10th International Chess Festival “ISCHIA the Green Island” – Blitz war nix

Erkenntnis des Tages – Belgien wird Weltmeister, der Schachwizard und der Lucky schwanken zwischen schlafen und schlafen und beim Blitz läuft sowieso nix. Doch der Reihe nach.

Vom Strand sieht man irgendwie wenig. Ist wohl doch zu weit weg und zu warm. Das Hotel hält ein großes Wellness-Angebot bereit. Das Schachkid fühlt sich alt und hat eine Massage, eine Gesichtsreinigung mit Ozon und ein Körperpeeling gebucht. Der nervige Vollbart konnte auch endlich runter, nachdem das Schachkid seinen Rasierer endlich wieder gefunden hat.

Man findet sich morgens zum Blitz um 9.30 ein, aber keiner da. Man wartet und wartet und wartet, andere warten mit. Der Schachwizard studiert den Flyer. Ein P.M. ist hinter der Uhrzit vermerkt.

Die heutige zweite Runde des Schachturniers sollte noch entspannend werden. Der Schachwizard wälzt zu grandioser Musik die Datenbank und versucht, sich in Stimmung zu bringen, Das Schachkid überlegt, sich vor des Schachwizards Tür zu stellen und eine klingonische Oper zu intonieren.

Heute geht es einen Zwilling aus Schweden, offenbar ein Fussballfan aus Stockholm, wie sein Trikot verrät. Sollte einfach zu gewinnen sein. Trotzdem muss das Schachkid schon ab dem 15. Zug konzentriert verteidigen, um den Bauern auf d5 nicht zu verlieren. 18. Tc7 macht die Lage nicht besser. Erfreulichrweise lässt Weiß den Turmtausch auf der offenen c-Linie zu, sodass die schwarze Stellung sich zunehmend bessert.

Nach dem 26. Zug bietet Weiß Remis an, was das Schachkid aber aufgrund der Weisung des Schachwizard zweimal ablehnt. Im 30. Zug erpät das Schachkid eine Möglichkeit, die Damen zu tauschen. Das folgende Endspiel sollte gewonnen sein, da der schwarze König aktiver ist und  schneller an den a- und B-Bauern ist. Das Schachkid kann sich an eine Traniningsstunde neulich auf den Balkon erinnern und denkt an Zugzwang und Reservietempi. 34. Kb1 ist dann der weiße Fehlzug, der die Entscheidung bringt.

Der Schachwizard ist als erstes fertig. Er bringt es auf eine dreimalige Stellungswiederholung in acht Zügen. Da hatte man wohl gegenseitigen Respekt voreinander. Das Schachkid weiß nicht, was die FWM vom Schachwizard hält. Ihm ist bestimmt sein Ruf vorrausgeeilt. DIe junge Dame, 18 Jahre, schejint auch nicht ganz unbeleckt zu sein, sondern im spanishen Frauenschach vorne mitzuspielen. Dafür wird der Schachwizard am nächsten Tag mit einem FM belohnt.

Der Lucky gewinnt in klassischer Manier. Ein Mehrbauer wird erbeutet und dann offenbar irgendweie durchgebracht.

Nun jat man Hunger und düst zum Essen. Dummerweise ist es erst 18.00 Uhr, beste Abendbrotzeit in Deutschland. Nicht so in Italien. Da ticken die Uhren anders, nämlich später. Nix hat auf. Aber kein Problem, eine neue coole Pizzeria ist fix gefunden.

Abends findet nun das Blitzturnier statt. Nicht viele Teilnehmer, aber trotzdem gut besetzt. Sogar mit Kindern, die schön spielen und die Gegner reihenweise weghauen. Der Schachwizard hat Pech, gleiche Punktzahl aber schlechtere Buchholz – es bleibt der vierte Platz und als Preis mysteriöse italienische Schachzeitungen. Der Lucky holt nix, das Schachkid gerade mal einen Punkt von acht. Leider kriegt der ehrenvolle letzte Platz auch keinen Preis.

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