6. Oktober 2019

15. Dahmelandpokal – Ausblicke auf Hinterteile

Heute soll es besser laufen. Mehr Punkte müssen her.

15 Minuten zu spät und unter den mahnenden Augen des Jörn Gehrke nimmt das Schachkid Platz. Am Nebenbrett wechselt der Schachspieler in Windeseile die Batterien seines Höhrgerätes. Jeder Handgriff sitzt, 4 Batterien hat er mit. Das sollte für den Tag reichen.

Die nette Dame aus Berlin wirkt ein wenig verloren am Brett. Und ist dem Schachkid so sypmphatisch. Aber Schach ist wie der Highlander, es kann nur einen geben. Die Partie ist ein Beispiel dafür, wie die Bedenkzeit als Kriegswaffe eingesetzt werden kann. Die Gegnerin benötigt für jeden Zug einiges an Bedenkzeit. In der Stellung ist im Grunde genommen nichts los. Man hat die Stellung schnell vereinfacht, das Zentrum geschlossen. Das Schachkid vermeidet jeglichen weiteren Abtausch, zieht relativ zügig und hofft, das die Gegnerin in Zeitnot kommt und dann einen Fehler macht.

Der Fehler kommt auch, nämlich mit 21. Se5. Verschiedene Varianten führen dazu, dass Weiß einen Bauern verliert. Danach wird es für Schwarz am Königsflügel nochmal kurz stressig und bedrohlich. Nach Abtausch ist das Spiel für Weiß aber schlicht aufgrund der schlechten schwer zu verteidigenden Bauernstruktur verloren. Für die Eröffnung muss sich das Schachkid noch was einfallen lassen, dass sich die Stellung nicht so schnell vereinfacht.

So ein Schachturnier ist ja auch immer eine Parade der Hinterteile. Es gint große und vor allem auch breite Hinterteile. Man sitzt beim Schach ja auch den ganzen Tag rum. Und wenn man so auf den Zug des Gegners wartet, sieht man zwangsweise die sitzenden Hinterteile, die vor einem hocken. Nicht hübsch, amer harmlos sind die Senioren, die ihre Hosen knapp unter der Brust tragen, aber sie mit einem Gürtel festschnallen. Noch harmlos ist der nicht mehr ganz so junge Jugendliche, der schon Mitte 20 ist, seine Hose auf Höhe des Knies trägt und erfreulicherweise noch eine Boxershorts anhat, die alles Wesentliche verdeckt. Weder harmlos noch hübsch sind aber die dicken gestandenen Männer mittleren Alters, die die Hose ebenfalls auf Kniehöhe tragen, dafür auf die Boxershorts verzichten und dafür ein viel zu kurzes T-Shirt tragen. Das Schachkid möchte einfach nicht 4 Stunden lang auf eine „Arschritze“ gucken müssen. Kein Wunder, dass die nächste Partie so schnell Remis wurde.

Der Gegner kommt offenbar aus dem hohen Norden, wie der Vereinsname „Waterkant“ nahe legt. Geschlossener Sizilianer – damit geht das Schachkid neuerdings dem ganzen Variantengestrüpp aus dem Weg und landet in guten Stellungen. Hier versucht das Schachkid nun, seinen Angriffsplan durchzuziehen. Der Gegner spielt jedoch nicht vorschriftsmäßig. Er weigert sich beharrlich, kurz zu rochieren. Nach 9. … d5 steht das Schachkid schin wesentlich besser. Aber dem Schachkid fehlt an der Stelle das Stellungsgefühl, um dies auch nutzen zu können. Das Schachkid versucht anzugreifen, findet aber kein Opfer oder eine forcierte taktische Abwicklung und bietet entnervt Remis an. Der Gegner schlägt 20. De1 vor, um den Bauern a5 anzugreifen. Das hatte das Schachkid gar nicht auf dem Schirm, so fixiert war es auf den Königsangriff. Da zeigt sich wieder mal, das man nicht zu schematisch spielen darf, sondern das ganze Brett im Augen haben muss.

Immerhin mit 3 aus 6 ein guter Tag. Am letzten Tag wartet ein besonderes Schmankerl auf das Schachkid, der Jörn Gehrke aus Müncheberg.

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