiris stehen drumherum, beurteilen alle die Stellung als Remis und versuchen, Markus Nico zum Remis zu bewegen. Dieser lehnt weiter ab.

Der Schatzmeister des Thüringer Schatzbundes und Schiri Hartmut Seele nimmt den Kleinen und zieht ihn vor die Tür. Das Schachkid kann nur rätseln, was die gute Seele von Hartmut Seele den Kleinen sagte, dieser kommt auf jeden Fall ruhiger herein. Markus Nico qält den Kleinen sage und Schreibe noch 90 Minuten, bis ein Ergebnis fest steht – Nämlich Remis!

Das Schachkid fragt sich schon, was das für ein Mensch und A… ist und wodurch dieser angetrieben wird, der versucht, ein weinendes Kind in absolut remislicher Stellung stundenlang über die Zeit zu drücken.

Das Radisson Blue gibt sich derweil alle Mühe, die verunglückten Wiener vom ersten Spieltag wett zu machen. Der Ausblick vom Zimmer auf den beleuchteten Dom ist wunderschön. Das Frühstücksbuffet schmeckt hervorragend. In den Spielsälen herrschen hervorragende Spielbedingungen. Und das Schachkid liebt es, in der Lobby im Ledersessel herum zu sitzen und der loungigen Musik zu lauschen.

Gespielt wurde natürlich auch.  Die erste Partie am 29.12.2014 brachte einen ruhigen Gegner, der die ganze Partie sitzen blieb und kein Zeichen von Erregung zeigte. Das Schachkid fragt sich immer, wie das geht. Das Schachkid hat die Stellung im Griff, hat die Initiative, rechnet ewig herum und übersieht dann doch mit 29. …c5 einen simplen Abzug in der Variantenberechnung. Der Gegner kommentierts mit „Sonst war alles Ok.“ Der Gegner vom Schubi kommentiert seinen letzten Siegeszug mit „Aus die Maus.“ Das Schachkid möchte an dieser Stelle siegenden Schachspielern Dieter Nuhr ans Herz legen: „Manchmal einfach mal die Fresse halten.“

Auf zu Hugendubel und zum anstehenden Frustkauf eines Buches. Wenn das Schachkid noch ein paar Partien verliert, muss es sich bald ein neues Buchregal kaufen.

Die nächste Partie brachte mit Detlef Siegl einen Einheimischen, den Chef des Apoldaer Schachvereins. Die Partie war sehr erfreulich, denn das Schachkid hatte sich Weihnachten die Hauptvariante von Caro-Kann angeschaut. Diese kam auch, die ersten 12 Züge waren von beiden Seiten in drei Minuten gespielt. Dann ging das Geschiebe los. Keine Seite erreichte einen Vorteil. 38. Tb2 sah der Gegner Gott sei Dank nicht, da hatte das Schachkid Glück. Also eine gerechte Punkteteilung.

Das Schachkid ist mit drei Punkten sehr zufrieden, hatte es doch immer stärkere Gegner.

Mittag gab es heute im Wirtshaus „Zum Schildchen“. Der Gast speist wahlweise im Herrenzimmer, im Folterkeller, im Eisernen Handschuh… Schubi und das Schachkid entschieden sich für den „Afrikanischen Bereich“. Schubi, auf einem Sofa sitzend, und das Schachkid kamen sich wie in einer Kolonie vor. Die in einem mittelalterlichen Gewand gewandete Kellnerin brachte die Speisekarten in Form von zusammengerollten Pergamenten. So wie im Mittelalter die Herolde diese hatten. Das Schachkid musste die Speisekarte gut festhalten. Denn dreimal rollte diese sich einfach zusammen. Wirklich ein Erlebnis…

Warum verloren? Udo was here…

Manchmal fragt sich das Schachkid, wie es eine Partie verliert. Die aus der Eröffnung generierte Stellung sieht hoffnungsvoll aus. Dennoch spielt der Gegner und spielt und spielt und spielt… Die Stellung scheint sich mit jeden Zug des Gegners positionell zu Ungunsten des Schachkids zu verschlechtern. Irgendwann kippt es dann ganz um.

Das Schachkid hat den Eindruck, dass es Gegner bis 1700 DWZ taktisch gut besiegen kann. Höherwertigere Gegner scheinen ein anderes Stellungsverständnis zu haben. Die Züge sind stiller und leiser und dennoch kraftvoller. Wenn das Schachkid übr die 1700 hinaus will, scheint hier eine Schallgrenze zu liegen. Hier muss man gleichsam Wissen erwerben, wodurch sich das schachliche Verständnis fundamental zu ändern scheint.

Die nachfolgende Partie ist ein schönes Beispiel dafür. Der nette Marco Treiber, der Gegner des Schachkids mit 1741, spielt still und leise vor sich hin.  Die weiße Stellung wird Zug um Zug schlechter. Im 26. Zug gab das Schachkid auf. Zwar steht Schwarz laut Engine nur -1,4 besser. Aber das Schachkid kann sich kaum noch rühren und hat das Gefühl, dass die Stellung in den nächsten Zügen gewaltig zu Gunsten von Schwarz kippen wird.

 

Erneuter Frustkauf beim anwesenden Schachhändler EuroChess:

Das Schachkid wird bei  Gelegenheit beide Bücher vorstellen.

Das aber auch eine 1700 Nerven hat und nicht still und heimlich vor sich hin spielt, bewies die nächste Runde. Thomas Retzlaff war deutlich stärker als das Schachkid, wirkte aber im Laufe der Partie nervös und immer angespannter. Es kam zum Slawen. 12. … Da5, der Zug des Schachkids, führte zu einen irritierten Blick und Stirnrunzeln des Gegners. Bei 14. … exd5 musste das Schachkid an seinen Vereinskameraden O.B. denken. Dieser hatte das letzte Punktspiel des Schachkids, ebenfalls die Slawische Verteidigung, analysiert und den Tipp gegeben: „Wenn Du gewinnen willst, musst Du asymetrisch spielen.“  Also nahm das Schachkid nicht mit dem c-, sondern mit dem e-Bauern. Späteres Resultat: Gewinn des e-Bauern und ein Isolani auf d4 bei Weiß.

Das Schachkid ist ein bisschen überrascht ob seines Ergebnisses 2,5 aus 5 bei einem Gegnerschnitt von 1744 DWZ. Es fragt sich, ob regelmäßiges Training doch was bringt?

Schubi hatte derweil der Ehrgeiz gepackt, beide Partien spielte er fast über die volle Bedenkzeit. Die erste ging verloren, die zweite wurde in fast aussichtsloser Stellung Remis gegen einen viel stärkeren Gegner gehalten. Mit etwas Training hat Südthüringen bald einen neuen starken Spieler.

Um 21.00 Uhr ging es ins Steakhaus Louisiana, wo der Abend bei Steak und Schwarzbier ausklang.

Was war noch? Udo Lindenberg ist hier und hat sich im gleichen Hotel einquartiert wie das Schachturnier. Wer es nicht glaubt, schaue hier das Beweisfoto an. Warum flippt das Schachkid nicht aus wie andere Leute, die das Schachkid kennt? Das Schachkid ist kein Fan und ist möglicherweise zu jung für Udo Lindenberg. Wenn aber Hanson da wären, kreeeeeeeiiiiiiiiisch.

Clueso war übrigens auch da. Ein echtes Schaulaufen der Promis am 28.12.2014.

Und Schuld war nur der Kaffee…

Das Schachkid tobt! Und zwar über die Art und Weise, wie es in der zweiten Runde verloren hat. Möglicherweise wird das Schachkid nach dem Schreiben seiner Zeilen das Hotelzimmer zerlegen. Schuld ist allein der Kaffee beim Frühstück. Dieser enthält einfach zu wenig Koffein.

Nichtso schön war die  Restauration des Hotels. Am Vorabend gab es einen Schachimbiss, den aber nicht das Hotel betreute, sondern ein ehrenamtlicher Helfer des Turnierteams. Nur das Essen und die Preise waren vom Hotel. Für zwei Wiener  und einem steinharten Brötchen wurden 4,50 € fällig. Vor dem Spielsaal steht ein Getränkeautomat und ein Kaffeeautomat mit Pappbechern mit Kaffee für 1 €.

Zurück zur Partie…

Das Schachkid spielt mit Weiß selber gerne Englisch, aber als Schwarzer findet es einfach keine Antwort auf die Englische Eröffnung. Selbige spielte Justus Werner, ein jugendlicher Spieler vom Thüringer Verein Blauweiß Stadtilm.

Nach der verkorksten Eröffnung, das Schachkid gab mit 10. …d5 einen Bauern, statt einfach d6 zu spielen, gab Weiß im 12. Zug ein Schach. Selbiges hatte das Schachkid übersehen und wollte nun seine Dame nach f6 ziehen. Der Gegner monierte den König im Schach. Also hob das Schachkid an, den König nach h8 zu ziehen. Dies monierte der Gegner erneut, das Schachkid habe die Dame berührt und müsse nun den schachgebenden Läufer schlagen. Selbiges tat das Schachkid notgedrungen und gab danach auf.

Das Schachkid fragt sich schon, was es als Weißer getan hätte. Auf jeden Fall nicht so gewinnen. Das Schachkid ist hier meist sehr gutmütig und hätte den Gegner, sofern es das Schachkid leiden kann, aus dem Schach rücken lassen. Das Schachkid kann dem Stadtilmer nicht einmal einen Vorwurf machen, hat dieser doch nur die Regeln, in dem Fall eine sehr doofe Regel, befolgt. Trotzdem fragt sich das Schachkid, ob an der Stelle des Weißen mit so einem Sieg zufrieden wäre. Wohl eher nicht, Regeln sind das eine, Ehre das andere!

Das Schachkid begab sich nun zum Frustshopping und erwarb das schöne Buch „Bin ich hier der Depp?“

Eine Thüringer Rostbratwurst und ein Thüringer Rostbrätl taten ihr übriges, um Trost zu spenden.

Die Seelentröster halfen und brachten in der 3. Runde einen Punkt. Schwarz spielt Caro-Kann, Weiß wählt die Vorstoßvatriante, Schwarz stößt mit c5 zurück, Weiß schaut ungläubig und denkt nach. Ein paar Züge und taktisches Geschiebe später hat WWeiß Qualität und zwei Bauern weniger und der Punkt ist eingefahren.

Dass es auch Schubi, der Kumpel des Schachkids kann oder könnte, wenn er wöllte, beweist er in nachfolgender Partie. Weiß kreist mit Dame und Springern den gegnerischen König ein. Im 26. Zug steht Weiß laut Engine mit +14 besser. Was macht Schubi? Fragt seine Gegnerin: „Siehst Du mehr als ein Dauerschach?“ Diese verneint freudig erregt, was soll sie auch auf diese Frage sagen, und vereinbart mit Schubi Remis. Mit 27. Se6 droht Weiß Matt. Schwarz muss die Dame für den Springer geben. Typischer Fall von Schachblindheit, die das Schachkid nur zu gut kennt.

Der Abend wurde abgeschlossen mit einem zünftigen Abendessen im Lutherkeller. Dieser Keller existiert seit mehr als 500  Jahren in der Erfurter Futterstraße. Luther soll hier einst getafelt haben. Nach Bewältigung der steilen Kellertreppe empfangen den Gast wohlgesonnene Mägde, die den Gast auf Holzbänken platzieren. Dunkles Bier und Met wollen getrunken werden. Die Speisekarte hält beispielsweise „Federvieh mit Blaukreutz und Knödlin, wie es sich in Thuringia schickt“ bereit. Mit „Gebt acht auf den Gassen!“ wird man verabschiedet.

Ein Skatturnier rundete den Abend ab, den das Schachkid aber nicht mehr in Gänze erlebte. Nach der ersten Runde mit 20 Spielen ging um 23.30 Uhr die zweite Runde mit weiteren 20 Spielen los. Da das Schachkid nicht unbedingt ein Nachtmensch ist, legte es hier sein Haupt zu Bette und hofft auf Punkte am 28.12.2014.

Feiernde Rentner und verpaffte Lebkuchen in Erfurt

Das Schachkid kam frühzeitig in Erfurt an und machte sich umgehend, auf der Suche nach Lebkuchen und Nüssen, auf zum Weihnachtsmarkt auf dem Wenigemarkt. Dort angekommen fand es den gesuchten Stand, den Händler paffend mit einem anderen Mann paffend beide vor der Theke. Das Schachkid suchte seine Nüsse zusammen, als der paffende Mann zum Schachkid meinte: „Das duftet gut hier, wah?“. Was das Schachkid zur Bemerkung trieb: „Besonders, wenn Sie hier direkt neben dem Stand rumpaffen.“ Große Augen von dem Händler und seinem Kumpel waren die Antwort. Immerhin gab es neun Lebkuchen zum Preis für acht.

Das Schachkid machte es sich nun in der Bar bequem auf der Suche nach Ruhe und Besinnung. Schließlich sind solche ruhigen Momente am Jahresende eine gute Zeit, um Pläne für das kommende Jahr zu schmieden, Leider hatte es sich am Nebentisch eine sechsköpfige Rentnergang niedergelassen, die Weihnachten mit sechs Bier und zwei Flaschen Schampus nachfeierte. Also zurück in die Lobby, in der es mächtig zog. Also doch wieder ab in die Bar.

Das Schachkid hatte Lampenfieber, wurde immer nervöser und wollte schon ins Amateurturnier wechseln. Eine ermutigende SMS seines Kumpels Schubi hielt es davon ab. Also auf ins offene Messer.

Um 18.30 Uhr ging es zügig mit der Eröffnung los. 411 Spieler haben sich eingefunden, um Schach zu spielen, ein neuer Teilnehmerrekord. Das Schachkid trifft sogleich auf Brandenburger, Familie Oberling aus Falkensee ist da. An dieser Stelle sei auf das Falkenseer Open verwiesen, dass die nette Familie Oberling organisiert.

Der Turnierleiter Daniel Wanzek beginnt sogleich, es ist noch nicht ein Zug getan, Preise zu verlosen. Das gastgebende Hotel spendiert ein Verwöhnwochenende. Die mit beeindruckenden 88 Jahren älteste Teilnehmerin Marianne Hartlaub gewann eine riesige Flasche Sekt. Für die meisten Teilnahmen gab es Schachkalender. Der sympathische Turnierleiter, der stets etwas lausbubenhaft und verschüchtert wirkt, wird begleitet von einer Crew aus erfahrenen Schiris und einer ganzen Reihe junger Schiriassistenzen, darunter der Pseudobreitunger Christian Böhm. Toll, dass hier eine junge Generation von Ehrenamtlern heran wächst.

Mit Götz Giering bekam das Schachkid gleich einen starken Gegner aus Lauf bei Nürnberg. Der sympathische Franke war erstaunt, das das Schachkid den Ort Lauf kannte, wusste aber dafür mit Briesen nichts anzufangen. Götz ist ein fast fertiger Student, der sein Wirtschaftsstudium u.a. in China und Korea absolviert hat. Da kann man Briesen auf der Weltkarte schon mal übersehen.

Der Franke gab bekannt, lange kein Turnier mehr gespielt zu haben. Das merkte man auch, der Franke wirkte sichtlich nervös. Das Schachkid packte mal wieder sein c4 aus, lustigerweise wurde dies auch direkt am Nachbarbrett gespielt. Das Schachkid ist immer wieder erstaunt, dass viele starke Spieler als Schwarzer wenig mit c4 und der Englichen Eröffnung anfangen können und lange bei jeden Zug grübeln müssen, so auch hier.

Die Partie entwickelte sich für den Franken gut. Das Schachkid stand positionell schlecht und konnte sich kaum rühren. Der Franke errichtete ein starkes Zentrum. Insbesondere 9. Db3 schien ein Fehler zu sein. Besser ist es wohl, gleich das Zentrum mit d3 anzugreifen. So zieht sich der weiße Springer nach h3 zurück und hat nach g5 keine Felder, während Schwarz glänzend dasteht. Dieser lässt sich auf diverse Abtausche ein, glaubt dann, einen Bauern zu gewinnen, verliert diesen wieder und landet in einer remislichen Endstellung.

Sicherlich eine gerechte Punkteteilung mit etwas Glück für das Schachkid. Wenn Schwarz mit mehr Nachdruck spielt (10. … d4) und Abtausch meidet (11. … Ld7), hat es Weiß schwerer.

 

Das Schachkid mit Bammel beim Erfurter Schachfestival

Am 26.12.2014 macht sich das Schachkid auf dem Weg nach Erfurt, um das Erfurter Schachfestival mitzuspielen.

Dieses Turnier ist in ein Armateurturnier bis 1600 DWZ, ein Hauptturnier und ein Meisterturnier ab 1900 DWZ gegliedert. Auch für Senioren gibt es ein eigenes Turnierangebote. Ein anwesender Schachhändler und ein Rahmenprogramm, Skat, Doppelkopf oder Würfelschach, runden das Festival ab. Zudem werden im Prinzip ständig Preise verliehen, es werden in jeder Runde Überraschungspreise verlost. Besonders schön findet das Schachkid den Preis „Pechvogel des Jahres“, der für besonders unglücklich verlaufene Partien verliehen wird. Gespannt ist das Schachkid auch die ESF-Plüschtiermaskottchen „EFFI 24“ – handgehäkelt von westfälischen Näherinnen.

Das Rahmenprogramm ist eigentlich gar nicht nötig, bietet doch die schöne Stadt Erfurt mehr als genug Ablenkung. Die Landeshauptstadt Thüringens, auch die Stadt der Türme ob der vielen Kirchen genant, blieb trotz zweier Weltkriege im Stadtkern intakt und ist bestens in seinen mittelalterlichen Strukturen erhalten. Besonders sehenswert ist der mittelalterliche Weihnachtsmarkt auf dem Wenigemarkt, der fast bis Silvester statt findet. Das Schachkid verspeist hier jedes Jahr Thüringer Rostbrätl und Thüringer Bratwürste. Außerdem gibt es einen tollen Stadt mit jeder Menge Sorten von Nüssen und leckeren Lebkuchen zum halben Preis nach Weihnachten, so lange der Vorrat reicht.

Erfurt ist eine Studentenstadt. Es gibt eine sehr lebendige Kulturszene mit vielen kleinen Theatern, aber auch einer Oper, einem Spielcasino und sportlichen Großereignissen. Die Kneipenszene Erfurts bietet von rusikalen bis feingeistigen Genüssen so ziemlich jeden Geschmack etwas. Persönliche Favoriten des Schachkids sind der „Rote Elefant“, rustikale Studentenkneipe mit der besten Entenjeule in ganz Erfurt, und das Louisiana, eine Art Wild-Western-Bar, wo es allerlei exotisches Getier wie z.B. Krokodil und Steaks zu speisen gibt.

Das Schachkid fragt sich beim Schreiben dieser Zeilen, wieso es in seiner so hässlichen Stadt wie Fürstenwalde/Spree wohnt und nicht in einer so schönen Stadt wie Erfurt. Das Jahr 2015 naht, Zeit für gute Vorsätze und Entscheidungen.

Die Erfurter Schachszene bietet mehrere Schachvereine auf. Die größten Vereine sind SV Medizin Erfurt, SV Empor Erfurt und der Erfurter SK, letzterer war mehrere Jahre in der Bundesliga vertreten. Der bekannte GM Thomas Luther spielt beim SV Empor Erfurt. Der GM Martin Krämer, heute in der Schachbundesliga für den SF Berlin unterwegs, machte beim SV Medizin Erfurt seine ersten Züge. Gegen den letzt genannten GM hat das Schachkid übrigens noch in den späten 90ern gewonnen, da war der GM Krämer aber noch keine 10 Jahre alt. Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich Schachkarrieren mit entsprechendem Training verlaufen können.

Das Erfurter Schachfestilfal findet im Radisson Blue Hotel statt und hat in den letzten drei Jahren einen massiven Zulauf erhalten. Dies liegt nicht zuletzt an Daniel Wanzek, der vor zwei Jahren die Turnierorganisation übernommen hat und noch einmal kräftig den Bekanntheitsgrad des Turnieres erhöht hat. In diesem Jahr wurde das erste Mal in der Geschichte des Erfurter Schachfestivals ein Anmeldeschluss verhängt. 420 Spieler, dabei viele Titelträger, sind gelistet.

Dicht am Anger gelegen, einen zentraler Platz, in Erfurt, besticht das ehemalige Interhotel durch einige Annehmlichkeiten. Neben einer Bar und einer schönen Lobby sind besonders der Wellnessbereich und die Spielräume hervorzuheben. Beides liegt in der 17. Etage des Hotels, natürlich rundum verglast. Man sitzt an seiner Schachpartie und guckt im Grunde genommen ständig aus dem Fenster, weil man ständig auf das winterlich verschneite und weihnachtlich beleuchtete Erfurt schaut. Das Schachkid hat sich in den letzten Jahren immer am 2. Feiertag in die Sauna des Hotels gesetzt und aus der rundhum verglasten Sauna über das weihnachtliche Erfurt genossen, so gut es dies dem kurzsichtigen Schachkid ohen Brille eben möglich war.

Das Schachkid ist immer sehr angetan, wenn Spiellokal und Hotelzimmer unter einem Dach sind. Die Wege sind einfach kürzer, es ist bequemer. Etwas nervig und kurios sind die sehr engen Zimmer. Die Toilettentür hat die Doppelfuktion als Tür zur Duschkabine. In einem Doppelzimmer, wenn einer duscht und der andere auf den Donnerbalken sitzt, wird es schwierig. Aber es gibt auch größere und schöne Businesszimmer. Wenn alle Schachspieler gleichzeitig in den Spielsaal wollen, wartet man schon mal 10 Minuten auf den Fahrstuhl, von denen es drei Stück gibt. Diese Dinge sind für sich schon wieder genommen so kurios, dass es lustig ist.

Das Schachkid trifft in Erfurt auf seinen Kumpel Schubi, den treuen Verwalter der Thüringer Spielerpassstelle. Das Schachkid sieht Schubi leider nur zweimal im Jahr, weil man soweit auseinander wohnt. Schubi ist immer sehr entspannt, Informatiker wie das Schachkid, und für kulinarische Abenteuer immer offen. Schubi und das Schachkid haben es sich zur Aufgabe gemacht, nicht des Schachs wegen, das Erfurter Schachfestival mitzuspielen, sondern jährlich die Erfurter Kneipenszene zu erkunden. Tatsächlich finden sich jedes Jahr noch neue Kneipen. Schubi hat nur eine Eigenart. Er widmet sich dem Schach nur gelegentlich, dafür ist er umso versessener auf Badminton und Laufen. Das Schachkid kann einen gewissen Respekt dafür nicht verhehlen.

Auch die Breitunger sind mit von der Partie. „Psycho“, der so aufgrund seiner exzentrischen Einlagen liebevoll genannte Marco Geißhirt, ist dabei. Sonst mit Anzug und Nikolausmütze ausgerüstet gehört seit neuestem eine Buddastatur samt Kerze, Sand und einem kleinen Gärtchen mit ans Schachbrett. Nun, seine schachlichen Erfolge sprechen für Ihn. Tino Theer, der Jugendwart von Südthüringen und Webmaster von werraschach.de ist dabei und Christian Böhm, der angehende Mathematiker, der eigentlich nicht aus Breitungen kommt, aber vom Schachkid geistig dort einsortiert wird. Mit letzterem würde das Schachkid gerne mal die Klinge kreuzen.

Das Schachkid hat dieses Jahr sich aus Ehrgeiz im Hauptturnier statt im Armateuerturnier angemeldet. Im Ersteren ist es ganz weit hinten gesetzt, im letzteren ganz weit vorne. Das Hauptturnier bietet eine sportliche Herausforderung, viele anstrengende Partien und vermutlich eine DWZ-Steigerung.

Das Armateurturnier bietet etwas leichtere Partien, das Schachkid spielt vorne mit und hat Ambitionen auf den Turniersieg. Den hat das Schachkid allerdings seit Jahren. Um die DWZ zu halten oder gar zu halten, müsste das Schachkid schon fast alle Partien gewinnen. Um so frustierter ist die Erfahrung, regelmäßig eine Partie durch taktische Schnitzer zu verlieren DWZ und den Turniersieg zu verlieren.

Das Schachkid ist sich noch sehr unschlüssig, was es tun soll. Vielleicht wird es seinen Kumpel Schubi noch überreden, doch das Armateurturnier zu spielen. Vielleicht siegt auch der schachliche Ehrgeiz. Das Schachkid wollte mit Jahresende 1600 DWZ erreichen. Momentan hat es 1549 DWZ, eine Differenz von 51 Punkten in einem Turnier zu schaffen, ist recht unrealistisch. Das Ziel ist es daher, ein gutes Turnier mit DWZ-Zugewinn und 3 aus 8 Punkten zu erzielen. Das Schachkid hat das erste Mal seines brandneues Chessbase 13 incl. Datenbank mit und wird versuchen, sich auf seine Gegner vorzubereiten. Mal sehen, wie das klappt.

Käsekuchen beim Vereinsduell

Am 13.Dezember 2014, ausgerechnet am solch einem Unglücksdatum, begab sich das Schachkid nach Briesen. Der SV Briesen, nach dem Orte Briesen benannt, hatte zur Weihnachtsfeier incl. Schnellschachturnier, Bockwürsten und Käsekuchen geladen. Für letzterem hatte der Vereinsvorsitzende gesorgt. Zwar ist das Schachkid der gewählte Käsekuchenbeauftragte des SV Briesen und als solcher verantwortlich für die Käsekuchenbeschaffung. Allerdings ist das Schachkid ein hilfloser Hausmann und unfähig, zu backen.

Das Schachkid fand in Briesen einen illustren Spielerkreis vor. Leider waren statt der vorangemeldeten 14 Spieler nur 8 Vereinsmitglieder anwesend, was das vorweihnachtliche Vergnügen der Anwesenden aber nicht trübte.

Mit Olaf Burdach schien der Favorit gesetzt. Aber auch der Jungstar Philipp Heinrich und der Vereinschef Volker Heinrich hatten Ambitionen auf den Titel. Auch das Schachkid hoffte auf ein Quäntchen Schachglück und erhoffte sich ein Platz auf dem Treppchen. Die einzige Dame des Feldes beeindruckte mit neuen Ohrringen. Der angehende Politiker ist zwischenzeitlich in die SPD, ebenso wie das Schachkid, eingetreten.Zwei Genossen in Briesen, oh je… Der König der Herzen war mit guter Laune dabei. Der Finanzfachmann war seit langem mal wieder da und sah erschreckend seriös aus. Das Feld wurde vom kleinen Tiger komplettiert, ein neunjähriges Nachwuchstalent aus der Briesener Kaderschmiede.

In der ersten Runde bekam es das Schachkid mit dem Finanzfachmann zu tun. Das Schachkid erhoffte sich leichtes Spiel, da der Finanzfachmann verkündete, außer Form zu sein. Diese reichte aber, um das Schachkid in einer verunglückten Vorstoßvariante des Caro-Kann in arge Bedrängnis zu bringen. Der Finanzfachmann drohte den Läufer des Schachkids zu gewinnen, was dieses aber durch eine geschickte Kombination zu verhindern wusste und seinerseits die Qualität gewann. Punkt für das Schachkid.

Am Nachbarbrett kam es derweil zum ersten hochkarätigen Duell. Die Kaffeemamsel spielte gegen den Genossen und legte selbigen um. Damit unterstrich die Kaffeemamsel ihre Titelambitionen.

Weiter ging es für das Schachkid gegen die einzige Dame des Feldes. Diese setzte als bewährte Waffe ihren tödlichen Blick ein. Das Schachkid muss zugeben, dass es gewisse Schwierigkeiten hat diesem Blick standzuhalten. Das Schachkid versuchte daher, quasi blind zu gewinnen, was auch gelang.

Am ersten Brett demontierte derweil die Kaffeemamsel den Vereinschef und befand sich somit weiter auf der Zielgeraden.

 

In der dritten Runde traf das Schachkid auf den kleinen Schachtiger. Dieser spielte unerwartet stark und angriffslustig. Mal so eben eine Figur gewinnen, wie es sich das Schachkid dachte, war nicht. Der kleine Schachtiger überlegte lange, geriet dann in Zeitnot und ließ den Läufer stehen. Wenn der kleine Schachtiger dran bleibt, wird da in den nächsten Jahren ein bissiger Tiger draus, glaubt zumindest das Schachkid.

Bilanz in der Mittagspause: Die Kaffeemamsel führt gemeinsam mit dem Schachkid ungeschlagenen mit drei Punkten. Allerdings hatte die Kafeemamsel bisher auch die stärkeren Gegner gehabt.

In der vierten Runde kam es folgerichtig zum Spitzenduell zwischen den beiden Favoriten. Die Kaffeemamsel verbrauchte in der slawischen Variante viel Bedenkzeit. Das Schachkid verwirrte die Kaffeemamsel erfolgreich, in dem es seine Dame sinnloserweise nach a4 statt b3 stellte. In der Hektik stellte die Kaffeemamsel einen Bauern ein, den das Schachkid dankend nahm. Die Kaffeemamsel kann aber Turmendspiele, drohte gar das Schachkid matt zu setzen und hielt trotz Minusbauer Remis.

Vater und Sohn Heinrich am Nachbarbrett beschlossen, den Familienfrieden zu ignorieren  und spielten biss zum letzten Bauern, Punkt für den Junior. Der kleine Schachtiger hatte sich zwischenzeitlich mit drei Stücken Käsekuchen gestärkt. So mit neuer Kraft ausgestattet haute der kleine Schachtiger sogleich den Finanzfachmann um und holte sich seinen ersten Punkt.

In der fünften Runde war der Vereinschef fällig, das Schachkid rechnete ernsthaft mit einem Punkt. Der Chef aber auch. Er drang mit seiner Dame nach Abtausch des finchatetierten Läufers in die Stellung des Schachkids ein und schob noch zwei Springer hinterher. Der Chef tat sich mit dem Matt setzen des Schachkids äußerst schwer. Die Kaffeemamsel am Nachbarbrett, selbst noch spielend, hielt es kaum auf ihrem Stuhl, schaute mit düsteren Blick den Chef an und hätte am liebsten sofort das Ruder übernommen. Irgendwann ging nix mehr, also Punkt für den Chef.

Nach dieser Runde ging die immer noch führende Kaffeemamsel vor die Tür, um frische Luft zu schnappen. Die anwesenden Briesener nutzten die Zeit zur Kriegsberatung, wie man die Kaffeemamsel stoppen könne. Der Genosse, von Natur aus mit scharfen Verstand ausgestattet, merkte an, dass er nur noch 2,5 Punkte für den Sieg benötige. Der mathematisch begabte Genosse warf aber sogleich die Frage auf, wie das in zwei Runden zu schaffen sei. Allgemeine Ratlosigkeit.

Ausgerechnet jetzt musste das Schachkid gegen den motivierten Genossen spielen. Es stellte auch gleich einen Bauern ein, den das Schachkid mühevoll zurückgewinnen musste. In der nun remislichen Stellung tat das Schachkid, auf Punkte hoffend, das einzig Richtige, es bot Remis. Der Genosse war jedoch aufgrund des letzten Punktspiel etwas ungehalten und lehnte ab. Der Genosse hatte hungrig drei Stunden beim Punktspiel warten müssen, weil das Schachkid lange spielte und gewinnen wollte. Das Schachkid gab erst einen Bauern, dann noch einen und dann den Punkt. Der Genosse bewies, dass er im Lavieren und im Endspiel fit ist.

Die Kaffeemamsel bewies derweil Biss, hielt den Todesblick der Amazone aus Berkenbrück stand, gewann und lag nun uneinholbar vorne.

In der letzten und siebten Runde fand sich der König der Herzen am Brett des Schachkids ein. Man spielte, philosophierte und hatte Spaß.

Der Abend wurde im geminderten Teilnehmerkreis, aber mit frischen Personalnachschub der Familie Heinrich fortgesetzt. Männer gegen Frauen hieß es beim Bowlen. Der Abend endete mit gequetschten Fingern, Übelkeit und sonstigen Blessuren. Briesen ist eben ein gefährliches Pflaster. Aber das Schachkid freut sich, in einen so lustigen Verein Mitglied zu sein.

 

Rangliste: Stand nach der 7. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 Punkte SoBerg
1. Budach,Olaf 1720 ** 1 1 ½ 1 1 1 1 6.5 19.25
2. Heinrich,Philipp 1681 0 ** 1 1 1 1 1 1 6.0 15.50
3. Heinrich,Volker 1540 0 0 ** 1 1 1 1 1 5.0 10.50
4. Kellner,Rene 1492 ½ 0 0 ** 1 1 1 1 4.5 9.25
5. Jacob,Robin 1077 0 0 0 0 ** 1 1 1 3.0 3.00
6. Kieseling,René 1293 0 0 0 0 0 ** 1 1 2.0 1.00
7. Mylke,Sandy-Miche 969 0 0 0 0 0 0 ** 1 1.0 0.00
8. Mylke,Frank 785 0 0 0 0 0 0 0 ** 0.0 0.00

Schach oder nicht Schach?

Schach oder nicht Schach, das ist hier die Frage! – Alle halbe Jahr hat das Schachkid keine Lust mehr auf Schach und beschließt, mit selbigen aufzuhören. Das Schachkid hat dann wahlweise seine Skatphase, seine Doppelkopfphase oder seine Tischtennisphase, oder auch mal alles zusammen.

Heuer war es mal wieder so weit. Das Schachkid beschloss, das Schachbrett hinzuwerfen und sich künftig dem Tischtennis zu widmen. So begab sich das Schachkid zu einem Tischtennisverein zum Trainingsabend und spielte vier Stunden lang Tischtennis. Es hat vier von 6 Sätzen im Doppel gewonnen und dem Tischtennisverein den Sekt bei der zufällig statt findenden Weihnachtsfeier an der Platte weggesoffen.

Das Schachkid stellt erfreut fest, dass es noch so manches kann und ist ganz stolz darauf. Bald jedoch stellt das Schachkid fest, dass es nicht für Tischtennis brennt. Es ist nicht die gleiche Leidenschaft für das Schach, obwohl es großen Spaß macht. Das Schachkid beschließt daher, wie immer alle halbe Jahre, die Kelle wieder an den Nagen zu hängen und sich der Verbesserung seines Schachspiels zu widmen.

Zwei Dinge kann das Schachkid heute noch feststellen.

Beim Tischtennis gibt es genau so wie in anderen Sportarten Ehrgeizige, die vor lauter zusammengekniffenen Arschbacken keinen Spaß haben, mittelgute Spieler bei jeden kleinen Fehler blöd von der Seite anmachen und beleidigt nach einer Stunde nach Hause gehen, weil Sie keinen ebenbürtigen Gegner haben.

In Berlin gibt es tatsächlich einen FKK-Tischtennisverein. Da spielt man nur mit Turnschuhen und der Kelle begleitet. Da kann man mal wieder sehen. In Berlin gibt es eben alles, deswegen mag das Schachkid diese Stadt. Gibt es eigentlich auch FKK-Schach? Vielleicht eine Marktlücke…

Die Unbesiegbaren im Oderbruch niedergestreckt!

Manchmal kommt sich das Schachkid wie ein Harry Potter zweiter Klasse auf der Suche nach dem goldenen Schnatz vor. Ewig knetet und bearbeitet das Schachkid eine Stellung, viele Züge lang und viele Stunden auf der Suche nach einem kleinen Vorteil. Das Schachkid steht immer einen Hauch besser. Harry Potter findet den Schnatz, das Schachkid spielt nur Remis und findet einfach keinen Gewinnweg. Liegt es an mangelnden positionellen Fähigkeiten? Oder liegt es an der Eröffnung? Ist die Slawische Verteidigung zu passiv? Wer eine Antwort auf 1.d4 kennt, die zu dynamischen Stellungen führt, möge sich beim Schachkid melden.

Am 7. Dezember 2014, ein Tag nach Nikolaus war es, als sich die Briesener in den dunklen und tiefen Oderbruch nach Bad Freienwalde zum Punktspiel der Regionalliga Ost begaben. Das Schachkid kam mit fast leeren Tank angefahren und fragte sich bange, ob a) der Sprit noch reicht und b) wann endliche eine Tankstelle kommt. Tatsächlich liegt nur eine einsame Aral-Tankstelle zwischen Fürstenwalde und Bad Freienwalde am Wegesrand. Dafür war es aber mit 1,27 € / L extrem billig. So billig hat das Schachkid seit 2006 nicht mehr getankt, jedenfalls nicht in Deutschland.

Die Briesener rückten nur mit 7 Mann gegen die Königsjäger an. Marco Jäger am 7. Brett brachte Bad Freienwalde somit in Führung. Glücklich sah der Königsjäger jedoch nicht aus. Möglicherweise ahnte er bereits, was für ein langer Tag noch vor ihm liegen sollte.

Zum großen Missfallen des Schachkids gab es nirgends Kaffee. Das Schachkid wird künftig Punktspiele, wo es kein lebensnotwendiges Koffein gibt, nur noch unter großen Protest spielen.

Auch die einzige Briesener Dame Vicky konnte sich auf einen besonderes Schmankerl freuen, die einzig vorhandene Toilette (diese eine, sie zu knechten…) , die sie sich mit den anwesenden Männern teilen musste. Der gegnerische Mannschaftsleiter war jedoch sichtlich erfreut, mal eine Dame in der Herrenrunde begrüßen zu dürfen und ermahnte die anwesenden Herren, die Backen zusammen zu kneifen, wenn die Dame an dem Ort verweile, wo der Kaiser zu Fuß hingehe. (=WC, Vorschlag von https://www.openthesaurus.de/ )

Der Bad Freienwalder Mario Leipert machte am achten Brett kurzen Prozess und überrannte Lothar Bindernagel innerhalb von einer Stunde. Der Vertreter der Gastgeber dopte sich massiv mit zwei Packungen Maoam, die er in einer halbe Stunde verputze. Das half! Der Briesener sah sich einem starken Angriff ausgesetzt und schaute nach frühen Abtausch der Damen bald frustriert auf seinen Doppelbauern am Königsflügel. Leipert setzte den Angriff in der Brettmitte fort, Bindernagel musste einen Bauern geben, um den Verlust des Springers zu verhindern. Zwei weitere Bauern fielen bald am Damenflügel, so dass Bindernagel mit drei Bauern hinten lag. Aber der Briesener gab nicht auf und brachte seine beiden Türme auf der 7. Reihe in Stellung. Leipert verteidigte zäh und schien auf die Macht seiner Bauern zu vertrauen. 2:0 für die Gastgeber.

Das Schachkid schaute zu und machte sich eifrig Notizen in sein oranges Notizbüchlein. Jeder gute Berichterstatter hat ein solches mit. Der Gegner des Schachkids schien Betrug zu wittern und erkundigte sich bei seinem Mannschaftsleiter, ob dies rechtens sei, sich Notizen zu machen. Als das Schachkid erneut in seiner für Fremde unleserlichen Schrift in sein Büchlein schrieb, stand der gegnerische Mannschaftsleiter hinter dem Schachkid und spähte angestrengt in dessen Buch. Offensichtlich beruhigt stellte dieser fest, dass das Schachkid keine Varianten aufschrieb, sondern Notizen zum spannenden Spielgeschehen.

Der Briesener Schatzmeister holte derweil am sechsten Brett zum Gegenschlag aus. In der Partie Alexander Heinz gegen Marco Belling bauten beide Spieler in der Eröffnung beeindruckende Bauernfronten auf. Nach einigen kurzen Hin- und Geschiebe blies Belling zum Halali auf den gegnerischen schwarzen König. Dieser, auf f8 stehend, sah sich bald von der Dame auf e6, Läufer auf g7 und dem Turm auf d7, der die gegnerische Dame angriff, umringt. Das Mattnetz wurde dichter und dichter, Heinz gab auf. Nun nur noch 2:1 für Bad Freienwalde.

Der Gegner des Schachkids schaute sich gegen elf Uhr genervt um und bemängelte, dass die benachbarten Uhren zu laut ticken würden. Nachdem die Uhr am 7. Brett entfernt wurde (Bedenkzeit abgelaufen) und die Uhr beim Schachkid ausgetauscht wurde, schien der Gegner zufrieden. Das Schachkid schaute derweil entspannt die nächsten 4,5 Stunden auf ein Fischaquarium und empfahl gedanklich den Kauf von Digitaluhren.

Kein leichtes Spiel hatte Vicky Eue vom SV Briesen am dritten Brett gegen Aleksander Borowiak. Wie üblich spielte Eue aggressiv und brach rabiat in die gegnerische Stellung ein. Resultat: Ein Damentausch und desolate Bauernstrukturen auf beiden Seiten, aber kein Vorteil für die junge Briesenerin, die ja eigentlich eine Frankfurterin ist, aber trotzdem unter glücklichen Umständen den Weg nach Briesen gefunden hat. Die Stellung wurde zunehmend kritischer, Borowiak besetze mit beiden Türmen die offene c-Linie. Die Briesenerin stemmte sich mit aller Kraft gegen den schwarzen Ansturm und konnte Figuren abtauschen. Um 11.30 Uhr hatte Borowiak seine verblieben Figuren allesamt auf der Grundreihe stehen und so die Grundstellung gleichsam rekonstruiert. Die Lage entspannte sich, aber es war auch kein konkreter Vorteil für eine Seite zu sehen. Also Punkteteilung und einen halben Zähler für jede Mannschaft, 2,5 zu 1,5 für Bad Freienwalde. Den übersehenen Figurengewinn von Vicky erwähnt das Schachkid nicht, da es derartiges ja selber gerne mal nicht blickt.

Auch am ersten Brett entwickelten sich die Dinge gemächlich. Philipp Heinrich hatte mit dem deutlich spielstärkeren und favorisierten Jerzy Brok eine schwere Aufgabe. Aber der 15 Stunden vor der Volljährigkeit stehende Briesener ist immer für eine Überraschung gut. Beide Gegner tasteten sich ab. Dem Bad Freienwalder gelang es, einen Springer als Vorposten im weißen Lager zu etablieren. Aus diesem wurde im Spielverlauf ein starker Freibauer auf d7. Der Briesener musste alle Ressourcen zur Kontrolle des Feldes d8 binden. Dies nutze Brok aus, um mit seinen Springern weiter in die Stellung einzudringen und die weißen Türme anzugreifen. Selbige waren nicht mehr zu halten, Heinrich jun. gab auf. 3,5 – 1.5 gegen Briesen, langsam wird es eng.

Ganz ähnlich verlief die Partie Frank Schmidt – Olaf Budach am zweiten Brett. Nach langsamen Spiel in der Eröffnung ergab sich eine unübersichtliche Stellung, die nicht leicht einzuschätzen war. Der Briesener begab sich an die frische Luft, auf der Suche nach Inspiration oder der freundlichen Kontakte zum Gegner wegen. Das Schachkid weiß es nicht, schaute aber mal nach 20 Minuten nach dem Verbleib seines Vereinsgenossen. Dieser setzte sein Spiel fort, tauschte bald die Damen und bot alsbald Remis. Dies besiegelte das 4:2 und machte einen Sieg Briesens nicht mehr möglich.

Zu allen Überfluss war das Schachkid nun sauer und fauchte den armen Olaf Budach im Foyer des Spiellokals heftig wegen des Remises an und hielt ihm einen Moralvortrag über den nicht vorhandenen Mannschaftsgeist. Das Schachkid muss aber ehrlich zugeben, die Stellung des Olaf nicht durchschaut zu haben. Das Schachkid ist zwar im besten Mannesalter, kann sich in solchen Situationen aber dennoch wie ein trotziger Junge sehr emotional und anmaßend benehmen. Das Schachkid wird daher bei Gelegenheit mit der Vereinsmamsel (siehe letzter Rundenbericht) einen Kaffee trinken.

Die Partie Volker Heinrich sen. – Abraham Jegiasarjan plätscherte zäh vor sich hin. Nach einer Stunde waren erst wenige Züge gespielt, da trat der siegreiche Schatzmeister bereits die Heimfahrt an. Zwei Stunden später, der SV Briesen liegt mit .. hinten, versucht Heinrich, die remislich aussehende Partie herum zu reißen. In einem Turmendspiel mit zwei Türmen und einer desolaten Bauernstruktur ist dies schwierig, zumal der Briesener dann noch einen Turm tauscht. Andererseits hätte aufgrund der Isolani die Partie auch verloren gegangen können. Aber der Briesener beweist Sitzfleisch und reicht, zur vernehmlichen Erleichterung der Anwesendem, seinem Gegenüber die Hand zum Remis. Dies sichert mit 4,5 – 2,5 den Sieg der Gastgeber.

Die längste Partie des Tages lieferte das Schachkid. Es hatte für sich beschlossen, künftig jede Partie auszukämpfen und lehnte drei, wegen der ausgeglichenen Stellung durchaus berechtigte, Remisangebote des Gegners ab. Aber so lange die Damen noch auf dem Brett sind…

Viktor Weber und René Kellner quälten sich durch die Abtauschvariante der slawischen Verteidigung. Getreu dem Eröffnungsnamen tauschte sich bis auf diverse Bauern, die Damen und je einen Springer alles ab. Es folgte ein langes Lavieren. Beide Kontrahenten stellten wechselseitige Drohungen auf und suchten Angriffspunkte in der gegnerischen Stellung. Kellner wollte auf Sieg spielen, vermied im 20. Zug den Damentausch und ließ einen Bauerngewinn zu. Weber sah diesen nicht, und so ging es munter weiter mit dem Drohen und dem Gegendrohen. Nach 54 Zügen sahen beide Spieler der ausgeglichenen Stellung und der Realität ins Auge und einigten sich auf Remis. Ein verdienter 5-3 Sieg für die Königsjäger aus Bad Freienwalde.

Ein trauriger Tag für Briesen, die Serie der Unbesiegbaren endete nach 13 Punktspielen. Zeit, eine neue Serie zu beginnen. Schwierige Partien und viele Remis, ausgekämpfte Remis, bestimmten den Spieltag. Nach den besinnlichen Feiertagen und dem Jahreswechsel wird mit neuer Energie die Saison fortgesetzt.